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TESTBERICHT: Samsung C27F396FHU Teil 2


Bildqualität

Wie bereits erwähnt, ist der Panel-Rahmen glänzend gestaltet und nach außen formschön abgerundet. Dadurch bilden sich dort durch die Spiegelung auch gerne Lichtkanten. Leider ist der Display-Rahmen auch nach innen – zur Bildfläche hin – glänzend und reflektiert damit den Bildschirminhalt. Was bei der Bildbearbeitung ablenkt, dürfte im Unterhaltungsbereich aber die Wenigsten stören.

Die Oberfläche des Panels ist matt und wirksam entspiegelt. Vermutlich auch aufgrund der Krümmung spiegelt sie zwar stärker als bei den meisten Panels. Auffällig ist das aber eigentlich nur bei sehr dunklen Bildanteilen oder einer ungünstigen Beleuchtung von hinten.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 75, Schärfe 60, Gamma "Modus 1", Farbeinstellung "normal", Bildmodus (MagicBright) "Benutzerdefiniert". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung recht ordentlich und farblich neutral. Allerdings ist eine leichte Streifenbildung (Banding) zu beobachten.

Graustufen

Auch bei der Graustufendarstellung schneidet der C27F396F gut ab. Die hellsten Stufen werden vollständig differenziert. Bei den dunkelsten Stufen konnten wir den Unterschied zumindest bis einschließlich Stufe 3 noch erkennen. Bei stärker seitlichen Betrachtungswinkeln hellen sich dunkle Bereiche stark auf und der Kontrast lässt dementsprechend nach. Die Differenzierung wird dadurch aber nicht gemindert, sondern eher noch verbessert.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Frontal und mittig betrachtet hat der Bildschirm zunächst ein bemerkenswert tiefes Schwarz. Gewisse Ungleichmäßigkeiten bei der Ausleuchtung sind zwar vorhanden, werden aber nur bei vollständig abgedunkeltem Raum sichtbar. Selbst bei recht mäßiger Beleuchtung am Abend sieht man davon nichts.

Stärker seitliche Betrachtungswinkel führen aber am Tag schnell zu Spiegelungen in der Display-Oberfläche, und bei abgedunkeltem Raum werden Aufhellungen vor allem in den Ecken und an den Rändern sichtbar. Die Aufhellungen sind auch nicht farbneutral, sondern links eher bläulich und rechts eher rötlich.

Ein gebogenes Display ist aber von Haus aus vor allem auf eine mittige Betrachtungsposition ausgerichtet. Dann sind Schwarzwert und Homogenität wirklich exzellent.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Samsung C27F396F

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 249 cd/m². Das liegt praktisch exakt bei der Herstellerangabe von 250 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 21 cd/m².

Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit nur gering auf 241 cd/m². Mit einer Minimalhelligkeit von 20 cd/m² kann der Samsung C27F396F ziemlich weit heruntergeregelt werden, so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist.

Das Kontrastverhältnis des VA-Curved-Panels gibt der Hersteller mit 3000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es auch tatsächlich selbst nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei ausgezeichneten 2512:1.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 Prozent.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 4,59 Prozent gut, der Maximalwert mit 8,49 Prozent sogar sehr gut. Auch subjektiv ist die Ausleuchtung gut gelungen. Die Farbhomogenität erreicht insgesamt ein gutes Ergebnis. Die Maximalabweichung beträgt in der unteren rechten Ecke 2,59 Delta C.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links das Coating des Samsung C27F396F, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Samsung C27F396F besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des C27F396F bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Samsung hat bei dem Gerät ein MVA-Panel verbaut, das sich durch einen grandiosen Schwarzwert und einen entsprechend hohen Kontrast auszeichnet, aber nicht ganz die gleiche Blickwinkelstabilität erreicht wie die aktuellen IPS-Panels.

Bei Betrachtungswinkeln ab ca. 35 Grad hellen sich zunächst dunkle Bildbereiche auf und der Kontrast nimmt entsprechend ab. Bei noch stärkeren Betrachtungswinkeln lassen auch die Farben in der Sättigung deutlich nach, das Bild verblasst dann zunehmend. Eine Verfälschung der Farben konnten wir dagegen nicht beobachten.

Auffällig ist ein interessanter Effekt: Dort, wo das Bild wirklich vollständig schwarz ist, bleibt es auch schwarz. Nur die Tonwerte nahe Schwarz hellen sich stark auf. Gut zu sehen ist das in der Abbildung im dunklen Oberteil der beiden Damen. Während es sich bei der Dame links massiv aufhellt, bleibt das noch dunklere Oberteil der Dame rechts (und das Schwarzfeld in der Farbskala) auch bei extremen Winkeln gänzlich schwarz. Vermutlich wird die Hintergrundbeleuchtung in schwarzen Bildanteilen vollständig deaktiviert. Das würde diesen Effekt erklären.

Einen großen Unterschied zwischen horizontalen und vertikalen Betrachtungswinkeln konnten wir nicht feststellen. Den besten Farbeindruck erhält man, wenn man einigermaßen mittig vor dem gebogenen Display sitzt. Normale Kopfbewegungen spielen da keine Rolle. Bezogen auf Standard-Einsatzzwecke beurteilen wir die Blickwinkelneutralität daher insgesamt trotzdem als sehr gut.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt auch am Digitaleingang. Die Standardeinstellung 60 scheint gut gewählt, wir haben sie so belassen.

Testgrafik: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Im direkten Vergleich zu einem 24-Zoll-Display mit gleicher Auflösung und aus relativ nahem Betrachtungsabstand wirkt der Samsung C27F396F etwas weniger scharf. Das liegt schlicht daran, dass bei einem 27-Zoll-Display die Pixel bei gleicher Auflösung zwangsläufig größer sind und daher Kantenartefakte besser sichtbar werden. Auch das Pixelraster ist bei genauem Hinsehen aus einem normalen Arbeitsabstand bereits zu erkennen. Es muss nicht zwangsläufig 4K bzw. UHD sein, aber eine etwas höhere Auflösung steht einem 27-Zoll-Display doch schon recht gut zu Gesicht.

Ansonsten ist die Schärfe bei nativer Auflösung erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte entsteht. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf. Die Interpolation fällt bei Gittergrafik und Text sehr gut aus – sowohl bei 720p als auch bei 1080p.

Für das Bildformat bietet das OSD am PC nur die Optionen "Auto" und "Breit" an. Die Einstellung "Auto" führt zu einer seitengerechten Skalierung, "Breit" skaliert zum Vollbild. In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

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2 Kommentare vorhanden


Hallo allerseits,
es wäre schon hilfreich wenn man bei einem Monitortest auch die Auflösung des Panels angibt.
Wohl wahr ... 1920 x 1080

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