Test EIZO CG2700S: Bildbearbeitung in Perfektion
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Der 27-Zoll-Monitor der ColorEdge-Serie begeistert auf breiter Front und macht mittels eingebauter Sonde ein externes Kolorimeter unnötig

Messungen

Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Diagramm: Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB
Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der Adobe-RGB-Emulation mit Adobe RGB

Vergleich der Adobe-RGB-Emulation mit Adobe RGB
Vergleich der Adobe-RGB-Emulation mit Adobe RGB

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Vergleich der ECI-RGB v2-Emulation mit ECI-RGB v2

Diagramm: Vergleich der ECI-RGB v2-Emulation mit ECI-RGB v2
Vergleich der ECI-RGB v2-Emulation mit ECI-RGB v2

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Die Farbraumtransformationen werden präzise umgesetzt. Das ermöglicht eine definierte Darstellung auch abseits des ICC-Workflows. Die Emulation von ECI-RGB v2 zeigt den im Ergebnis relativ farbmetrischen Rendering-Intent: Tonwerte innerhalb des Monitorfarbraums werden ideal umgerechnet. Alle anderen Tonwerte landen auf der Farbraumgrenze.

Zum Vergleich haben wir ECI-RGB v2 noch einmal mit deaktiviertem Gamut-Clipping simuliert. Hier kommt es zwangsläufig zu erhöhten Abweichungen auch in Bereichen, die innerhalb des Monitorfarbraums liegen. Dafür bleibt der volle Tonwertumfang des zugespielten Signals erhalten.

Vergleich der ECI-RGB v2-Emulation mit ECI-RGB v2 Gamut-Clipping Aus
Vergleich der ECI-RGB v2-Emulation mit ECI-RGB v2 Gamut-Clipping Aus

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Kolorimeter-Korrektur

Das einem Kolorimeter zugrundeliegende Messprinzip ist dem menschlichen Auge entlehnt. Dabei wird die spektrale Empfindlichkeit des CIE-Normalbeobachters über fotoelektrische Empfänger mit vorgeschalteten Filtern nachgestellt. Aufbau und Abstimmung der Filter (mindestens drei, oft aber auch mehr) sind von entscheidender Bedeutung für die erreichbare Messgenauigkeit. Aufgrund verbleibender Differenzen sind Korrekturmaßnahmen erforderlich, die sich jeweils auf bestimmte Referenzmonitore mit charakteristischen Emissionsspektren beziehen.

In den Preferences verbirgt sich unter dem Punkt „Measurement Device“ die von EIZO in ColorNavigator hinterlegte Korrektur für die unterstützten Kolorimeter.

Korrektur für Kolorimeter
Korrektur für Kolorimeter

Die Weißpunkt-Abweichung – in Bezug auf das von uns als Referenz eingesetzte i1Pro 2 – liegt für das i1Display Pro Plus nach der Korrektur bei dE = 2,6. Ohne weitere Korrektur verringert sich die Abweichung auf dE = 1,4. Dabei wird aber offensichtlich nicht auf die generische Charakterisierung von X-Rite zurückgegriffen. Die beste Deckung erzielen wir mit der Charakterisierung für GB-r-LED-Hintergrundbeleuchtungen (RG_Phosphor_Family_25Jul12.edr). Für unser i1Display Pro liegen die Abweichungen bei dE = 1,7 (mit zusätzlicher Korrektur) bzw. 0,8 (ohne weitere Korrektur).

Natürlich ist das i1Pro, gleich in welcher Version, keine ideale Referenz. In der Vergangenheit erreichten wir mit der EIZO-Korrektur allerdings stets etwas bessere Resultate. Problematisch ist keine der genannten Abweichungen. Andere Einflussfaktoren und Einschränkungen von Farbmesstechnik und -metrik wiegen deutlich schwerer.

Eingebautes Messgerät

Das eingebaute Messgerät kann als separate Sonde in ColorNavigator ausgewählt werden. Es ermöglicht den vollständigen Verzicht auf eigenes Mess-Equipment und fährt nach Aktivierung automatisch im oberen mittleren Bereich aus.

Das eingebaute Messgerät in Aktion
Das eingebaute Messgerät in Aktion

Wir haben zu Testzwecken eine Kalibration und Profilierung mit dem eingebauten Messgerät durchgeführt und das Profil anschließend mit dem X-Rite i1Pro 2 validiert.

Profilvalidierung (eingebautes Messgerät unkorreliert => i1Pro 2)

Diagramm: Profilvalidierung (eingebautes Messgerät unkorreliert => i1Pro 2)
Profilvalidierung (eingebautes Messgerät unkorreliert => i1Pro 2)

Das Ergebnis überzeugt. Von der etwas erhöhten Weißpunkt-Abweichung sollte man sich nicht ins Bockshorn jagen lassen.

Wer die Messungen auf eine vorhandene Sonde abstimmen möchte, kann dies unkompliziert über die Korrelierungsfunktion verwirklichen. Zu diesem Zweck wird die gleiche Messreihe (RGBW) von interner und externer Sonde durchlaufen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine Korrektur, die automatisch in Form einer einfachen 3-x-3-Matrix angewendet wird.

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Profilvalidierung (eingebautes Messgerät korreliert => i1Pro 2)

Diagramm: Profilvalidierung (eingebautes Messgerät korreliert => i1Pro 2)
Profilvalidierung (eingebautes Messgerät korreliert => i1Pro 2)

Mittels des eingebauten Messgerätes kann der EIZO CG2700S turnusgemäß nachkalibriert werden. Das erhöht die Präzision zwischen vollständigen Kalibrations- und Profilierungsdurchläufen über ColorNavigator, die so auch seltener durchgeführt werden müssen.

Die Konfiguration ist einfach. Hat man den Bildschirm bereits kalibriert, sind die notwendigen Parameter bereits vermerkt. Der Benutzer muss nur noch das gewünschte Zeitintervall festlegen.

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Profilierung weiterer Anzeigegeräte (z. B. Tablets und Smartphones)

Eine weitere interessante Funktion ist die Profilierung externer Bildschirmgeräte wie beispielsweise Tablets oder Smartphones. Die Testfelder werden auf dem Zielgerät via Internetbrowser vollautomatisch angezeigt. Der notwendige Netzwerk-Port wird während der Konfiguration vom Benutzer spezifiziert. Die Ergebnisse können als Matrix- oder LUT-Profil gespeichert und natürlich auch für die Farbraum-Emulation verwendet werden.

Profilierung weiterer Anzeigegeräte
Profilierung weiterer Anzeigegeräte

Denis Freund

... ist seit 2008 dabei und hat Medieninformatik sowie Druck-/ Medientechnik studiert. Es ist für die Bereiche Farbmesstechnik, -metrik und -management zuständig und entwickelte die PRAD-Test-Software. Nach wie vor verfasst er Testberichte über Grafik-Monitore.

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1 Gedanke zu „Test EIZO CG2700S: Bildbearbeitung in Perfektion“

  1. Ist das Bild bei „Ausleuchtung“ mit dem DUE an oder aus? Es gibt danach im Text Bestnoten, aber das Bild zeigt dies ja so nicht. Ein Foto mit DUE aus und an wäre klasse.

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