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TESTBERICHT: Asus PG258Q Teil 6


240 Hz, Overdrive "Aus"

Schnelle Schaltzeiten ohne Overdrive bei 240 Hz

Bei deaktiviertem Overdrive und 240 Hz kann der ASUS PG258Q bei sämtlichen Schaltzeiten mit anderen Gaming-Displays im oberen Bereich mithalten oder sich sogar an die Spitze setzen. Der Schwarz-Weiß-Wechsel zeigt mit 6,4 ms einen absoluten Spitzenwert. Der schnellste Grauwechsel wird mit 3,3 ms gemessen und zeigt sich im Mittelfeld. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte mischt mit 10,5 ms auch ganz oben mit. Der CtC-Wert zeigt mit 9,8 ms im Vergleich zu anderen Gaming-Displays eine durchschnittliche Leistung. Der Helligkeitsverlauf zeigt hier keinerlei Auffälligkeiten.

70 Hz, Overdrive "Normal"

Absolute Spitzenschaltzeiten machen sich nur wenig am Helligkeitsverlauf bemerkbar

Bei mittlerem Overdrive zeigt der ASUS, was in ihm steckt. Der Schwarz-Weiß-Wechsel wird in superflotten 4 ms absolviert. Der schnellste Grauwechsel wird mit 2,2 ms gemessen, und der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte beträgt 3,8 ms. Der sehr wichtige CtC-Wert zeigt auch einen Topwert von nur 3 ms.

Der Helligkeitsverlauf zeigt nur marginale Überschwinger, die man mit dem bloßen Auge nur schwer erkennen wird.

70 Hz, Overdrive "Extreme"

Minimale Steigerung der Schaltzeiten machen im Verhältnis zu den Überschwingern keinen Sinn

Die höchste Overdrive-Einstellung "Extreme" kann erneut etwas Zeit herausschlagen. Der Schwarz-Weiß-Wechsel gewinnt unbedeutend mit 3,8 ms, während sich die Schaltzeit des schnellsten Grauwechsels mit 1,3 ms um fast 1 ms verringert. Der Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte halbiert sich nahezu mit 2,1 ms, und der CtC-Wert legt mit 2 ms ebenfalls um 1 ms zu.

Schaut man sich allerdings den Helligkeitsverlauf an, so ist man mit mittlerem Overdrive besser bedient, da sich enorme Überschwinger zeigen, die unsere Grafik sprengen. Wie sich das Ganze visuell äußert, wird im Teil "Subjektive Beurteilung" beschrieben.

Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 240 Hz (rechts), Reaktionszeit "Aus"

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 240 Hz (rechts), Reaktionszeit "Normal"

Netzdiagramm 60 Hz (links) und 240 Hz (rechts), Reaktionszeit "Extreme"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Für einen Gaming-Monitor erreicht der ASUS ROG Swift PG258Q erstklassige Reaktionszeiten – die halbe mittlere Bildwechselzeit liegt bei 1 ms. Die Signalverzögerung beträgt 26,8 ms. Und das kam auch uns etwas ungewöhnlich hoch vor. Obwohl die Messung mehrfach mit diversen Einstellungen wiederholt wurde, blieben die Messwerte identisch. Wir gehen davon aus, dass die Beschleunigungsfunktion des Displays unsere Signalmessungen stören.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input LAG) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit und wenn diese Werte tatsächlich genannt werden, ist in der Regel nicht erkennbar wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die LAG-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) im Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, dem Chromasubsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zu Gunsten oder zu Ungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem Leo Bodnar LAG Tester nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Auch das Messgerät von Leo Bodnar liefert Werte, die unplausibel erscheinen. Eigentlich ist der Messwert am oberen Bildrand deutlich kürzer als am unteren Bildrand. Beim ASUS ROG Swift PG258Q sind dagegen alle drei Messwerte fast identisch. Subjektiv ist die Signalverzögerung nicht bemerkbar und dürfte im Bereich seines Vorgängers, dem ASUS PG248Q, liegen, der hervorragende Werte mit einer Gesamtlatenz von 2,5 ms lieferte und sich besonders für schnelle First-Person-Shooter eignet.

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