Eizo S2111W-K (Prad.de)

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    Original von rincewinderstmal ein dickes Lob an das Prad-Team und den oder die Tester. Der Test ist wirklich sehr ausführlich.


    Vielen Dank, war auch sehr arbeitsintensiv! :D


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    Und er hat mich davon abgebracht mir den s2111w zuzulegen. Warum sollte ich so viel Geld für ein Widescreendisplay ausgeben, wenn die Fläche, die für die ernsthafte Bildbearbeitung nutzbar ist, der eines 19Zöllers entspricht? Da komm ich mit einem vernünftigen 19Zöller preislich besser und für die Paletten tut es auch die alte Röhre oder ein 08/15-TFT.


    Das muss jeder selbst entscheiden, aber ich sehe den S2111W gegenüber Deiner Lösung dort im Vorteil, wo es auf Pixeldichte und Platzbedarf ankommt. Die Pixeldichte des 21" ist höher (kleinere Pixel) als die eines 19", was entgegen weitläufiger Meinung ein grundsätzlicher Vorteil ist. Ein einzelner 21" Widescreen bietet zudem mehr Arbeitsfläche in TFT Qualität (Schärfe, Geometrie) und im Falle des S2111W eine kaum zu überbietende Maximalhelligkeit (einige brauchen das evtl). Nicht zuletzt nimmt er deutlich weniger Platz auf dem Schreibtisch ein, als ein zusätzlicher CRT, der nur die Paletten beherbergen soll. Und er bietet alles zusammengefasst im Sichtfeld und Mausfeld an, statt es weitläufig über zwei Monitore zu verteilen. Ich habe aber nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich Widescreen Geräte eigentlich erst ab 1920 x 1200 für richtig sinnvoll halte, darunter bevorzuge ich 4:3 Geräte mit 1600 x 1200 Auflösung.


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    Und dann ist mir noch ein Widerspruch aufgefallen:
    "Damit ist der Eizo S2111W-K auch für die semiprofessionelle Bildbearbeitung interessant."
    "Wer ...semiprofessionelle Grafikarbeiten macht, wird mit dem Eizo S2111W-K nicht ganz zufriedengestellt"


    Das ist vielleicht unglücklich formuliert, aber auch aus dem Zusammenhang gerissen. Denn vor dem ersten Satz steht:


    Farbtemperatur und Tonkurven können verlustfrei an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Damit ist der Eizo S2111W-K auch für die semiprofessionelle Bildbearbeitung interessant.


    Sprich: Die im mittleren Preissegment immer noch selten anzutreffende Möglichkeit Gammawerte auf Hardwareebene und sogar durch manuel definierte Tonkurven anzupassen, macht ihn für die Bildbearbeitung sehr interessant. Andere Geräte (z.B. mein deutlich teurerer VP2330) bieten das nicht! Die Probleme mit der Gamma-Inhomogenität werden aber diejenigen Nutzer, die gerade auf dieses Feature bauen nicht ganz zufrieden stellen.


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    Und dann hab ich gar nix mehr verstanden, denn beim Test des HP schreibt ihr trotz so einer Kurve (siehe Bild 1 unten):
    "Die subjektive Bildqualität ist sehr gut: Bei Farbverläufen und Graustufen sind keine Streifen sichtbar",


    Dazu muss man bedenken, dass hier subjektive Bildqualität steht und die "Sichtbarkeit" stark vom geübten Auge und Anspruch des jeweiligen Testers abhängt. Da die Testartikel von verschiedenen Testern stammen und nachträglich noch auf bessere Lesbarkeit getrimmt werden, kann es durchaus zu unterschiedlichen Interpretationen kommen.


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    während beim Test des Eizo s1931 mit einer nahezu perfekten Kurve (siehe Bild 2 unten) folgendes steht:
    "Im Test konnten wir bei linearen Verläufen – insbesondere bei Grün- und Grauverläufen – feine Stufen feststellen, an denen die Farben nicht zu 100 Prozent gleichmäßig ineinander übergehen."


    Sind die Bilder vertauscht, ist die Erklärung falsch, oder wie kommt es zu dem Widerspruch?


    Hier kommt noch ein objektiver Punkt hinzu. Die RGB-Kennlinien zeigen zwar an wie weit die RGB-Ausgabe der Grafikkarte "verbogen" wurde um das Kalibrationsergebnis zu erreichen, aber diese Softwarekalibration
    ist immer mit Einschränkungen verbunden. Denn dabei macht die Kalibrationssoftware nichts anderes als das Erreichen des Ziel-Gammawertes (Form der Kurve) und der Ziel-Farbtemperatur (Abweichung der farbigen Linien voneinander) sicherzustellen. Je näher der Monitor ab Werk an den Zielvorgaben liegt, umso besser sollten Farbabstufungen nach der Kalibration aussehen. Wirklich fließende Verläufe sind aber nur ohne Softwarekalibration bei nativer Einstellung des Monitors erreichbar, und selbst dann hängt es noch stark von der Elektronik des Gerätes ab.


    Die Kurven suggerieren zwar, dass dabei quasi alle 256 Grauabstufungen bearbeitet werden, in der Realität schraubt die Software aber nur an einer begrenzten Anzahl von Grauwerten (an mehreren markanten Punkten der Verlaufskurve). Auch die Umsetzung der Software und die Elektronik des Kalibrationsgerätes spielt hier eine Rolle. In beiden Tests wurde die gleiche Kalibrationssoftware, aber verschiedene Kalibrationsgeräte genutzt. Aber nicht zuletzt wird die wiederum subjektive Einschätzung zweier verschiedener Reakteure mit zu der Diskrepanz beitragen. Trotzdem ist die subjektive Beurteilung wichtig, da Messergebnisse und Zahlenreichen auch nicht immer die sichtbare Realität widerspiegeln. So kann es also durchaus sein, dass die subjektiven Eindrücke sich von den Messkurven unterscheiden.


    Näheres sollten die Schreiber der entsprechenden Testartikel aber detailierter beantworten können, und sind dann auch besser in den entsprechenden Threads zu den genannten Monitorartikeln aufgehoben. ;)


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    Also versteht mich bitte nicht falsch, ich weiß eure Arbeit hier wirklich zu schätzen und ich will Euch mit meinen Fragen nicht vor den Karren fahren. Es wäre nur schön, wenn ihr die Unklarheiten beseitigen könntet.


    Kein Problem! 8) Die Tests sollen eine möglichst gute Entscheidungshilfe bieten, aber am Ende muss der Nutzer/Käufer immer noch selbst entscheiden, ob ihm die Flimmerkiste gefällt, die er am schlußendlich mehrere Monate bis Jahre vor der Nase stehen hat.


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    Frohe Ostern Euch allen!


    Dem schließe ich mich an! :)

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    Die im mittleren Preissegment immer noch selten anzutreffende Möglichkeit Gammawerte auf Hardwareebene und sogar durch manuel definierte Tonkurven anzupassen, macht ihn für die Bildbearbeitung sehr interessant. Andere Geräte (z.B. mein deutlich teurerer VP2330) bieten das nicht! Die Probleme mit der Gamma-Inhomogenität werden aber diejenigen Nutzer, die gerade auf dieses Feature bauen nicht ganz zufrieden stellen.


    Ok, dann hab ich das deshalb als Widerspruch wahrgenommen, weil ich das "Damit ist der Eizo S2111W-K auch für die semiprofessionelle Bildbearbeitung interessant." als eine Art Fazit zur Bildqualität aufgefasst habe. Ein solches Fazit sollte aber m. E. zum gleichen Schluß kommen, der auch im abschließenden Fazit zu finden ist: Für semiprof. Bildbearbeitung nicht ganz zufriedenstellend. Mein Fehler.


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    ... bevorzuge ich 4:3 Geräte mit 1600 x 1200 Auflösung.


    Mit ein bisschen Abstand betrachtet, treibt mich der Test auch eher in Richtung Eizo s2000/s2100 oder HP LP2065.


    Hast Du schon mal den Vergleich zwischen den besagten 3 Monitoren gehabt? Wenn ja, ist der HP viel schlechter als die beiden Eizos? (Ich brauche ihn vorrangig für Bildbearbeitung und hätte gerne ein homogen ausgeleuchtetes Panel mit möglichst großem Farbraum und Farbechtheit.)


    In meiner Nähe gibt es leider keine Läden, die Eizos ausgestellt haben (außer die Eizo-TN-Gurken). Und den HP hab ich auch noch nirgendwo gesehen. Ich will auch nicht in irgend einem Online-Shop nur mal so zum Testen 2 Monitore bestellen, von denen dann mindestens einer wieder zurückgeht und am Ende treibe ich einen bedauernswerten Händler wie Herrn F. in den Ruin (und das wollen wir ja alle nicht?!)


    Ich bin auch für andere Modellvorschläge offen, solange sie den Preisrahmen, der vom s2100 vorgegeben wird, nicht sprengen.

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    Wirklich fließende Verläufe sind aber nur ohne Softwarekalibration bei nativer Einstellung des Monitors erreichbar, und selbst dann hängt es noch stark von der Elektronik des Gerätes ab.


    Ist das der Vorteil von Hardwarekalibration (Monitorintern an der LUT) gegenüber Softwarekalibration z.B. mittels EyeOnePro?

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    Zum genauen Kalibrieren benötigt man grundsätzlich ein entsprechendes Kalibrationsgerät (wie auch in allen Tests angegeben). Wer sich den Testartikel zum Eizo durchliest wird dort aber deutlich darauf hingewiesen, dass man mit dem sRGB-Profil oder den Werkseinstellungen schon recht farbgenau im sRGB-Farbraum arbeiten kann. Das ist eigentlich eine der entscheidenden Neuerungen meines Artikels gegenüber früheren Tests und sollte auffallen! 8)


    Ohne Kalibrationsgerät stellst Du also das sRGB-Profil ein und regelst die Helligkeit nach Deinem Gusto. Im Artikel sind außerdem die RGB- und Helligkeitswerte angegeben mit denen unser Testgerät in der Bildschirmmitte 6500K Weißpunkt und 140 Cd/m² Leuchtdichte erreicht hat. Lesen bildet! ;)


    Ja, ist mir schon klar, dass man dafür ein Kalibrationsgerät braucht, was ich auch gelesen habe. Deutlich steht für mich aber nicht, dass das sRGB-Profil recht farbgenau ist. In der Tabelle sieht man ja schon deutliche Abweichungen, bei Blau bis zu 6 Stufen, wenn ich mich jetzt richtig erinnere.


    Mir gings im Prinzip auch nur darum, wie man sowas vielleicht auch ohne Kalibrationsgerät nachbessern kann. Muss man dafür in den Custom Modus gehen und dort alles einstellen? Ich dachte auch dran, dass man ja eure Kalibartionswerte vielleicht übernehmen könnte, die lassen sich doch alle in Werte ausdrücken, bis auf die Farbverschiebungen (6 Colors Control).


    BTW: Wenn ihr jetzt mit den neuen Testmethoden den S2100W testen würdet, würde das Ergebnis dann immer noch sehr gut bleiben oder auch auf gut herab gesetzt werden? Die Gamma-Verteilung ist beim dem S2100W wohl besser, aber würde die Bewertung trotzdem bleiben?

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    Original von agmorpheusJa, ist mir schon klar, dass man dafür ein Kalibrationsgerät braucht, was ich auch gelesen habe. Deutlich steht für mich aber nicht, dass das sRGB-Profil recht farbgenau ist. In der Tabelle sieht man ja schon deutliche Abweichungen, bei Blau bis zu 6 Stufen, wenn ich mich jetzt richtig erinnere.


    Mir gings im Prinzip auch nur darum, wie man sowas vielleicht auch ohne Kalibrationsgerät nachbessern kann. Muss man dafür in den Custom Modus gehen und dort alles einstellen? Ich dachte auch dran, dass man ja eure Kalibartionswerte vielleicht übernehmen könnte, die lassen sich doch alle in Werte ausdrücken, bis auf die Farbverschiebungen (6 Colors Control).


    Im Durchschnitt kann man aber bereits ganz gut damit arbeiten, bessere Farbgenauigkeit kannst Du ohne Kalibrationsgerät nicht erreichen! Es gibt keine "Werte" die Du bei Deinem Gerät übernehmen kannst. Es gibt nur die RGB- und Helligkeitswerte, die wir zur Kalibration des Weißpunktes am Gerät eingestellt haben. Und selbst die sind nur mit leichten Einschränkungen auf andere S2111W Geräte übertragbar, da sich die einzelnen Geräte eines Modells durch Serienstreuung voneinander unterscheiden können. Und wenn Du nochmal genau hinsiehst, steht dort auch, dass unsere Kalibration vor allem den Grauverlauf korrigieren konnte, während die Abweichung der Grundfarben (und hierbei wird nur die intensivste Grundfarbe gemessen) aufgrund des leicht von sRGB abweichenden Farbraums bestehen bleibt. Der Monitor kann das intensivste Blau des sRGB-Farbraums einfach nicht darstellen, da kann man nichts dran drehen, die Abweichung von über 6 deltaE bleibt.


    Alle weiteren Kalibrationseinstellungen werden anhand des erstellten Kalibrationsprofils von der Software direkt über die Grafikkarte vorgenommen. Dieses Kalibrationsprofil weiterzugeben macht aber auch keinen Sinn, da es im Grunde nur für genau ein Gerät exakt erstellt wurde. Und selbst da muss man regelmäßig nachkalibrieren und die Bedingungen bedenken (Raumtemperatur, Laufzeit des Geräts etc). Das ganze geht jetzt aber deutlich zu weit, und betrifft die Grundlagen der Kalibration. Wer sich damit nicht auskennt, der braucht es auch nicht! Das erfreuliche am S2111W ist, dass er auch ohne Kalibration einigermaßen gut für den sRGB-Farbraum vorbereitet ist.


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    BTW: Wenn ihr jetzt mit den neuen Testmethoden den S2100W testen würdet, würde das Ergebnis dann immer noch sehr gut bleiben oder auch auf gut herab gesetzt werden? Die Gamma-Verteilung ist beim dem S2100W wohl besser, aber würde die Bewertung trotzdem bleiben?


    Keine Ahnung! Schick ihn mir mal vorbei, dann teste ich ihn nochmal durch. :P Sprich, woher sollen wir das wissen, wenn wir ihn nicht entsprechend getestet haben? Ansprüche ändern sich, Methoden ändern sich, Bewertungssysteme ändern sich und auch unser eigenes technisches Knowhow ändert sich. Deshalb können wir aber nicht alle alten Tests wiederholen. Wer die Artikel genau liest findet dort wesentlich detailiertere Informationen als ein vereinfachtes ++, das kann man zur Grundlage für seine Kaufentscheidung machen.


    Das einzige was sich beim S2100W sehr sicher ändern würde ist die Bewertung des Farbraums. In Zukunft werden wir wohl nur solchen Geräten ein "Sehr Gut" beim Farbraum geben, die einen deutlich größeren Farbraum als sRGB abdecken. Bis vor kurzem galt das nur für TFT mit LED-Backlight, aber es kommen immer mehr Geräte mit Widegamut-CCFL (92% NTSC Abdeckung) zu bezahlbaren Preisen auf den Markt (z.B. NEC LCD2690WUX). Die Messlatte wird also höher gelegt.


    In diesem Test zum S2111W haben wir diverse technische Hintergründe zu neuen Funktionen und einige Mängel aufgedeckt. Da wir den Ingenieuren in Fernost aber nicht ständig über die Schulter schauen, können wir das nicht für jedes Gerät leisten.

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    Eizos teure Grafikerdisplays werben mit einer Methode durch gezielte Pixelansteuerung lokale Leuchtdichte-Inhomogenität auszugleichen. Die Technik ist bei Eizo also vorhanden.


    Sag mal bitte welches Du meinst - CE210W hat das nicht zufällig(wäre ja "nur" ca 200Euro teuer)?

  • Nach meinem Verständnis entspricht der CE210W im Grunde einem S2110W, inklusive Hardwarekalibrierung.


    Der CG211 Premium Edition wirbt hingegen u.a. mit:


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    Digital Uniformity Equalizer (DUE) korrigieren Bildpunkt für Bildpunkt Ungleichmäßigkeiten von Luminanz und Chrominanz. Das gilt für alle Tonwerte von 0 bis 255. So erreicht der 21-Zoll-Bildschirm eine exakte Farbtonwiedergabe, insbesondere bei schwierigen Mitteltönen und Tiefen sowie im gesamten Bildbereich.


    Details finden sich in Eizos Whitepapers.

  • re: rincewind


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    Sag mal bitte welches Du meinst - CE210W hat das nicht zufällig


    Nein, der hat das nicht.


    Gemeint ist EIZOs ColorGraphics TFT-Serie (CG).



    Gruß



    @edit: Ups, da war der Timur schneller. :D

  • Danke Timur und dem Prad-Team für den wirklich erstklassigen Test - das Warten und Bangen hat sich gelohnt! :)


    Timur: Sind dir beim Testen irgenwelche Flimmer-/Mustereffekte von der Pixelansteuerung aufgefallen? Stichwort "Inversion" - falls du dich an die Threads erinnerst, die immer wieder mal aufgetaucht sind.


    Vom Vorgängermodell (S2110W) kenne ich 2 Exemplare, die diesen (mich sehr störenden) Effekt nicht zeigen. Von daher interessiere ich mich besonders für den S2111W. Mich juckts schon gewaltig in den Fingern. ;)


    Danke und Gruß
    Sebastian

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    Original von rincewind


    Ist das der Vorteil von Hardwarekalibration (Monitorintern an der LUT) gegenüber Softwarekalibration z.B. mittels EyeOnePro?


    Ja! Hardwarekalibration verändert arbeitet auf Ebene der Monitor-LUT (im Falle des S2111W eine 10 Bit LUT mit 1024 Abstufungen pro Farbkanal), während Softwarekalibration auf Ebene der Grafikkarten-LUT arbeitet (in der Regel eine 8 Bit LUT mit 256 Abstufungen pro Farbkanal).


    Da auf Grafikkartenebene mit ihren 8 Bit keine weiteren Abstufungen zur Verfügung stehen, müssen beim Korrigieren welche Verworfen werden. Also z.B. vereinfacht:



    Der Monitor mit seiner 10 Bit LUT macht das ähnlich, muss aber dafür kein Banding erzeugen, da er neben den 256 dargestellten Abstufungen noch weitere (insgesamt 1024) zur Verfügung hat, er kennt also Zwischentöne. Gleiches Beispiel wie oben:


    - Stelle RGB 128/128/128 nicht mehr als 512/512/512, sondern als 512/512/508 dar. Gleiche die anderen mittleren Farbstufen entsprechend an, ohne die Zahl der dargestellten Farbabstufungen zu verringern.


    - Stelle RGB 64/64/64 nicht mehr als 102/102/102 sondern durch 108/108/108 dar. Gleiche die anderen dunklen Farbstufen entsprechend an, ohne die Zahl der dargestellten Farbabstufungen zu verringern.


    Das ist auch der Hauptvorteil der hardwareseitigen Gamma-Einstellung des Eizo. Beim Verstellen des Gammawertes direkt am Monitor bleiben alle 256 Abstufungen erhalten, beim Verstellen des Gammawertes über die Grafikkarte müssen Abstufungen verworfen werden! Somit bringt der S2111W durch seine 10 Bit LUT und Gammaeinstellungen auch bei Softwarekalibration schon Vorteile, die andere Monitore nicht bieten. Schade, das die Gammaverteilung so inhomogen ist.


    Das One Eye Pro ist übrigens mit entsprechender Software und Hardware auch zur Hardwarekalibration geeignet, der Monitor muss die direkte Ansteuerung über die Software nur zulassen, das machen bis jetzt nur teure Geräte.

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    Original von rincewindHast Du schon mal den Vergleich zwischen den besagten 3 Monitoren gehabt? Wenn ja, ist der HP viel schlechter als die beiden Eizos? (Ich brauche ihn vorrangig für Bildbearbeitung und hätte gerne ein homogen ausgeleuchtetes Panel mit möglichst großem Farbraum und Farbechtheit.)


    Kann ich leider nichts zu sagen. Der Farbraum der meisten Consumer-Geräte bewegt sich im sRGB-Bereich, und selbst diesen decken sie oft nicht ganz ab. So langsam kommen aber Geräte mit Widegamut Hintergrundbeleuchtung auf den Markt (Stichwort 92% NTSC).

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    Original von CyberSeb Timur: Sind dir beim Testen irgenwelche Flimmer-/Mustereffekte von der Pixelansteuerung aufgefallen? Stichwort "Inversion" - falls du dich an die Threads erinnerst, die immer wieder mal aufgetaucht sind.


    Wie bei vielen TFT sind beim S2111W durch die Inversion leichte Schachbrettmuster bei bewegten Bildern erkennbar (wenn man weiß worauf man achten muss), diese flimmern aber nicht. Mir ist aber kein augenscheinliches Flimmern aufgefallen, auch nicht durch die 8 Bit + FRC (Frame Rate Control) Farbdarstellung. Im Gegensatz zu 6 Bit + FRC Geräten sieht man bei 8 Bit Geräten weniger Flimmern der Ditheringmuster, da die umgeschalteten Farben näher beieinander liegen (der Monitor kennt mehr Abstufungen).

  • Hallo, ich möchte kurz auch etwas zum S2111W sagen, da ich das Gerät gekauft, aber aufgrund eines stark ausgeprägten Kontrastunterschiedes auf der linken Bildschirmseite wieder zurückschicken musste.


    Zuerst, der Test war sehr gut und umfassend, aber offenbar unterliegen diese Geräte doch einer grösseren Serienstreuung als man allgemein annimmt.
    Denn den S2111W den ich hier bei mir Zuhause kurze Zeit testen konnte (habe ihn so schnell wie möglich wieder zurückgeschickt) wies wirklich eklatant große Unterschiede, was die Farbstabilität, den Kontrast sowie die Blickwinkelstabilität betrifft auf.
    Das gesamte linke Drittel der Bildschirmfläche wies schlicht und einfach deutlich mehr Kontrast, Helligkeit sowie blassere Farben auf als der Rest der Bildschirmfläche.
    So zb die blauen Ränder der prad.de Seite: rechts blau wie zu erwarten, links viel helleres blau welches schon fasst in gräuliche übergeht.
    oder ein schlichter Felsen in Serious Sam 2: in der Bildmitte noch dunkelbraun mit schwarzen Strukturen wird links zu einem hellbraunen Felsen mit grauen Strukturen.


    Insgesammt hat diese Eigenart für mich den gesamten subjektiven Bildeindruck nachhaltig und in wirklich jeder Situation zunichte gemacht, leider denn das gerät hat mir ansonsten sehr gut gefallen.

  • Hallo zusammen,


    mit welchem Programm kann man sich denn die Abtastraten des USB Ports ansehen bzw. sogar einstellen?
    Würde gern mal meinem Kensington USB Hub auf den Zahn fühlen...


    Danke im Voraus



    mfg
    Noxolos

  • Wir haben die USB-Rate der Maus mit "Mouserate" gemessen. Einstellen kann man die Rate nicht direkt unter Windows, sondern muss auf Patches wie den "USB Mouse Rate Switcher" zurückgreifen.

  • Ich habe es befürchtet, der 2110 ist aus dem Programm genommen und der 2111 ist einfach schlechter in wesentlichen Punkten. Das selbe Drama wie beim 1910er der mit dem 1931 einfach keinen passenden Nachfolger bekommen hat.


    Schade. Ich habe überhaupt keine Lust mehr mir, nach diesem Test ,einen 2111er zu kaufen.


    Eizo ersetzt gute Geräte mit schlechteren Geräten. Muss ich das verstehen? Mich interessiert bei hochwertigen TFTs nur eines: Gleichmäßige Ausleuchtung, Farbabstufungen, KEINE Geräusche (imho sind die Ursache dafür lausige Traffos, bei billigen Geräten also üblich, bei Eizo absolut nicht akzeptabel). Darüber hinaus ist das laggen beim Overdrive auch etwas, dass ich in der Form sonstwo erwarte, aber nicht bei Eizo.


    Irgendwie macht Eizo mit den neuen Geräten seinen eigenen Ruf zu nichte.


    Hat jemand nen Tipp für andere gute Monitore? Das Ding soll für semiprofessionelle Grafik taugen (d. h. ich bin zwar Deisgner, aber betreibe aber keinen reinen Bildbearebitungsplatz der einen kalibrerten Monitor voraussetzt, farbabstufungen etc. sind aber relevant) und ab und zu zum zocken.


    1910 und 2110 waren bisher meine Favoriten. Aber Eizo muss diese Geräte ja aus der Produktion nehmen udn durch schlechteres ersetzten. Sowas will ich nicht wirklich durch den kauf dieser Geräte belohnen.
    :(


    Allein dieser schwachsinnige 3000:1 Kontrast. Diese Augenwischerei ist es nicht was ich suche.


    --- Nachtrag ---


    Noch ein paar Fragen (an den Tester):


    "Sensortasten mit leichten Abnutzungserscheinungen der Lackierung."


    Gibt es dazu auch ein vergrößetes Bild auf dem man das erkennen kann?
    :)

  • Ist doch ganz logisch warum EIZO gute Produkte durch schlechtere ersetzt:
    Geiz ist geil Mentalität, überall wo man hinblickt.
    Den Käufern/Konsumenten wurde eingeredet billig bzw. geizig ist gut, die wollen also nicht mehr ausgeben und die Firmen sind ja auch nicht uneigennützig müssen den Preis drücken und fangen dann an hier und dort zu sparen. Sie möchten ja weiterhin ihren Gewinn halten.
    Am Anfang merkt es der Kunde noch nicht, aber irgendwann kommts ans Tageslicht.
    Warum wohl hat Eizo den M 1950 (in der Schweiz z.B. erhältlich , nachfolger des 1910) erst gar nicht in Deutschland eingeführt?
    Die Kundschaft honoriert einfach nicht, dass man für Qualität mehr ausgeben muss.
    Ich hatte offensichtlich Glück mit meinem S2111 W keine Geräusche, gleichmäßige Ausleuchtung etc..
    Bleibt dann nur zu Fragen wie langer erhält.

  • @betawa: Du darfst den Test des S2111W nicht mit dem des Vorgängers vergleichen, da wir deutlich kritischer getestet haben. Ich würde das mit dem schlechteren Nachfolgeprodukt zumindest beim S2111W nicht unterschreiben.


    Beim S1931 ist hingegen an den Einstellungsmöglichkeiten gespart worden. Der S2111W bietet umgekehrt mehr Features als sein Vorgänger und ich hoffe, dass Eizo diese Gammaproblematik mit der nächsten Revision in den Griff kriegt. Außerdem musst du berücksichtigen, dass du bei anderen Geräten eine schlechtere Helligkeitsverteilung hast, die zu ähnlichen Effekten bei der Grafikbearbeitung führt. In der Mitte kannst du beim S2111W auch gut arbeiten.


    Generell ist es aber sicherlich so, dass auch Eizo sich der Geiz-ist-geil-Mentalität anpasst, wie am M1950 zu sehen.

    _.+*" Mind Expanding Species "*+._.+*" Estar De Viaje "*+._


    "Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen."

  • Das was rinaldo eben nochmal wiederholt hat wurde nun schon zum dritten Mal von Prad-Redakteuren beteuert.


    Deswegen verstehe ich es nicht, wenn trotzdem immer wieder der S2111 pauschal als schlechter abgestempelt wird. Zählt für manche hier nur ob da nun "sehr gut" oder "gut" drunter steht, nicht aber die Begründung und wieso es beim neueren Modell wg. anderer Testbedingungen nur zu einem gut gereicht hat?