DFP

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DFP ist die Abkürzung für „Digital-Flat-Panel“ ; im Mai 1998 werden Pläne über neue Anschlüsse für LCD-Monitore laut: Grafikkarten könnten danach schon bald wieder zwei verschiedene Ausgänge haben: Eine von Grafikchip-Hersteller ATI ausgehende Digital-Flat-Panel-Initiative bemüht sich, einen Standard für eine speziellen LCD-Monitor-Schnittstelle zu bestimmen und der VESA zur Standardisierung vorzuschlagen. Mit von der Partie sind unter anderem Compaq, Fujitsu, Acer, ViewSonic, Mag und 3M (www.dfp-group.org).

Hintergrund: Schließt man einen LCD-Monitor an die VGA-Schnittstelle an, geht das Signal einen doppelten Umweg. Zunächst wird das digitale Signal auf der VGA-Karte in ein analoges Signal umgewandelt, um dann im LCD-Monitor wieder digitalisiert zu werden. Der Anschluss soll dagegen das digitale Signal direkt an der Grafikkarte zur Verfügung stellen, so dass die technisch aufwendige und mit Qualitätsverlusten behaftete Signalwandlung entfällt.

Die Standardisierung von DFP erfolgte im Februar 1999 durch die VESA, im Gegensatz zu zum späteren DVI konnte sich DFP jedoch nicht durchsetzen. Es wurden nur eine geringe Menge an Grafikkarten- und Monitormodelle, die DFP-Anschlüsse besaßen, produziert.

DFP nutzt das TMDS-Protokoll, was auch bei DVI zum Einsatz kommt, zur Datenübermittlung. DFP-Monitore können per Adapter auch an DVI-Grafikkarten angeschlossen werden und umgekehrt. Die maximale Auflösung beträgt bei DFP 1280×1024 Bildpunkte bei einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz oder 800×600 Bildpunkte bei 85 Hz. Die maximale Länge eines DFP-Kabels beträgt 5 m.

 

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... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

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