Lesertest LG 27QN880-B: Integration ins ergonomische Home-Office
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Bei der Anschlussvielfalt bleiben kaum Wünsche offen. USB-C mit Power-Delivery überzeugt im Test vollends (Werbung)

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Mechanik des Monitor-Arms

Nach zwei Wochen kann ich sagen, dass die Mechanik des Monitor-Arms und des Standfußes mich nicht vollends überzeugen. Anfänglich dachte ich, dass sich die Mechanik noch etwas einspielen muss. Der Arm und das Halbkugelgelenk, die das Display tragen, sind zu „schwerfällig“. Vielleicht sind meine Erwartungen zu hoch. Mein ca. 30 Euro teurer Monitor-Arm, an dem ich vor ein paar Jahren ebenfalls ein 27-Zoll-Display nutzte, ging leichtläufiger von der Hand. Was ist also genau das Problem? Besonders die Neigung des Displays nach vorne und hinten erfolgt „hakelig“ und hat etwas Spiel. Ursache für den Spielraum ist die One-Click-Aufhängung. Für die hakelige Einstellung des Neigungswinkels zeichnet das Halbkugelgelenk verantwortlich. Natürlich muss es fest genug sein, damit das Display nicht nach vorne fällt. Dennoch bin ich nicht 100 % überzeugt. In der Alltagsnutzung stört dies aber nicht gravierend. Häufig stelle ich den Neigungswinkel nicht neu ein.

1-Click-Aufhängung, wenn das Display hängt
1-Click-Aufhängung, wenn das Display hängt
1-Click-Aufhängung, wenn das Display vorne angehoben ist
1-Click-Aufhängung, wenn das Display vorne angehoben ist

Möchte ich das Display ganz nach hinten an das Ende des Schreibtisches schieben, erfolgt dies zu einer Seite sehr leichtgängig. Die Positionierung des gesamten Gerätes auf die gegenüberliegende Seite indes erfordert, dass ich das Mittelelement des Schwenkarms einmal über die 180 Grad des Schwenkbereichs „hinausbreche“. Wie sieht das aus? Entweder mache ich dies händisch am Gelenk selbst, oder ich bewege das Display mehrmals hin und her, bis ich die 180 Grad überschritten habe. Auch hier gibt es keine großen Einschränkungen in der Alltagstauglichkeit, da ich das Display selten bis an den hinteren Rand des Schreibtischs schiebe, und dann ist mir die Seite, auf der sich der Bildschirm befindet, meist egal.

Der genannte Anwendungsfall kann eintreten, wenn ich meinen Schreibtisch „frei“ vom Computer haben möchte, um mich zum Beispiel auf eine Lernaufgabe zu konzentrieren. Dennoch führte die etwas schwerfällige Mechanik im Testzeitraum dazu, dass sich die Klemmmechanik am Standfuß um ca. 1 cm verschoben hat. Die Klemmschraube bekomme ich händisch nicht fester angezogen. Hier muss gegebenenfalls mit einer Zange nachgeholfen werden.

Der Standfuß verrutscht durch die mechanische Einwirkung
Der Standfuß verrutscht durch die mechanische Einwirkung
Der Abstand an der Rückseite auf beiden Seiten ist unterschiedlich
Der Abstand an der Rückseite auf beiden Seiten ist unterschiedlich

Etwas enttäuscht bin ich vom Standfuß. Schon beim Anschrauben an die Tischplatte konnte ich feststellen, dass dieser nicht ganz im Lot steht. Leider hat er auch Spiel. Natürlich darf er nicht 100 % fest sein, da er sonst nicht drehbar wäre, aber er wirkt dadurch etwas „billig“. Eventuell ist dies auch die Ursache für oben beschriebenes Phänomen, dass sich die Halteplatte verschoben hat.

Der Standfuß beim Aufbau macht einen leicht schrägen Eindruck
Der Standfuß beim Aufbau macht einen leicht schrägen Eindruck

Die Höheneinstellung und das Schwenken des Monitors gehen derweil einfach von der Hand. In höchster Position schwebt das Display ca. 240 mm über der Tischplatte. In niedrigster Einstellung sind es rund 115 mm.

Geräuschentwicklung

Ein stiller Arbeitsplatz

Ich konnte weder in verschiedenen Helligkeitseinstellungen noch am Netzteil Geräusche wahrnehmen. Das habe ich schon anders erlebt. Netzteilfiepen bei verschiedenen Bildwiederholungsraten kann besonders im Büro-Einsatz nervig sein. Positives Feedback von meiner Seite.

Ausstattung

Alles, was man benötigt

Anschlussseitig überzeugt der LG 27QN880-B mit einem DisplayPort-Eingang (Standard), zwei HDMI-Eingängen (Standard), einem Klinke-Audio-Ausgang in 3,5-mm-Ausführung, zwei USB-A-Ports und einer USB-C-Schnittstelle. Auf mitgelieferte Kabel bin ich bereits weiter oben eingegangen. Das fehlende Audiokabel möchte ich hier dennoch erwähnen. Aufgrund der Länge des Monitor-Arms musste ich mir ebenfalls kurzfristig ein neues Klinkenkabel zulegen, um meine externen Lautsprecher anschließen zu können. Empfehlenswert sind hier mindestens 2 m, je nachdem wo diese aufgestellt sind. Durch den Einsatz von HDMI und USB-C kann ich erfreulicherweise auf zusätzliche Audio-Kabel von Laptop und Desktop-PC zu meinen Lautsprechern verzichten.

Die intern verbauten Lautsprecher sind wie eigentlich alle in Monitore verbauten Klanggeber nicht der Erwähnung wert. Sie sind ausreichend, um ein gelegentliches Videotelefonat zu führen oder YouTube-Videos zu schauen. Für einen längeren Einsatz fehlen ihnen Tiefen, Höhen und Mitten. Also eigentlich alles. Sie schaffen es nicht, eine Bühne aufzubauen. Für einen Büromonitor sind sie ausreichend.

Die Power-Delivery-Funktion des USB-C-Anschlusses kann ich als wahren Segen bezeichnen. Schon lange wollte ich das unnötige ThinkPad-Netzteil verbannen. Die Ladefunktion verrichtet ihren Dienst tadellos. Einbußen bei der Ladegeschwindigkeit stelle ich keine fest.