Test Monitor Dell 2209WA (s)
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Interpolation

Im OSD des Dell 2209WA stehen zwei Anzeigemöglichkeiten zur Auswahl, Vollbild und eine 4:3 Darstellung. Eine pixelgenaue 1:1 Darstellung ist somit nur in der nativen Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixel möglich. Wird eine 4:3 Auflösung wie z.B. 1.280 x 1.024 dargestellt, kann im OSD die Anzeigedarstellung zwar auf 4:3 geändert werden, dies hat aber lediglich den Effekt dass das angezeigte Bild die Verzerrung in der Breite verliert. Interpoliert bleibt es dennoch.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA 1680
Native Auflösung 1.680 x 1.050 gestochen scharf.
Dell 2209wa S Monitor 2209WA 1440
Nächst niedrigere 16:10 Auflösung: 1.440 x 900.
Dell 2209wa S Monitor 2209WA 1280
Vollbildanzeige einer 5:4 Auflösung: 1.280 x 1.024.
Dell 2209wa S Monitor 2209WA 1024
Vollbildanzeige einer 4:3 Auflösung: 1.024 x 768.

Das schärfste Bild ist somit nur in der nativen Auflösung möglich, dennoch leistet der Dell 2209WA bei der Interpolation gute Arbeit. Nicht native Auflösungen werden zwar ein wenig unschärfer dargestellt, dennoch bleibt die Schrift gut lesbar und mit der 4:3 Darstellung kann die Verzerrung auf Vollbild verhindert werden.

Interpolation Spiele

Hier wollen wir zeigen wie sich die unterschiedlichen Auflösungen in Spielen darstellen. Gerade bei älteren Spielen wie Battlefield 2, welches keine 16:10 Auflösung anbietet, kann die 4:3 Anzeigeauswahl über das OSD recht nützlich sein. Zwar muss man immer noch mit einer interpolierten Auflösung Vorlieb nehmen, dafür wird das Bild dann aber seitengerecht dargestellt.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA Bf2 1
Dell 2209wa S Monitor 2209WA Bf2 2
Links: 1.280 x 1.024 auf Vollbild gestreckt. Rechts: Identische Auflösung als seitengerechte 4:3 Darstellung.
Dell 2209wa S Monitor 2209WA Crysis1680
Dell 2209wa S Monitor 2209WA Crysis1440
Links: native Auflösung 1.680 x 1.050. Rechts: interpoliert auf 1.440 x 900 Bildpunkte.
Dell 2209wa S Monitor 2209WA Crysis1280
Dell 2209wa S Monitor 2209WA Crysis1024
Links: 1.280 x 1.024 auf Vollbild gestreckt. Rechts: 1.024 x 768 als Vollbild dargestellt.

Bildschärfe

Die Bildschärfe lässt sich über das OSD in 5 Schritten von 0 bis 100 einstellen. Werksseitig liegt die Einstellung bei 50 und sollte bei digitaler Bildzuspielung und nativer Auflösung nicht verändert werden, weil damit das beste Ergebnis erzielt wird. Anders präsentiert sich das Ergebnis bei Veränderung der Bildschärfe wenn ein interpoliertes Bild angezeigt wird. Die Schriftschärfe einer Auflösung von 1.440 x 900 Bildpunkten kann durch die Anpassung der Schärfe auf 80 oder 90 sichtbar verbessert werden.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA Bildsch100
Bildschärfe 100 bei nativer Auflösung 1.680 x 1.050 mit gelblichen Schatten.

Eine Veränderung der Schärfe auf Maximum bei der nativen Auflösung hat zur Folge, dass die Schrift einen gelblichen Schatten bekommt, ähnlich dem Korona Effekt.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA Bildsch50
Bildschärfe 50 bei nativer Auflösung.

Mit Schärfeeinstellung 50 zeigt sich ein gestochen scharfes Bild. Eine Veränderung auf Minimum lässt die Schrift dagegen unscharf erscheinen.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA Bildsch0
Bildschärfe 0 bei nativer Auflösung 1.680 x 1.050.

Anwendungen

Das Breitbildformat 16:9 bei Fernsehgeräten bzw. 16:10 bei TFT Bildschirmen haben 4:3 Anzeigegeräte nahezu abgelöst. Da die optische Wahrnehmung des Menschen mehr auf die Breite statt in die Höhe ausgerichtet ist, haben auch die Hersteller von Anzeigegeräten reagiert und das Bildformat umgestellt. Ein 16:10 Format bietet im Vergleich zu 16:9 etwas mehr Anzeigefläche in der Höhe was speziell im gängigen Anwendungsgebiet eines TFT Monitors sehr hilfreich ist und durchdacht erscheint. Der Dell 2209WA bietet mit 1.680 Bildpunkten in der Breite und 1.050 in der Höhe ausreichend Platz für verschiedene Anwendungen.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA Anwendung01
Zwei Din A4 Seiten nebeneinander stellen für den Dell 2209WA kein Problem dar.

Zwei Din A4 Seiten haben in der Breite gerade Platz, in der Höhe reicht der Platz, aufgrund der Bedienelemente, nicht ganz aus. Komfortables Arbeiten ist aber dennoch möglich.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA Anwendung02
Ausreichend Platz für verschiedene Anwendungen.

Neben einem noch genügend großem Browserfenster finden auch genügend kleinere Anwendungen wie Teamspeak, VLC Player, Hamachi oder IrfanView auf der Anzeigefläche Platz.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA Anwendung03
Arbeitsfläche des Dell 2209WA in Pivot Stellung.

Durch den guten Blickwinkel des verbauten IPS Panels, macht auch die Drehung der Arbeitsfläche in den Portraitmodus ein komfortables Arbeiten möglich, besonders bei Anwendungen die mehr Höhe als Breite benötigen.

Reaktionsverhalten

Dell gibt für den 2209WA eine Reaktionszeit von 6 Millisekunden von Grau zu Grau an. Besser wäre die Angabe wie lange ein Pixel für den Wechsel von Weiß auf Schwarz benötigt, da Grau zu Grau Messungen keinen einheitlichen Farbwerten unterliegen.

Aktuelle Monitore mit TN-Panel schaffen mit Zuschaltung von Overdrive einen Grau zu Grau Wechsel bereits in 2 Millisekunden und sind damit rein auf dem Datenblatt bis zu dreimal schneller als der Dell 2209WA. Doch zwischen Theorie und Praxis klafft schon seit jeher eine Lücke und deshalb machen wir mit dem Dell 2209WA den Praxistest.

Dell 2209wa S Monitor 2209WA Cod4
Screenshot aus dem Ego-Shooter „Call of Duty: Modern Warfare“.

Eine extra Zuschaltmöglichkeit von Overdrive steht beim 2209WA nicht zur Verfügung. Ist diese Technik nicht gut implementiert, kann es zu Korona Effekten oder einer negativen Beeinflussung des Input-Lags kommen und ist beim Dell 2209WA zumindest durch ein Verzicht der Zuschaltung durch den Anwender ausgeschlossen. Ob Overdrive bereits integriert ist können wir nur vermuten aber nicht bestätigen.

Die subjektive Bildqualität in Spielen ist sehr gut. Satte Farben begeistern, Ghosting- oder Korona-Effekte sind in keiner Situation zu beobachten. Selbst bei synthetischen Tests wie PixPerAn konnten wir dem Dell 2209WA keine Korona-Effekte entlocken.

Ein leichtes Verschwimmen des Bildes bei schnellen Bewegungen gerade in Shooter Spielen fällt auf, ist aber technisch bedingt und kein Manko des Dell 2209WA. Versierte Spieler die ein schnelles TN-Panel gewohnt sind, merken aber den Unterschied des etwas langsameren Bildaufbaus sofort. An die schnelle Bilddarstellung aktueller TN-Panel reicht der Dell 2209WA nicht heran, wobei dies nicht bedeutet, dass der Monitor nicht auch spieletauglich ist.

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