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TESTBERICHT: Samsung C27F591FDU Teil 3


Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Samsung C27F591FDU

Mit einer maximalen Leuchtdichte von 295 cd/m² bei nativem Weißpunkt liegen wir fast genau bei dem Wert, der im Datenblatt mit 300 cd/m² angegeben wird. Um allerdings auf D65 zu kommen, bedarf es einer etwas stärkeren Korrektur, da der native Weißpunkt bei zu kühlen 7172 K liegt. Übrig bleiben nach den Anpassungen noch 260 cd/m² übrig. Da sich das Gerät auf 22 cd/m² sehr weit herunterregeln lässt, ist ein Arbeiten auch in sehr dunklen Räumen problemlos möglich.

Laut Datenblatt soll der C27F591FDU ein Kontrastverhältnis von 3000:1 erreichen. Hier bleibt das Display geringfügig hinter den Erwartungen zurück und erreicht mit einem Kontrastverhältnis von 2816:1 in der Spitze etwas weniger. Das durchschnittliche Kontrastverhältnis liegt bei 2506:1. Nach der Kalibrierung wächst das Kontrastverhältnis noch auf 2696:1 an.

Bildhomogenität

Links Helligkeitsverteilung in Prozent, rechts Farbreinheit in Delta C des Samsung C27F591FDU

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Die höchste Helligkeitsabweichung messen wir mit -14,42 % in der linken unteren Ecke. Das ist im Grunde noch ein guter einzelner Höchstwert. Um allerdings ein gutes Durchschnittsergebnis zu erlangen, darf dieses nicht über 5 % liegen. Mit 7,34 % erreicht das Display hier nur ein mittelmäßiges Ergebnis.

Nicht besser wird es bei der Farbreinheit. Während das durchschnittliche Delta C einen Wert von 2,04 aufweist, liegt die größte Abweichung mit einem Delta C von 4,24 in der linken unteren Ecke, wo wir auch schon die größte Helligkeitsabweichung gemessen haben. Dieser Wert ist allerdings zu hoch für ein befriedigendes Ergebnis.

Coating

Links das Coating des Samsung C27F591FDU, rechts das Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des Samsung C27F591FDU bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad. Bei frontaler Draufsicht liefert der C27F591FDU ein sehr gutes Bild. Bei extremen Blickwinkeln ist ein leichter Kontrastabfall zu beobachten. Dieser Effekt macht sich bei den vertikalen Blickwinkeln stärker bemerkbar, als bei den horizontalen. Eine Verschiebung der bunten Farben ist nicht zu erkennen. Einzig die hellen Grautöne erhalten bei extremen seitlichen Blickwinkeln den beschriebenen Stich ins Violette, wie bereits in der Graustufenuntersuchung beschrieben wurde.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Um auch ältere Anwendungen ordentlich darstellen zu können, die noch kein Full HD unterstützen, sollte ein Monitor in der Lage sein, auch diese ordentlich wiederzugeben. Die Optionen unter "Bild" -> "Bildformat" sind davon abhängig, ob das Display im PC- oder im AV-Modus läuft, was wiederum unter "System" -> "PC / AV-Modus" einzustellen ist. Unter PC sind zwar die Optionen "Breit" und "Auto" möglich, doch spielt das bei aktuellen Grafikkarten und deren Treibern keine Rolle. Veränderungen sind ausschließlich über die Einstellungen der Grafikkarte möglich. Anders sieht es aus, wenn der Monitor im AV-Modus läuft. Dann haben die Grafikkarteneinstellungen zwar auch noch Einfluss auf das Format, die Optionen "4:3", "16:9" und "Bildanpassung" im OSD-Menü zeigen hier jetzt jedoch auch Wirkung.

Testgrafik: Links nativ (Original), rechts 1280 x 720 (Original)

Testgrafik: 1280 x 720 geschärft

Bei nativer Auflösung wird das fein aufgelöste Gitter, das wir immer zur Beurteilung heranziehen, erwartungsgemäß detailliert und scharf dargestellt. Bei der kleinen HD-Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln steht nun bei geringerer Anzahl von Bildpunkten die gleiche Fläche zur Verfügung. Dieser hinzugewonnene Platz muss nun irgendwie aufgefüllt werden, was durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte geschieht. So richtig gut gelingt das nicht, da das gesamte Gitter sehr unscharf dargestellt wird. Die Unschärfe wird etwas geringer, wenn der Schärferegler von anfangs 60 auf 100 gestellt wird.

Textwiedergabe: Links nativ (Original), rechts 1280 x 720 (Original)

Text stellt hingegen keine Probleme dar. Selbst fette Schrift in 7 Punkt kann noch ohne Probleme gelesen werden. Schaut man sich das Bild des Textes bei geringerer Auflösung von 1280 x 720 an, sind schön die hinzugefügten grauen Pixel zu erkennen.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der Samsung C27F591FDU vor und nach der Kalibrierung ein gleichermaßen sehr gutes Ergebnis ab. In beiden Fällen deckt das Panel 99 % im sRGB-Farbraum ab und dürfte anhand dieses Ergebnisses auch interessant für Hobbyfotografen sein.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus "Benutzerdefiniert", Gamma "Modus1", Helligkeit 100 und Kontrast 75, Schärfe 60.

Mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,43 und einer Range von 1,96 erreicht das Display insgesamt ein befriedigendes Ergebnis bei den Grauwerten. Die Gammakurve verläuft sehr schön konstant bei einem Mittel von Gamma 2,17. Die Farbtemperatur ist aber zu kühl geraten und zeigt einen Wert von 7035 Kelvin.

Graubalance in der Werkseinstellung

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Im OSD-Menü existiert ein dedizierter sRGB-Modus und nennt sich "Basisfarbe". Für ein unkalibriertes Gerät sind die Farbwerte durchaus passabel und zeigen ein Delta E94 von 1,55. Das ist ein guter Wert. Bis auf die Gammakurve verschlechtern sich allerdings sämtliche Werte. So erreichen wir in der Graubalance nur noch ein ganz knapp befriedigendes Ergebnis. Außerdem wird die Farbtemperatur nochmals um 200 Kelvin kühler und das Farbraumvolumen deckt nur noch 90 % sRGB ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Monitoren bleibt hier erfreulicherweise die Helligkeitseinstellung regelbar.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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