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TESTBERICHT: Samsung C27F396FHU Teil 3


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums, der vom Samsung C27F396F nicht vollständig abgedeckt wird. Mit 94 Prozent ist das Ergebnis dennoch bereits vor der Kalibrierung gut. Die Kalibrierung ändert daran nichts, die Abdeckung bleibt bei 94 Prozent.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben:

Bildmodus: Benutzerdef.
Helligkeit: 100
Kontrast: 75
Gamma: Modus 1
Farbtemperatur: Normal

Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus "Benutzerdef."

Der Samsung C27F396F liefert in der Werkseinstellung ein befriedigendes Ergebnis. Der Weißpunkt ist mit 6878 K geringfügig kälter als die gewünschten 6500 K. Der Gammawert liegt bei 2,17 im Schnitt schon recht gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus "sRGB"

Die Einstellmöglichkeiten weisen den Samsung C27F396F klar als Consumer-Gerät aus. Einen speziellen sRGB-Modus besitzt er nicht. Wir haben ihn daher für diese Messung in der Werkseinstellung belassen.

Die Graustufen bleiben somit unverändert. Die Abweichungen bei den Buntfarben sind insgesamt ebenfalls befriedigend. Die Gammakurve zeigt allerdings einen sehr unkonventionellen Verlauf. Wer seinen Monitor nicht kalibriert, sollte sich dennoch für diesen Modus entscheiden, wenn eine einigermaßen genaue Farbwiedergabe gewünscht ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Samsung C27F396F aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus "Benutzerdef.", Gamma "Modus 2", Farbtemperatur "Benutzerdef.") und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Der Samsung C27F396F zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind als gut zu beurteilen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Im Durchschnitt lassen sich die Graustufen so sogar zu einem sehr guten Ergebnis bringen. Bei den Farbwerten fällt vor allem die etwas höhere Abweichung bei Rot auf. Insgesamt sind sowohl die Graustufen als auch die Farbabweichungen als gut zu beurteilen. Auch die Gammakurve lässt sich mittels Kalibration auf einen normgerechten Verlauf trimmen. Eine Kalibration ist beim Samsung C27F396F auf jeden Fall zu empfehlen, um eine zufriedenstellende Wiedergabegenauigkeit für die Bearbeitung und Wiedergabe von Fotos, Grafiken etc. zu erhalten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den Samsung C27F396F haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen "Standard", "Schneller" und "Schnellstens". Als Standardwert ist "Schneller" voreingestellt.

60-Hz-Overdrive "Standard"

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 20,4 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 14,3 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 29,3 ms, und der CtC-Wert wird mit 22,6 ms ermittelt. Diese Werte sind schon fast als träge zu bezeichnen.

Überschwinger sind kaum zu beobachten, die Abstimmung ist kaum besser als mit eingeschaltetem Overdrive in der Werkseinstellung. Ein Betrieb im Modus "Standard" ist daher nicht zu empfehlen und sollte vermieden werden.

60 Hz (Overdrive "Standard"): Langsame Schaltzeiten und kaum Überschwinger

60-Hz-Overdrive "Schneller"

In der Werkseinstellung "Schneller" bei 60 Hz werden die Schaltzeiten schon effektiv verkürzt, wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 20,6 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 8,8 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt jetzt 15,7 ms. Der CtC-Wert verkürzt sich auf befriedigende 13,8 ms.

In der Overdrive-Stellung "Schneller" sind bereits Überschwinger auszumachen. Der Samsung C27F396F erreicht dennoch nur moderate Schaltzeiten.

60 Hz (Overdrive "Schneller"): Moderate Schaltzeiten, dezente Überschwinger

60-Hz-Overdrive "Schnellstens"

In der höchsten Stellung "Schnellstens" bei 60 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel weiterhin mit 20,6 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 4,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt flotte 11,8 ms. Ein CtC-Wert von 10,4 ist ebenfalls als noch gut anzusehen.

In der Overdrive-Stellung "Schnellstens" sind leider auch die Überschwinger extrem, hier hat Samsung ganz klar den Bogen überspannt. Artefakte und Doppelkonturen sind deutlich erkennbar. Vor allem bei kleinen Helligkeitssprüngen leidet die Genauigkeit.

Die Werkseinstellung "Schneller" ist somit optimal gewählt. Der Reaktionszeitgewinn bei maximalem Overdrive ist nur beim schnellsten GtG-Wert deutlich erkennbar, im Schnitt relativiert sich dies aber.

60 Hz (Overdrive "Schnellstens"): Weiter verkürzte Schaltzeiten, aber auch extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen

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2 Kommentare vorhanden


Hallo allerseits,
es wäre schon hilfreich wenn man bei einem Monitortest auch die Auflösung des Panels angibt.
Wohl wahr ... 1920 x 1080

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