Test Monitor Samsung C27F396FHU
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Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Samsung C27f396fhu Monitor Coating
Samsung C27f396fhu Monitor Refcoat
Links das Coating des Samsung C27F396F, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Samsung C27F396F besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des C27F396F bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Samsung hat bei dem Gerät ein MVA-Panel verbaut, das sich durch einen grandiosen Schwarzwert und einen entsprechend hohen Kontrast auszeichnet, aber nicht ganz die gleiche Blickwinkelstabilität erreicht wie die aktuellen IPS-Panels.

Bei Betrachtungswinkeln ab ca. 35 Grad hellen sich zunächst dunkle Bildbereiche auf und der Kontrast nimmt entsprechend ab. Bei noch stärkeren Betrachtungswinkeln lassen auch die Farben in der Sättigung deutlich nach, das Bild verblasst dann zunehmend. Eine Verfälschung der Farben konnten wir dagegen nicht beobachten.

Auffällig ist ein interessanter Effekt: Dort, wo das Bild wirklich vollständig schwarz ist, bleibt es auch schwarz. Nur die Tonwerte nahe Schwarz hellen sich stark auf. Gut zu sehen ist das in der Abbildung im dunklen Oberteil der beiden Damen. Während es sich bei der Dame links massiv aufhellt, bleibt das noch dunklere Oberteil der Dame rechts (und das Schwarzfeld in der Farbskala) auch bei extremen Winkeln gänzlich schwarz. Vermutlich wird die Hintergrundbeleuchtung in schwarzen Bildanteilen vollständig deaktiviert. Das würde diesen Effekt erklären.

Einen großen Unterschied zwischen horizontalen und vertikalen Betrachtungswinkeln konnten wir nicht feststellen. Den besten Farbeindruck erhält man, wenn man einigermaßen mittig vor dem gebogenen Display sitzt. Normale Kopfbewegungen spielen da keine Rolle. Bezogen auf Standard-Einsatzzwecke beurteilen wir die Blickwinkelneutralität daher insgesamt trotzdem als sehr gut.

Samsung C27f396fhu Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt auch am Digitaleingang. Die Standardeinstellung 60 scheint gut gewählt, wir haben sie so belassen.

Samsung C27f396fhu Monitor Gitter Nativ
Samsung C27f396fhu Monitor Gitter 720p
Testgrafik: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild
Samsung C27f396fhu Monitor Text Nativ
Samsung C27f396fhu Monitor Text 720p
Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Im direkten Vergleich zu einem 24-Zoll-Display mit gleicher Auflösung und aus relativ nahem Betrachtungsabstand wirkt der Samsung C27F396F etwas weniger scharf. Das liegt schlicht daran, dass bei einem 27-Zoll-Display die Pixel bei gleicher Auflösung zwangsläufig größer sind und daher Kantenartefakte besser sichtbar werden. Auch das Pixelraster ist bei genauem Hinsehen aus einem normalen Arbeitsabstand bereits zu erkennen. Es muss nicht zwangsläufig 4K bzw. UHD sein, aber eine etwas höhere Auflösung steht einem 27-Zoll-Display doch schon recht gut zu Gesicht.

Ansonsten ist die Schärfe bei nativer Auflösung erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte entsteht. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf. Die Interpolation fällt bei Gittergrafik und Text sehr gut aus – sowohl bei 720p als auch bei 1080p.

Für das Bildformat bietet das OSD am PC nur die Optionen „Auto“ und „Breit“ an. Die Einstellung „Auto“ führt zu einer seitengerechten Skalierung, „Breit“ skaliert zum Vollbild. In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Samsung C27f396fhu Monitor Srgb1
Samsung C27f396fhu Monitor Srgb2
Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums, der vom Samsung C27F396F nicht vollständig abgedeckt wird. Mit 94 Prozent ist das Ergebnis dennoch bereits vor der Kalibrierung gut. Die Kalibrierung ändert daran nichts, die Abdeckung bleibt bei 94 Prozent.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben:

Bildmodus: Benutzerdef.
Helligkeit: 100
Kontrast: 75
Gamma: Modus 1
Farbtemperatur: Normal
Samsung C27f396fhu Monitor Native
Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Benutzerdef.“

Der Samsung C27F396F liefert in der Werkseinstellung ein befriedigendes Ergebnis. Der Weißpunkt ist mit 6878 K geringfügig kälter als die gewünschten 6500 K. Der Gammawert liegt bei 2,17 im Schnitt schon recht gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Samsung C27f396fhu Monitor Srgb
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“

Die Einstellmöglichkeiten weisen den Samsung C27F396F klar als Consumer-Gerät aus. Einen speziellen sRGB-Modus besitzt er nicht. Wir haben ihn daher für diese Messung in der Werkseinstellung belassen.

Die Graustufen bleiben somit unverändert. Die Abweichungen bei den Buntfarben sind insgesamt ebenfalls befriedigend. Die Gammakurve zeigt allerdings einen sehr unkonventionellen Verlauf. Wer seinen Monitor nicht kalibriert, sollte sich dennoch für diesen Modus entscheiden, wenn eine einigermaßen genaue Farbwiedergabe gewünscht ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Samsung C27F396F aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus „Benutzerdef.“, Gamma „Modus 2“, Farbtemperatur „Benutzerdef.“) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

6 KOMMENTARE

  1. For ps3 ps4 which mode do you recommed ?
    Av/pc ??
    Game mode on/off ??
    I notice it add lot of sharpening when its on is that good or bad ?

    • Treiber sind für einen Monitor nicht notwendig, insofern sollte dieser auch unter Linux funktionieren. Eine funktionierende Grafikkarte wirst du ja sicherlich besitzen.

  2. Hallo allerseits,
    es wäre schon hilfreich wenn man bei einem Monitortest auch die Auflösung des Panels angibt.

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