LG OLED TV R: Ausrollbarer OLED-Fernseher wird teuer (Update)

Neben einer Standvariante ist eine Ausführung für die Deckeninstallation geplant

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(Originalmeldung vom 13.01.2020, 12:05 Uhr) Auf der CES 2019 kündigte LG mit dem OLED TV R einen ausrollbaren OLED-Fernseher an (PRAD-News: Ausrollbarer 4K-Fernseher OLED TV R von LG). Die Eckdaten umfassten damals eine 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel), eine Diagonale von 65 Zoll, eine Dolby-Atmos-Soundbar und einen Alpha-9-Prozessor der zweiten Generation. Im Laufe des vergangenen Jahres tauchte das Modell im Rahmen von Kunstinstallationen auf diversen Messen auf (PRAD-News: LG OLED TV R als Teil einer Kunstinstallation), wurde jedoch bis heute nicht auf dem Markt veröffentlicht.

LG OLED-TV-Kunstinstallation (Bild: LG)
OLED TV R: Ausrollbarer OLED-Fernseher soll 2020 erscheinen (Bild: LG)

Aktuellen Informationen von der CES 2020 zufolge sei inzwischen ein Alpha-9-Prozessor der dritten Generation integriert und eine (US-)Markteinführung im zweiten oder dritten Quartal 2020 geplant. Der Verkaufspreis soll 60.000 US-Dollar (~ 53.955 Euro) betragen, was jedoch noch nicht offiziell bestätigt wurde. Zum Vergleich: In ähnlichen Kostenbereichen sind die 98 Zoll großen 8K-QLED-Fernseher Samsung GQ98Q950R und Samsung QE98Q950R angesiedelt. Innovation hat eben ihren Preis.

Der OLED TV R oder Signature RX, wie er auch genannt wird, kommt in Form eines minimalistischen Designermöbels. Das flexible OLED-Panel kann per Fernbedienung komplett oder teilweise herausgefahren werden und zeigt bei Bedarf auf einem Viertel der Fläche Informationen wie das aktuelle Wetter, die Uhrzeit oder Foto-Slideshows an. Auf Tastendruck ist auch ein komplettes Einrollen des Bildschirms möglich, sodass er vollständig im Möbelgehäuse verschwindet – dies kann etwa beim Musikhören oder bei längerer Abwesenheit Sinn ergeben. Musikstücke können per Bluetooth via Smartphone oder Tablet übertragen werden.

Laut LG sei der OLED TV R auf 50 000 Ein- und Ausrollvorgänge getestet worden. Bei zehnmaligem Ein- bzw. Ausrollen pro Tag würde das also fast 14 Jahre Nutzungsdauer bedeuten – sofern andere Komponenten nicht vorher ihren Geist aufgeben sollten. Eine Sprachsteuerung ist über Alexa oder Google Assistant möglich. Auf einen ATSC-3.0-Tuner oder Adaptive Sync werden Käufer hingegen verzichten müssen. Neben dem Standgerät ist übrigens auch eine Variante für die Deckeninstallation geplant. (Quelle: CNET via Caschys Blog)

Nachtrag (11.03.2020, 11:21 Uhr): Einem Bericht zufolge habe LG Probleme mit einer Glassubstratschicht bei der Herstellung ausrollbarer OLED-Panels. Das dünne Material sei sehr fragil und nach wie vor teuer, weshalb das Unternehmen nun angeblich mit Alternativen experimentiere. Ein möglicher Ersatz könnte Polyimidsubstrat sein, ein leichter und robuster Kunststoff, der jedoch wiederum eine Umstellung des Produktionsprozesses erfordern würde, da er nicht besonders hitze- oder chemiebeständig ist. Am oben genannten voraussichtlichen Auslieferungstermin des OLED TV R soll sich übrigens trotz der widrigen Umstände nichts geändert haben. (Quelle: THE ELEC)

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