Test Monitor Asus PG258Q
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G-Sync

Neben den besagten 240 Hz verfügt das Gerät zusätzlich über ein G-Sync-Modul, was eine optimale Ergänzung ist, wenn anspruchsvolle Spiele bei hohen Grafik-Settings gespielt werden sollen oder eine weniger kraftvolle Grafikkarte im Rechner arbeitet und nur sehr niedrige fps-Raten von der Grafikkarte geliefert werden. Hier zeigt G-Sync wieder einmal seine ganze Stärke und eliminiert Tearing und in den unteren Bereichen zusätzlich Stuttering, auch in problematischen Spielen mit stark schwankenden Aktualisierungsraten. Selbst wenn 50 fps unterschritten werden, bleibt das Game noch spielbar und endet nicht in einem stotternden Fiasko.

ULMB

Um ein CRT-ähnliches Spielgefühl ohne Bewegungsunschärfe zu erhalten, kann bei 100, 120 und 144 Hz ULMB (Ultra Low Motion Blur) hinzugeschaltet werden. Diese Option wird bei diesen festen Aktualisierungsraten im OSD-Menü unter „Bildeinrichtung -> ULMB“ anwählbar. Ist diese Option aktiviert, erscheint eine weitere Einstellungsebene „ULMB Pulse Width“, die die Stärke des Effekts über eine Skala von 10 bis 100 regelt.

Asus Pg258q Monitor Osd Ulmb
ULMB-Einstellungsebene im OSD-Menü

Der tiefere Wert steht für einen stärkeren Effekt. Technisch wird diese Funktion über eine pulsierende Hintergrundbeleuchtung realisiert, worauf wir aber nicht näher eingehen, da sonst der Umfang des Tests gesprengt würde. Eine Verbesserung zu seinem Vorgänger, dem ASUS PG248Q, besteht darin, dass nun auch 144 Hz unterstützt werden, was besonders Shooter-Fans erfreuen dürfte, da eine Zielverfolgung ohne Bewegungsunschärfe viel leichter fällt. Hier macht sich die hohe Leuchtdichte des Displays positiv bemerkbar, da auch bei zugeschaltetem ULMB noch hohe 263 cd/m² gemessen werden. Wir haben diese Funktion bei dem Test-Tool „PixPerAn“ getestet, das unter anderem einen Lesbarkeitstest anbietet. Der Effekt ist enorm, da die Schrift selbst bei der 22. Stufe noch lesbar ist. Bei den meisten anderen Displays scheitert man schon bei Stufe 9, da ähnlich aussehende Buchstaben nicht mehr voneinander unterschieden werden können.

Asus Pg258q Monitor Ulmb
ULMB liefert sehr gute Ergebnisse zur Beseitigung von Bewegungsunschärfe

3D

Um das Feature-Feuerwerk zu vervollständigen, bietet der ASUS PG258Q auch noch 3D, sollte man im Besitz eines 3D-Vision Sets sein. Auch hier gibt es eine Verbesserung zum Vorgänger, da die Aktualisierungsrate jetzt 144 Hz beträgt. Das bedeutet 72 Hz pro Auge entgegen den damaligen 60 Hz. Das hört sich zunächst nicht nach so viel mehr an, aber in der Praxis kann man ein bedeutend flimmerfreieres Bild sehen, das die Augen viel weniger belastet. Natürlich ist auch „NVIDIA Lightboost“ implementiert und nimmt im 3D-Modus den Platz der Helligkeitseinstellungen ein.

Asus Pg258q Monitor 3d
Asus Pg258q Monitor Lightboost
Links 3D-Spielaufbau, rechts „Lightboost“, das im OSD-Menü den Platz der Helligkeitseinstellungen einnimmt

Das bringt im Gegensatz zu der fixen Helligkeitseinstellung aus früheren Tagen eine Menge mehr an Leuchtkraft, und selbst das 3D-Vision-Set der ersten Generation kann davon etwas profitieren.

Sound

Der ASUS ROG Swift PG258Q verfügt über keine Lautsprecher.

DVD und Video

Der ASUS ROG Swift PG258Q bietet für HD-Zuspieler wie HDTV-Empfänger, BD-Player oder Spielekonsolen einen HDMI-Anschluss. Audiosignale werden an den Kopfhörerausgang weitergeleitet oder müssen extern wiedergegeben werden.

Im GameVisual-Menü existiert ein „Kinomodus“ der aber mit 9830 Kelvin viel zu kühl geraten ist. Das liegt aber einzig an der Farbtemperatureinstellung, die in diesem Modus ab Werk auf „Kühl“ voreingestellt ist. Eine Änderung auf „Anwendermodus“ behebt das Problem und zeigt dann eine Farbtemperatur nahe D65. Zusätzlich sollte die Helligkeitseinstellung auf etwa 10 Prozent herabgesetzt werden, da das Display über eine sehr hohe Minimalhelligkeit verfügt.

Ein Videoabend dürfte allerdings eine recht einsame Geschichte werden, da aufgrund des eingesetzten TN-Panels die Blickwinkelstabilität stark zu wünschen übrig lässt. Besonders eine Änderung in vertikaler Richtung lässt die Bildqualität stark einbrechen.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Angeschlossen an einen BD-Player, werden HD- und HD-ready-Material richtig erkannt und bildschirmfüllend angezeigt. Auch SD-Material wird richtig auf die volle Bildschirmhöhe skaliert und durch Balken rechts und links seitengerecht angezeigt.

Laut Handbuch unterstützt der ASUS ROG Swift PG258Q kein Interlace. Wir haben das Gerät trotzdem an einen HDTV-Empfänger angeschlossen und waren positiv überrascht, da der ASUS zwar die effektive Auflösung von 1920 x 540 Pixel nennt, aber trotzdem ein Vollbild anzeigt.

Asus Pg258q Monitor Interlaced
Interlaced-Material in 1080i wird trotz Meldung von vertikalen 540 Pixel bildschirmfüllend dargestellt

Einige andere Geräte mit G-Sync-Modul haben hier gepatzt und zeigten ein vertikal gestauchtes Bild. Bei 576i zittert das Bild allerdings so stark, dass man sich damit keinen Film anschauen möchte. Deswegen sparen wir uns den Test, ob ein Deinterlacer verbaut wurde.

An der HDMI-Schnittstelle zeigt sich der ASUS wählerisch und nimmt nur Signale mit 50 und 60 Hz entgegen, die aber beide frei von Judder sind. Bei 24 Hz bleibt der Bildschirm schwarz, und die Meldung „Außer Bereich“ erscheint.

Overscan

Diese Funktion bietet das Gerät nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Auch die Wahl des Farbmodells oder des Signallevels ist nicht vorhanden. Es werden sowohl YCbCr-4:2:2-Signale als auch YCbCr-4:4:4-Signale unterstützt, aber nicht korrekt dargestellt. So zeigt der ASUS PG258Q auch hier PC-Level (Wertebereich 0-255) mit einem ausgewaschenen Bild.

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