Test BenQ EX3210R: Gaming-Monitor mit 1000-R-Krümmung
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32-Zoll-Monitor mit VA-Panel besitzt Lautsprecher und einen Subwoofer für einen ansprechenden Sound

OSD

Bevor auf das eigentliche OSD zugegriffen werden kann, wird ein kleines Schnellmenü angezeigt. Dort werden die aktuellen Einstellungen (1) und der Signaleingang angezeigt (2). Als Schnellauswahl sind die Modi (3) hinterlegt, die folglich schnell gewechselt werden können. Die folgenden Schnelloptionen (4) können für jedes Szenario getrennt festgelegt werden. Zum Beispiel kann im Spielemodus der Overdrive-Wert und im Standard-Modus die Helligkeit interessanter sein. Der letzte Abschnitt (5) öffnet das eigentliche OSD.

OSD: Schnellmenü (Quelle: BenQ-Handbuch)
Schnellmenü (Quelle: BenQ-Handbuch)

Sieben Reiter besitzt das Hauptmenü. Der erste umfasst nicht nur die Wahl des Eingangssignals, sondern es kann jedem Anschluss noch ein Szenario („Standard“, „Game“, „Cinema“) zugeteilt werden. Diesen Szenarien lassen sich unterschiedliche Eigenschaften zuweisen, darunter die erwähnten Schnellfunktionen, die im zweiten Reiter bestimmt werden können.

Der dritte Reiter bietet Zugriff auf die verschiedenen Bildmodi, die teilweise auch angepasst werden können. Fast alle Bildeinstellungen wurden dort weit verschachtelt untergebracht, sowohl die Farbeinstellungen, aber beispielsweise auch der Overdrive-Modus oder die Einschaltung des Helligkeitssensors.

OSD: Bildeinstellungen (Quelle: BenQ-Handbuch)
Bildeinstellungen (Quelle: BenQ-Handbuch)
OSD: Systemeinstellungen (Quelle: BenQ-Handbuch)
Systemeinstellungen (Quelle: BenQ-Handbuch)

Den drei folgenden Reitern haben wir einen eigenen Abschnitt gewidmet und gehen dort genauer auf die Einstelloptionen ein. Abgeschlossen wird das OSD-Menü mit den Systemeinstellungen. Dort kann zum Beispiel die Anzeigedauer des OSDs, die Auto-Abschaltung oder die Darstellung von nicht nativen Auflösungen festgelegt werden.

Eye Care

Dem Abschnitt „Eye Care“ im OSD widmen wir uns extra, da dort mehrere Funktionen gebündelt wurden.

Der Blaulichtfilter verringert den Blauanteil des Bildes, um die Augen beim längeren Lesen zu schonen. Eingestellt werden kann dieser Effekt in 20 Stufen. Ein weißes Bild erscheint bei höheren Werten dadurch deutlich gelblicher. Diese Option besitzen mittlerweile fast alle Monitore auf dem Markt, interessanter fanden wir daher den Rot- und Grünfilter, die für Menschen mit Farbsehschwächen eingesetzt werden können, um diese Farben einfacher unterscheiden zu können. Eingestellt werden können beide Filter getrennt voneinander, ebenfalls in 20 Stufen. Wir konnten bei beiden Filtern den gleichen Effekt beobachten. Sie sorgen dafür, dass eine rote Farbe eher als Rosa wahrgenommen wird. An der grünen Farbe konnten wir dagegen kaum eine Veränderung ausmachen.

Eye-Care-Optionen im OSD (Quelle: BenQ-Handbuch)
Eye-Care-Optionen im OSD (Quelle: BenQ-Handbuch)

Die Funktion „Bright Intelligence Plus“ (B.I.+) – und damit der Helligkeitssensor – kann nur genutzt werden, wenn sie im Farbmodus aktiviert wurde. In allen vordefinierten Spielemodi ist dies nicht möglich, aber zum Beispiel im Modus „Benutzer“ oder „M-Book“. Wird die Funktion aktiviert, können viele andere Bereiche dagegen nicht mehr manuell einstellt werden. Dies betrifft neben der Helligkeit und dem Kontrast zum Beispiel auch die Farbtemperatur und den Gammawert.

Der Helligkeitssensor kann in der Empfindlichkeit angepasst werden, damit er zum Beispiel nicht schon bei geringeren Lichtänderungen eine Anpassung der Monitorhelligkeit vornimmt. Sobald der BenQ EX3210R die Helligkeit ändert, wird ein kleines Auge in der unteren rechten Ecke eingeblendet und die Helligkeit stufenweise angepasst. Die Anpassung erfolgt bei extremen Änderungen allerdings so schnell, dass sie wahrnehmbar ist. Vor allem für den Einsatz im Homeoffice, bei dem die Lichtverhältnisse im Raum häufiger wechseln, stellen wir uns diese Funktion praktisch vor. Anwender, die vor allem die Farbeinstellungen selber vornehmen möchten, und auch Spieler, die einen der vordefinierten Modi nutzen wollen, können oder sollten diese Funktion dagegen nicht verwenden.

Helligkeitssensor mittig im Frontrahmen des BenQ EX3210R
Helligkeitssensor mittig im Frontrahmen

Die letzte Option ermöglicht eine automatische Anpassung der Farbtemperatur abhängig von der Nutzungszeit, um eine Überanstrengung der Augen zu vermeiden. Nutzbar ist diese Funktion allerdings nur, wenn B.I.+ nicht verwendet wird. Einstelloptionen gibt es in diesem Bereich nicht, und es wird im Handbuch auch nicht beschrieben, was vorgenommen wird und wie viel Zeit dafür verstrichen sein muss. Wir konnten selbst nach längerer Nutzung nur einen kleinen Effekt wahrnehmen, der in etwa mit der Aktivierung des Blaulichtfilters vergleichbar war.

Beleuchtung

Auf der Rückseite befinden sich vier Bereiche mit LEDs, die verschiedene Farbeffekte anzeigen können. Eine Synchronisierung mit einem bestehenden Beleuchtungssystem des PCs scheint leider nicht möglich zu sein. Es muss daher aus den vorhandenen Optionen im OSD gewählt werden.

OSD: Einstelloptionen der rückseitigen Beleuchtung (Quelle: BenQ-Handbuch)
Einstelloptionen der rückseitigen Beleuchtung (Quelle: BenQ-Handbuch)

Einstellbar sind die Farben Gelb, Orange, Rot, Rosa und Lila sowie zwei Blau- und zwei Grüntöne. Diese können entweder dauerhaft, aber auch pulsierend, wechselnd oder als Morsecode dargestellt werden. Es ist außerdem möglich, für verschiedene Szenarien des Monitors eine unterschiedliche Farbe zu definieren.

Orange Beleuchtung der Displaygehäuserückseite
Orange Beleuchtung der Rückseite

Die Ausleuchtung der einzelnen Bereiche ist gleichmäßig und die Stärke der Beleuchtung auch ausreichend hell, um sie gut wahrnehmen zu können. Aufgrund des recht großen Abstands von der hinteren Schreibtischkante bis zum eigentlichen Bildschirm kann die Beleuchtung dagegen nicht wahrgenommen werden, wenn das Gerät vor einer weißen Wand steht und von vorn betrachtet wird. Der Effekt kann daher andere Personen beeindrucken, nicht aber den Anwender direkt vor dem Bildschirm.

Christian Kraft

... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

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