Lesertest EIZO EV2795: Office-Monitor mit perfektem KVM-Switch
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Lesertester ist vom KVM-Switch und der automatischen Helligkeitsanpassung mittels EcoView schwer begeistert (Werbung)

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Optik und Mechanik

Bei der Optik und der Mechanik habe ich vor allem einen Vergleich zu meinen beiden aktuellen Monitoren sowie den Lenovo T2324PA in meinem Büro gezogen. In den folgenden Abbildungen sind die Weiterentwicklungen bei EIZO in den letzten knapp zehn Jahren gut zu sehen.

Generationentreffen (Front). Links EV2795, rechts EV2333
Generationentreffen (Front). Links EV2795, rechts EV2333
Generationentreffen (Rückseite). Links EV2333, rechts EV2795
Generationentreffen (Rückseite). Links EV2333, rechts EV2795

Als Erstes fällt der dünne Rahmen des EV2795 auf. Obwohl der EV2795 mit 27 Zoll weitaus größer ist als der EV2333 mit 23 Zoll, wirkt er dank des dünnen Rahmens nicht so viel größer. In 7 lässt sich auch erahnen, dass der neue EV2795 eine nicht vollständig matte Display-Oberfläche besitzt und etwas mehr spiegelt im Vergleich zum älteren EV2333. Die Mechanik des Standfußes wirkt auf den ersten Blick unterschiedlich, beim EV2333 bewegen sich aber auch drei Elemente, die in der Abbildung der Seitenansicht des EV2795 zu sehen sind.

Die Mechanik besitzt beim EV2795 genau die richtige Balance zwischen Leichtigkeit und Stabilität. Insbesondere im Vergleich zu den Lenovo-Monitoren in meinem Büro ist auch die Stabilität auffällig. Während die Lenovo-Monitore relativ schnell wackeln, sobald der Untergrund sich bewegt, steht der EV2795 unbeeindruckt da. Ansonsten habe ich den Standfuß und die Verstellmöglichkeiten nicht eingehender untersucht, da ich von vornherein geplant hatte, den EV2795 über den VESA-Mount an meinen Monitorhalter zu befestigen.

 Montage des Haltearms mithilfe der beigefügten Schrauben
Montage des Haltearms mithilfe der beigefügten Schrauben
Detailaufnahme des Lüftungsschlitzes
Detailaufnahme des Lüftungsschlitzes

Hier neuer TextDer Lüftungsschlitz wurde geschwungen realisiert, und mit der Mulde in der Mitte lässt sich der Monitor sehr gut einhändig tragen.

Seitenansicht des EV2795
Seitenansicht des EV2795

Der Monitor ohne Standfuß wiegt knapp unter 6 kg, und ich konnte ihn damit ohne Probleme an meine Monitorhalterung mit zwei Monitor-Armen installieren, die ein Maximalgewicht von 8 kg pro Monitorarm halten kann.

Gewicht des EV2795 ohne Standfuß
Gewicht des EV2795 ohne Standfuß

Anschlüsse

Die Anschlüsse vor allem in Kombination mit dem integrierten KVM-Switch sind die für mich herausragenden Eigenschaften des EV2795. Neben einem DisplayPort- sowie HDMI-Anschluss kann der USB-C-Port als Signaleingang gewählt werden. Über den USB-C-Eingang kann zusätzlich das angeschlossene Gerät mit bis zu 70 Watt geladen werden. EIZO bewirbt entsprechend den EV2795 als Monitor mit erweiterten Docking-Funktionen. Da auch eine Netzwerkkarte von Realtek integriert ist, muss im Idealfall z. B. für einen Laptop nur ein Kabel angesteckt werden. Die gesamte Peripherie kann über die insgesamt drei USB-A-3.0-Downstream-Ports angeschlossen werden. Dank Daisy-Chain-Ausgang, der über einen weiteren USB-C-Downstream-Port realisiert ist, kann ein Multi-Monitor-Betrieb ebenso direkt genutzt werden.

Das Besondere am EV2795 ist jedoch der USB-B-3.0-Upstream-Port, mit dem im Grunde neben dem USB-C-Upstream-Port ein zweiter PC/Laptop angeschlossen werden kann. Den internen KVM-Switch hat EIZO meiner Meinung nach recht simpel und deswegen genial implementiert. Sobald als Signaleingang der USB-C-Upstream-Port gewählt wird, nutzt der angeschlossene Rechner entsprechend die USB-A-3.0-Downstream-Ports. Sobald ein anderer Signaleingang ausgewählt wird, wechselt der EV2795 automatisch auf den USB-B-3.0-Upstream-Port. Ich hatte im Grunde alles einfach angeschlossen, und alles hatte direkt out of the box funktioniert. Ich dachte, dass ich zumindest den KVM-Switch manuell über ein Menü einstellen muss und war umso erfreuter, dass beim Design des EV2795 mitgedacht wurde. Diese Lösung ist in meinen Augen elegant und simpel umgesetzt und erfordert entsprechend kaum Eingriffe vom Nutzer.

Anschlüsse des EV2795
Anschlüsse des EV2795

Dank der Anschlüsse in Kombination mit dem KVM-Switch konnte ich mein Home-Office-Setup stark vereinfachen.

Interessant ist auch, dass in den anderthalb Wochen, in denen ich den EV2795 bisher genutzt habe, die Verbindung mit der integrierten Netzwerkkarte problemlos funktioniert hat. Bei meinem Philips 241B7Q habe ich ca. alle anderthalb bis zwei Wochen die Verbindung über die Netzwerkkarte direkt beim Start nicht initialisiert bekommen, und ich musste meist meinen Arbeits-Laptop neu starten. Ich kann jetzt nicht sagen, ob das ein Problem von Windows 10 ist, das mit einem Update in der Zwischenzeit behoben wurde.

Bedienung

Die Bedienung, die in meinen Augen auch sehr durchdacht implementiert wurde, trägt ebenso dazu bei, dass ich den EV2795 während meiner täglichen Arbeit kaum wahrnehme. Der EV2795 setzt auf Touchtasten, die bis jetzt immer sehr zuverlässig und vor allem schnell reagiert haben. Beim OSD habe ich mich relativ schnell heimisch gefühlt, da sie der Verteilung der Tasten meines alten EV2333 sehr ähnlich sind. Im Grunde musste ich nur zwei Anpassungen vornehmen:

  1. Daisy-Chain einschalten
  2. Presets auf „sRGB“ einstellen

Alle anderen Einstellungen, insbesondere die des EcoView, habe ich so übernehmen können.

Touchtasten mit oberster Menüebene
Touchtasten mit oberster Menüebene
Einstellung der unterschiedlichen Presets
Einstellung der unterschiedlichen Presets
Einstellungsparameter für EcoView
Einstellungsparameter für EcoView
Einstellungsmenü
Einstellungsmenü

EcoView kenne ich vom EV2333 und ist für mich tatsächlich ein wichtiges Feature. Aufgrund der sich wechselnden Lichtverhältnisse ist eine Anpassung der Helligkeit für mich unerlässlich, da die Augen ansonsten bei zu hell oder zu dunkel eingestelltem Monitor schnell ermüden und ich täglich mehrere Stunden vor dem Display sitze. Die Implementierung ist hervorragend gelungen, als Nutzer geschieht die Anpassung komplett unbemerkt. Der EV2795 zeigt mir eher sogar an, wenn mein Zweitmonitor zu hell oder zu dunkel für die Lichtverhältnisse eingestellt ist. Beim Philips 241B7Q behelfe ich mir, indem ich zwischen den Modi „Büroarbeit“ und „Sparmodus“ manuell hin und her schalte. Der EV2795 fungiert dabei als „Benchmark“, und sobald ich große Unterschiede zwischen beiden Monitoren feststelle, passe ich den Philips an. Im Vergleich zu meinem alten EV2333 ist die Bandbreite zwischen hellster und dunkelster Stufe viel größer.

Die Bedienung des EV2795 geht auch leichter von der Hand im Vergleich zu meinem Philips 241B7Q. Generell ist der EV2795 schneller betriebsbereit, sei es aus dem ausgeschalteten Zustand oder aus dem Standby-Modus. Die Touchtasten reagieren bis jetzt immer prompt auf eine Eingabe – beim Philips kann es mal passieren, dass ich anscheinend den Druckpunkt nicht erwische.