LG: 4K-OLED-Fernseher für 2020 detailliert enthüllt (Update)

Insgesamt vier Modellserien geplant, jede davon mit Dolby Vision IQ, HDMI 2.1, ALLM und Dolby Atmos

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(Originalmeldung vom 04.03.2020, 12:31 Uhr) LG nutzt seine hauseigene Convention in Frankfurt am Main diese Woche für eine detaillierte Enthüllung seiner für dieses Jahr geplanten Fernseher. Nachdem wir bereits einen Blick auf das 8K-OLED-Flaggschiff ZX warfen (siehe PRAD-News LG ZX: Preise, Termine und Details zur 8K-OLED-Serie), geht es nun um die 4K-OLED-Modellreihen BX, CX, GX und WX. Laut Datenblättern unterscheiden sie sich Feature-seitig nur in Nuancen voneinander. Geboten werden jeweils ein a9-Prozessor der dritten Generation, der niedriger auflösende Inhalte über einen Algorithmus auf 4K hochskalieren kann.

LG WX-Serie (Bild: LG)
OLED65WX9LA: 65-Zoll-Fernseher mit 4K, OLED und Dolby Vision IQ (Bild: LG)

Pixel-Dimming, Dolby Vision IQ, AirPlay 2, HomeKit, Alexa, Google Assistant, webOS 5.0 und zwei TV-Tuner für DVB-C/-S2/-T2 HD gehören ebenfalls jeweils zur Ausstattung. GX und WX haben ein 4.2-Soundsystem mit 60 Watt an Bord. Käufer eines BX- und CX-TVs müssen sich mit einem 2.2-Soundsystem und 40 Watt zufriedengeben. Dolby Atmos beherrschen jedoch alle Modelle. Gleiches gilt für Bluetooth 5.0, CI+ und WLAN 802.11ac. HDMI 2.1 mit ALLM („Auto Low Latency Mode“) bieten ebenfalls alle Neuheiten – bis auf die WX-Reihe sogar durchgehend mit G-Sync-Kompatibilität, FreeSync-Unterstützung (erst über ein für 2020 geplantes Firmware-Update), VRR („Variable Refresh Rate“) und 120 Hz Bildwiederholfrequenz. CX, GX und WX verfügen über vier Schnittstellen dieser Art, die BX-Serie über je zwei HDMI-2.1- und HDMI-2.0-Anschlüsse.

Preise und Erscheinungstermine hat LG zu den meisten 4K-OLED-Modellen ebenfalls bereits verkündet:

OLED65WX9LA ab April 2020 für 4.999 Euro
OLED77GX9LA ab Mai 2020 für 7.999 Euro
OLED65GX9LA ab April 2020 für 3.999 Euro
OLED55GX9LA ab April 2020 für 2.499 Euro
OLED77CX9LA ab Mai 2020 für 6.999 Euro
OLED65CX9LA ab April 2020 für 3.099 Euro
OLED55CX9LA ab April 2020 für 2.299 Euro
OLED48CX9LB ab Mai 2020 für 1.799 Euro

Die BX-TVs sollen in den Größen 55 und 65 Zoll veröffentlicht werden. Wann und zu welchen Anschaffungskosten, ist noch unklar. Ebenso fraglich ist, warum LG beim OLED65WX9LA auf VRR verzichtet, obwohl es eigentlich fester Bestandteil des HDMI-2.1-Standards ist.

Nachtrag (27.05.2020, 13:27 Uhr): Der 48-Zöller OLED48CX9LB hat sich anscheinend auf Juni 2020 verschoben, was diverse Händerlistungen bestätigen. Neuere Informationen zur HDMI-2.1-Lage bei den 2020er-Fernsehern von LG finden Sie derweil in der PRAD-News LG: HDMI-2.1-Einschränkungen bei vielen 2020er-TVs). (Quelle: FlatpanelsHD)

Nachtrag (13.07.2020, 13:13 Uhr): LG liefert nun eine neue Firmware (Version 03.10.20) für CX- und GX-Modelle aus, die neben AirPlay-Verbesserungen das versprochene FreeSync nachreicht. Es handelt sich um FreeSync Premium, das folglich auf LFC („Low Framerate Compensation“) zurückgreifen kann, um auch unterhalb der klassischen Sync-Range Tearing zu eliminieren. Anders als im PC-Bereich ist bei Fernsehern übrigens anscheinend kein FreeSync Premium Pro nötig, um Tearing auch bei aktivem HDR zu verhindern. (Quelle: FlatpanelsHD)

Nachtrag (08.09.2020, 12:44 Uhr): Bei aktiviertem VRR scheint es auf 2020er-OLED-Modellen von LG zu unschönen Helligkeitsänderungen zu kommen. Der eigentlich tiefe Schwarzwert der Panel-Technologie wirkt in bestimmten Spielszenen dann ausgewaschen und gräulich. In manchen Fällen könne es zudem zu einem Bildflackern kommen, wenn das Sync-Feature eingeschaltet ist. Dem Hersteller sei die Problematik bereits bekannt – ob jedoch zeitnah ein Firmware-Update geliefert wird, das eine Lösung bereithält, ist noch ungewiss. Bis dahin wird geraten, für Spiele beim Game-Preset zu bleiben, da die beschriebenen Effekte so am wenigsten auffällig sein sollen. Wer trotzdem überhaupt nicht damit klarkommt, muss VRR wohl oder übel vorerst abgeschaltet lassen. (Quelle: Forbes via 4K Filme)

Nachtrag (09.09.2020, 13:31 Uhr): Ersten deutschen Händlerlistungen zufolge dürfte die BX-Serie noch in diesem Monat auf den Markt kommen. Erste Straßenpreise belaufen sich auf 1.799 Euro (55 Zoll) bzw. 2.799 Euro (65 Zoll).

Nachtrag (11.09.2020, 12:56 Uhr): LG-Fernseher ab Baujahr 2016 und mit webOS werden nun mit einer App für den Musik-Streamingdienst Amazon Music ausgestattet. Auch in Europa soll mit der Auslieferung bereits gestartet worden sein. Wer möchte, kann die App via Sprachsteuerung nutzen. (Quelle: FlatpanelsHD)

Nachtrag (23.09.2020, 10:58 Uhr): Nicht nur oben genannte VRR-Problematik macht manchen Besitzern eines modernen LG-TVs aktuell zu schaffen. Auch das G-Sync-Feature arbeitet nicht überall einwandfrei. Wer einen PC mit GeForce RTX 3080 per HDMI 2.1 an das Gerät klemmt und Spiele bei 4K und 120 Hz genießen möchte, hockt womöglich vor einem schwarzen Bildschirm. Bei 60 Hz trete der Fehler hingegen nicht auf. Angeblich werkle LG bereits an einem Firmware-Update, das in den nächsten Wochen verteilt werden soll. (Quelle: Caschys Blog)

Nachtrag (28.09.2020, 14:13 Uhr): Für die G-Sync-Problematik sei bereits ein Firmware-Update verfügbar, das von LG jedoch nicht über übliche Wege verteilt werde. Betroffene könnten sich stattdessen direkt an ihren regionalen Hersteller-Kundendienst wenden, um es zu erhalten. Möglich allerdings, dass das Ganze absehbar in ein größeres Firmware-Update integriert und dann doch noch an alle offiziell verteilt wird. (Quelle: Caschys Blog)

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1 KOMMENTAR

  1. Warum LG beim OLED65WX9LA auf VRR verzichtet?
    Das ist leider nicht alles, was beim OLED65WX9LA fehlt: kein G-SYNC, kein FreeSync und kein VRR. Und das ist immer noch nicht alles, was fehlt. Es wird beim OLED65WX9LA lediglich die Black Frame Insertion mit 60 Hz (OLED Motion) unterstützt – die OLED Pro Motion mit 120 Hz nicht. “Dank OLED Motion Pro wird Action-geladene Sport flüssig und klar angezeigt“ informiert LG Marketing. Muss man befürchten, dass z.B. die Bundesliga Spiele im LG 65 WX nicht flüssig laufen werden? GX Modelle und sogar die preiswertesten CX Modelle unterstützen alle diese Funktionen. Gibt es dafür Gründe?

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