Test Monitor A.C.T. Kern MT1904Z2U

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 19″
Pixelgröße [mm]: 0.294
Standardauflösung: 1.280 x 1.024
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 376 x 301 / 483
Videoeingang, Stecker: Sub-D analog, DVI-D digital
Bildfrequenz [Hz]: 50 – 80
max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: 24 – 80 / –
Farbmodi Preset/User: 2 / 1
LCD drehbar/Portrait Modus: Nein / Nein
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: Sub-D Kabel, DVI-D Kabel, Audiokabel,USB-Kabel, Netzteil extern
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 429,5 x 428 x 235
Gewicht [kg]: 7,3
Prüfzeichen: TCO 99, CE, GS, TÜV, ISO 13406-2
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: < 56 / – / 5

Einleitung

Im ersten Moment denkt man immer wieder, wie ein 19″ TFT in so einen kleinen leichten Karton passt. Aber es war tatsächlich der Precious Line MT-1904 in der Verpackung enthalten. Freundlicher Weise hat uns A.C.T. Kern dieses Gerät zu Testzwecken überlassen. Im Folgenden lesen Sie, wie uns das Gerät gefallen hat.

Lieferumfang

Hierzu gehören neben dem Monitor ein analoges und ein digitales Kabel, ein geschirmtes Audiokabel, ein Handbuch auf CD-ROM, ein externes Netzteil mit Kabel und ein USB-Kabel.

Das Gerät macht optisch einen ansprechenden Eindruck. Der Fuß ist standfest und erinnert irgendwie an einen Boomerang. Die Kabel werden seitlich am Fuß entlang geführt, was allerdings nicht weiter auffällt, da zwischen Display und Untergrund etwa ca. 8 cm Platz ist. Das Display kann nach vorne und hinten geneigt werden. Dabei ist schon ein etwas größerer Kraftaufwand nötig. Dem Monitor liegt keine Treiberdiskette bei und auf der CD-Rom befindet sich nur das Handbuch. Eine Software zum Einstellen des Monitors ist nicht vorhanden. Auf der Internetseite ist zwar ein Downloadlink für Treiber verfügbar, allerdings ist dieser nur nach Eingabe einer Kundennummer und eines Kennworts erreichbar. Beides besitzen wir leider nicht. Wir können nicht nachvollziehen, warum die Treiber nicht jedem Interessenten zugänglich gemacht werden.

Der Monitor wurde zuerst digital mit der Grafikkarte verbunden. Nicht alle Anschlüsse sind auf der Gehäuserückseite (stehender Zustand) einfach zu erreichen, aber das macht man ja auch nur einmal. Der Monitor liefert sofort ein erstklassiges Bild. Die Farben sind klar, kräftig und kontrastreich. Pixelfehler sind nicht auszumachen und der Blickwinkel ist ausgezeichnet. Ein sehr geringer Rotstich konnte problemlos über die Gammakorrektur der Grafikkarte nachjustiert werden. Die Ausleuchtung des Panels ist gut. Lediglich rechts unten in der Ecke war das Gerät geringfügig heller, was im normalen Betrieb aber überhaupt nicht auffällt. Das Bild wird in anderen Auflösungen immer vollflächig gezeigt. Eine 1:1 Darstellung mit schwarzem Rand ist nicht möglich. Die Interpolation anderer Auflösungen schafft das Gerät problemlos und überzeugend. Selbst die Schrift bleibt verhältnismäßig scharf. Beim Scrollen in Dokumenten oder auf Webseiten ist ein Farbveränderung erkennbar, was aber völlig normal ist. Zur besonderen Ausstattung des Gerätes zählt ein USB-Hub (1 Upstream, 2 Downstream), der einwandfrei. So erhält man einen zusätzlichen USB-Port, da am PC ja ein Port für den Upstream benötigt wird.

OSD

Im Digital-Modus sind die Einstellmöglichkeiten beschränkt, was aber üblich ist. Es stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

1. Wahl des Signaleingangs
2. Lage des OSD
3. Sprache, Lautstärke der Lautsprecher, Info
4. Kontrast und Helligkeit

Das OSD und die Bedienung haben uns weniger überzeugt. Die Tasten sind schwergängig und reagieren teilweise erst nach nochmaligem drücken. Die Menüfunktion ist aus unserer Sicht etwas umständlich. Direkt am Monitor lassen sich Kontrast und Lautstärke regeln. Wir hätten uns die Helligkeit zum direkten Regeln gewünscht, aber das ist Geschmackssache.

Lautsprecher

Die Lautsprecher sind rechts und links unten im Display verbaut und liefern einen allenfalls ausreichenden Sound. Mehr als den Systemsound sollte man hierüber nicht wiedergeben. Die Lautsprecher klingen etwas blechern und haben nur geringe Bässe.

Reaktionsverhalten

Dieser Punkt steht immer wieder im Vordergrund und hier zeigt das Gerät keine Schwächen. Den Benchmark 3DMark2001SE absolviert das Gerät einwandfrei. Auch bei der Demo zu UT2003 ist das Bild ausgezeichnet. Die Schlierenbildung ist geringfügig und kaum wahrnehmbar. Bei Quake III Arena ist die Schlierenbildung deutlicher zu sehen, aber das Spiel ist immer noch gut spielbar. Insofern ist eine Spieletauglichkeit in jedem Fall gegeben. Die geringe Schlierenbildung ist derzeit einfach hinzunehmen. Nach unserer Kenntnis ist am Markt derzeit kein Gerät verfügbar, was komplett ohne auskommt.

Am analogen Anschluss liefert das Gerät ebenfalls ein ausgezeichnetes Bild, obwohl nach unserem subjektiven Eindruck das Bild am digitalen Eingang perfekter ist. Die automatische Justierung des Bildes funktioniert einwandfrei. Neben den bereits oben genannten Funktionen des OSD, kommen noch folgende Funktionen hinzu:

1. Autoadjust Funktion
2. Bildlage horizontal, vertikal, Phase, Clock, Werte zurücksetzen
3. Schärfe, Farben (6500, 9300, benutzerdefiniert)
4. Grafik/Textmodus

Fazit

In erster Linie sollte die Bildqualität beim Kauf eines TFT Monitors entscheiden und die ist beim MT-1904 ausgezeichnet. Der Monitor bietet für den günstigen Preis von momentan 1.099,00 EUR eine Menge. Kleine Schwächen zeigt das Gerät beim OSD und bei den Lautsprechern, was angesichts des sehr günstigen Preises allerdings verschmerzbar ist. Für alle die einen günstigen 19″ TFT Monitor mit sehr guter Bildqualität suchen, ist der MT-1904 sicherlich genau das Richtige.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung/Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.2

(GUT)
 

Technische Spezifikation: A.C.T. Kern MT-1904Z2U

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... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

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