Test AOC 27P2C – Guter und günstiger Home-Office-Monitor

27 Zoll großer Office-Bildschirm, der neben hervorragenden ergonomischen Fähigkeiten mit schnellen Reaktionszeiten, einer guten Bildqualität und einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten kann

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Einleitung

In seiner P2-Serie will das taiwanische Unternehmen AOC vor allem mit professionellen Features überzeugen. Zur Erweiterung der P2-Reihe wurden bereits letztes Jahr sechs neue Bildschirme angekündigt. Allen gemein ist ein blickwinkelstarkes IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel), 75 Hz Bildwiederholrate und 250 cd/m² Helligkeit. Die Reaktionszeit liegt durchweg bei 4 ms (Grau zu Grau).

Zwei von ihnen (24P2C und 27P2C) verfügen über einen USB-C-Port für die unkomplizierte Übertragung von Bildinformationen sowie Daten und Strom über ein einziges USB-C-Kabel. Der in den P2-Modellen integrierte KVM-Switch ermöglicht den Nutzern zudem das Umschalten von Tastatur und Maus zwischen zwei PCs, die über USB-C und USB-Hub-Uplink angeschlossen sind.

Im Test haben wir hier den 27P2C. Für ein 27-Zoll-Display ist die Full-HD-Auflösung natürlich schon etwas mager. Dafür ist das Gerät mit umfangreichen Ergonomie-Funktionen ausgestattet, verfügt über augenschonende Technologien wie einen Blaulichtfilter und eine flimmerfreie Hintergrundbeleuchtung und ist vor allem mit nur 235 Euro (zum Zeitpunkt der Testerstellung) ausgesprochen günstig zu haben.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des AOC 27P2C.

Lieferumfang

Beim Lieferumfang lässt sich AOC nicht lumpen und legt neben einem Stromkabel ein vollständiges Set an Videokabeln bei (DisplayPort, HDMI, USB-C). Um den zweiten Upstream des USB-Hubs (Typ B) und damit den KVM-Switch zu nutzen, muss man sich hier allerdings separat ein Kabel besorgen.

Lieferumfang des AOC 27P2C
Lieferumfang

Handbuch, Treiber, Standardfarbprofil und diverse Zusatz-Software konnten wir uns problemlos direkt über die Produkt-Website besorgen. Eine CD liegt aber ebenfalls bei.

Optik und Mechanik

Der AOC 27P2C wird in einem sehr flachen Karton geliefert. Dadurch wird nur wenig Stellfläche benötigt. Das Herausziehen macht dagegen bei solchen Geräten wenig Freude.

Die Montage folgt dem üblichen System. Zunächst wird das Standbein auf der Display-Rückseite eingerastet. Anschließend wird die Bodenplatte aufgesetzt und mittels Flügelschraube werkzeugfrei fixiert. Per Knopfdruck kann das Standbein jederzeit einfach und schnell wieder gelöst werden. Die Montage an einer alternativen Halterung ist nach VESA 100 x 100 möglich.

Montage des Standbeins (Fuß am Monitorarm)
Montage des Standbeins
Fixierung von Arm und Fuß mit Flügelschraube
Fixierung mit Flügelschraube

Entsprechend dem Einsatzzweck als Arbeitstier ist das Design des AOC 27P2C schlicht gehalten und verzichtet auf optische Effekte. Das Display selbst hinterlässt in puncto Verarbeitung einen recht soliden Eindruck. Die Rückseite der Kunststoffverschalung ist leicht gewölbt. Die Oberfläche ist überwiegend glatt und bietet daher wenig Angriffsfläche für Staubablagerungen.

Ansicht des Displays von vorne in der höchsten Stellung
Ansicht vorn in der höchsten Stellung
Ansicht des Displays von hinten in der höchsten Stellung
Ansicht hinten in der höchsten Stellung
Ansicht des Displays von vorne in der niedrigsten Stellung
Ansicht vorn in der niedrigsten Stellung
Ansicht des Displays von hinten in der niedrigsten Stellung
Ansicht hinten in der niedrigsten Stellung

Von vorn betrachtet wirkt das Design fast rahmenlos – zumindest oben und an den Seiten. Unten ist der Rahmen knapp 2,5 cm breit. Oben und an den Seiten kommt zum nur 2 mm breiten Rahmen des Gehäuses noch einmal ein 5 mm breiter Rahmen durch den nicht zur Bildwiedergabe genutzten Rand des Panels hinzu. Insgesamt fällt der dadurch entstehende schwarze Rand mit 7 mm aber immer noch sehr gering aus.

Zur Drehung des Displays hat AOC in der Bodenplatte unten einen rutschfest gummierten Drehteller aus Kunststoff angebracht (siehe Abbildungen zur Montage). Das ist zwar eine recht einfach gestrickte, aber durchaus funktionale Lösung. Die Abbildungen unten zeigen nur eine 45°-Drehung. Tatsächlich ist damit ohne großen Kraftaufwand eine 180°-Drehung jeweils in beide Richtungen möglich.

Display mt Ansicht 45°-Drehung nach links
Ansicht 45°-Drehung nach links
Display mit Ansicht 45°-Drehung nach rechts
Ansicht 45°-Drehung nach rechts

Auch sonst kann man sich über den Umfang der Ergonomie-Funktionen nicht beklagen. Die Höhenverstellung ist um 15 cm möglich, und das Display lässt sich dabei fast bis auf die Bodenplatte absenken. Die Neigungsverstellung ist mit einem Spielraum von -5 bis +35° auf modernem Stand. Auch der Pivot-Schwenk ins Hochformat ist problemlos möglich.

AOC 27P2C mit Ansicht seitlich
Ansicht seitlich
AOC 27P2C mit Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel nach hinten
Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel nach hinten
AOC 27P2C mit Ansicht Pivot seitlich
Ansicht Pivot seitlich
AOC 27P2C mit Ansicht Pivot von vorn
Ansicht Pivot von vorn

Alle Ergonomie-Funktionen lassen sich angenehm leichtgängig und stabil einstellen. Allerdings merkt man der Mechanik durchaus die kostenoptimierte Produktion an. Beispielsweise fiel zumindest bei unserem Testgerät auf, dass das Display und die Vorderkante der Bodenplatte nicht parallel zueinander verlaufen. In manchen Abbildungen war daher nicht zu vermeiden, dass das Gerät immer etwas schief zu stehen scheint.

Standbein des AOC 27P2C
Standbein

Während sich die Rückseite des Standbeins kühl anfühlt und komplett aus Aluminium zu bestehen scheint, findet man an anderen Stellen (Bodenplatte außen, Display-Aufhängung etc.) auch sehr viel – teils scharfkantigen – Kunststoff. Das Geräusch bei der Höhenverstellung verrät ebenfalls, dass man hier nicht im Chefsessel Platz genommen hat.

Öffnung im Standbein des AOC 27P2C zur Kabelführung
Öffnung im Standbein zur Kabelführung

Das Netzteil ist beim AOC 27P2C fest in das Gehäuse integriert. Sogar ein dedizierter Netzschalter ist vorhanden. Trotz des integrierten Netzteils fällt der Lüftungsschlitz oberhalb der Standbein-Aufhängung sehr dezent aus, ermöglicht aber zum Teil den weniger schönen Blick auf die Innereien des Gerätes.

Lüftungsschlitze auf der Monitorgehäuserückseite
Lüftungsschlitze

Im Normalbetrieb konnten wir weder hier noch sonst wo eine nennenswerte Erwärmung feststellen. Bei zusätzlicher Belastung durch die Stromversorgung externer Geräte über den USB-C-Anschluss kann sich das eventuell ändern.

Unangenehme Gerüche sind uns beim AOC 27P2C ebenfalls nicht aufgefallen.

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim AOC 27P2C keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby wie auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos – unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 142 W 20,05 W
Betrieb typisch 23 W
140 cd/m² k. A. 13,55 W
Betrieb minimal k. A. 11,59 W
Energiespar­modus (Standby) 0,3 W < 0,18 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,3 W < 0,13 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) k. A. 0 W

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

AOC nennt im Handbuch einen Maximalverbrauch von 142 Watt und einen typischen Bedarf von 23 Watt. Nach unseren Messungen liegt die maximale Leistungsaufnahme bei voller Helligkeitsstufe nur bei 20,05 Watt.

Im Standby messen wir den Verbrauch mit unter 0,18 Watt. Mittels des Soft-off-Schalters lässt er sich sogar noch etwas unter 0,12 Watt drücken oder alternativ mit dem vorhandenen Netzschalter komplett kappen.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 13,55 Watt an, die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu ausgezeichneten 2,1 cd/W.

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen sind alle modernen Video-Eingänge je einmal vorhanden: HDMI 1.4, DisplayPort 1.2 und USB-C mit DP-Alt-Mode. Der USB-C-Eingang dient zugleich als Upstream für den USB-Hub und zur Stromversorgung externer Geräte. Zusätzlich ist ein zweiter Upstream-Port vom Typ B vorhanden.

Dank des integrieren KVM-Switches können so Tastatur, Maus und Monitor zwischen zwei Computern geteilt werden. Beim Wechsel der Eingangsquelle werden auch die angeschlossenen USB-Geräte zum jeweils anderen PC mit übernommen. Der USB-Hub verfügt über insgesamt vier Downstream-Ports.

Anschlüsse des AOC 27P2C
Anschlüsse

Zwei davon sind neben den anderen Anschlüssen auf der Rückseite angebracht und eignen sich eher für dauerhafte Verbindungen. Zwei weitere USB-3.0-Ports sind gut zugänglich in einem kleinen Erker links hinter dem Rahmen versteckt. Audio-Signale können wahlweise über die integrierten Lautsprecher oder über den Kopfhörerausgang wiedergegeben werden.

USB-3.0-Ports des AOC 27P2C
USB-3.0-Ports

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