Test AOC Agon PD27 – Top-Gaming-Monitor im Porsche-Design
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Bewertung

ab 911,49 €
4

(GUT)

Fazit

Auf dem Schreibtisch macht der AOC Agon PD27 auf jeden Fall mächtig was her. Hier hat die deutsche Designschmiede ganze Arbeit geleistet. Herausgekommen ist ein völlig anderes Tragekonstrukt als die üblichen „Kunststoffständer“, was ihm jede Menge Exklusivität verleiht. Auch der Rest des Designs wirkt sehr hochwertig und minimalistisch. Die Show-Beleuchtung ist schlussendlich reine Geschmackssache, findet aber bestimmt ihre Anhänger. Abzüge in der B-Note gibt es allerdings für die Fernbedienung, die auf so einem hohen Level nicht die genannten Mängel aufweisen sollte.

Der AOC Agon PD27 ist für die Bildverarbeitung erst nach einer Kalibrierung empfehlenswert. Zwar zeigt die sRGB-Emulation ein gutes Ergebnis, doch ist die Helligkeitseinstellung wie bei vielen Displays fix und lässt sich nicht konfigurieren. Eine Leuchtdichte von 355 cd/m² ist für die EBV einfach viel zu hell. Die Messung in den Werkseinstellungen zeigt hier nur ein befriedigendes Ergebnis. Nach einer Kalibrierung ist das Resultat allerdings gut. Auch die Farbreinheit und die Helligkeitsverteilung liegen auf einem guten Niveau.

Besonders düstere Filme sind auf einem so kontraststarken VA-Panel natürlich sehenswert, und auch die Farben wirken sehr schön und natürlich. Zudem wird an unseren Zuspielgeräten direkt der richtige Signallevel gewählt. Das Ergebnis der Bilddarstellung bricht allerdings in den Blickwinkeln ein. Da der AOC Agon PD27 über eine 1000-R-Krümmung verfügt, verlässt man noch schneller die Bildachse und erhält dann ein ausgewaschenes Bild mit ungesättigten Farben. Daher eignet sich das Display eher für einen Filmabend in kleinerer Runde. Für Cineasten wird leider kein 24-Hz-Support geboten. Der HDR-Effekt ist für ein DisplayHDR-400-Gerät wiederum schon sehr ordentlich.

Der AOC Agon PD27 ist ein Hochleistungssportler für den Spielbetrieb, der eine hohe native Aktualisierungsrate von 240 Hz erreicht. Dafür sollte natürlich auch ein leistungsstarkes System vorhanden sein, um solche Sphären zu erreichen. Die Reaktionszeit liegt auf einem ordentlichen Niveau, und der Motion-Blur sinkt bei steigender Aktualisierungsrate. Zudem wird die sehr kurze Gesamtlatenz von 2,4 ms auch E-Sportler mehr als ausreichen. Die Möglichkeit, die Blur-Reduction-Option „MBR“ selbst bei 240 Hz nutzen zu können, dürfte Freunde schneller Shooter gefallen.

Mit einem derzeitigen Straßenpreis von rund 750 Euro ist der AOC Agon PD27 nicht gerade ein Schnäppchen im Vergleich zu anderen Monitoren, die eine ähnliche Performance bieten. Doch werden sich bestimmt Käufer finden, die gern einen Bildschirm mit Porsche-Design besitzen wollen. Insgesamt macht das Modell alles richtig und verpasst knapp eine sehr gute Gesamtwertung, denn dafür ist der Energieverbrauch schlichtweg zu hoch.

Testlogo AOC Agon PD27

Hinweis in eigener Sache: PRAD erhielt den Agon PD27 leihweise von AOC zu Testzwecken. Herstellerseitig gab es weder eine Einflussnahme auf den Testbericht noch eine Verpflichtung zur Veröffentlichung oder eine Verschwiegenheitsvereinbarung.

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