Test Monitor Dell S2740L
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Bedienung und OSD

Einstellungen werden am S2740L mittels fünf Sensortasten vorgenommen, diese reagieren sehr genau auf nur feinste Berührungen. Eine akustische sowie haptische Rückmeldung ist nicht vorgesehen, fehlt jedoch auch nicht. Nach nur kurzer Eingewöhnungszeit ist eine flüssige Bedienung problemlos möglich. Die Einblendungen auf dem Bildschirm direkt neben den 4 OSD-Tasten informiert über die aktuell zugeordnete Funktion.

Dell S2740l Monitor Tasten1
Dell S2740l Monitor Tasten2
Sensortasten mit Softkey-Funktion

Neben der Powertaste liegt die Betriebsanzeige LED, die während des Betriebs Weiß und im Power-Save Modus Orange leuchtet. Ganz abschalten lässt sie sich nicht.

Ein Druck auf eine beliebige Taste öffnet die erste Instanz des OSD. Hier sind per Schnellzugriff die Einstellungen für Farbmodus und Kontrast / Helligkeit zu erreichen. Ein weiterer Tastendruck öffnet dann das vollständige OSD-Hauptmenü. Allgegenwärtig ist die Anzeige des aktuellen Energieverbrauchs, der sich allerdings nur durch Ändern der Displayhelligkeit beeinflussen lässt.

Dell S2740l Monitor OSD Modi
Dell S2740l Monitor OSD Helligkeit
Schnellzugriff-Menüs für Farbmodus und Helligkeit / Kontrast

Im Hauptmenü angekommen, findet man sich intuitiv zurecht. Alle Einstellmöglichkeiten sind selbsterklärend, allerdings holpert die Bedienung per Sensortasten an einigen Stellen durch die sich ändernde Funktionszuordnung.

Dell S2740l Monitor OSD Menu1
Dell S2740l Monitor OSD Menu2
Das OSD gibt keine Rätsel auf

Teilweise belustigend, in dieser Preisklasse aber eher peinlich sind diverse Übersetzungsfehler in den Texten des OSD. Da wird aus einem „An“ ein „Auf“ und für das VGA-Signal kann man die „Pixeluhr“ einstellen.

Dell S2740l Monitor OSD Menu3
Dell S2740l Monitor OSD Menu4
Weitere Funktionen unter

Energiesparen ist heutzutage ein großes Thema und auch im Monitorbereich wird durchaus versucht, dies umzusetzen. Zumindest die Anzeige des aktuellen Energieverbrauchs ist auf jeder OSD-Seite zu finden, beeinflussbar ist er jedoch nur durch Dimmen der Displayhelligkeit. Dies übernimmt der S2740L auch selbständig nach aktivieren der Option <Intelligente Energieeinsparung>. Abhängig von der Helligkeit des dargestellten Bildinhalts wird das Backlight nachgeregelt, in der Praxis kann dies jedoch sehr störende Pump-Effekt verursachen.

Über die DDC-Schnittstelle der digitalen Eingänge kann der S2740L mittels der mitgelieferten „Display Manager“ Software gesteuert und eingestellt werden. Warum an dieser Stelle im OSD diese Möglichkeit nochmals explizit zu deaktivieren ist, kann nur Sicherheitsgründe haben.

Herstellerangaben zufolge haben aktuelle LCD-Panels im Gegensatz zu frühen Modellen nicht mehr den Hang zu „Image Sticking“, d.h. sichtbare Geisterbilder bleiben nach dem langfristigen Anzeigen statischer Inhalte stehen. Umso verwunderlicher stimmt daher die Existenz des Menüpunkts <LCD-Konditionierung>, der gegen diesen Effekt angehen soll. Hier werden zyklisch Grund- und Primärfarben durchgeschaltet.

Bildqualität

Wie schon eingangs erwähnt, dominiert die glänzende Deckscheibe die Front des Dell Monitors. In heller Umgebung ist das rückwärtige Spiegelbild besser erkennbar als der Bildschirminhalt, daher sollte schon bei der Auswahl des Aufstellungsorts auf Lichtquellen und Fenster geachtet werden.

Nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellung stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit: 75, Kontrast: 75, Farbmodus: Standard, Bildverbesserung: Aus, Schärfe: 5. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist in der Werkseinstellung perfekt. Weder Banding noch Fehlfarben sind zu beobachten.

Dell S2740l Monitor Grau1
Graustufen und -verlauf

Auch bei der Graustufendarstellung schneidet der S2740L super ab: von der hellsten bis zur dunkelsten Stufe sind alle Abstufungen deutlich erkennbar. Bei den dunkelsten Stufen ist dieses Ergebnis allerdings stark vom vertikalen Blickwinkel abhängig: ab ca. 30 Grad saufen die unteren 3 Stufen geradezu ab.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Mit bloßem Auge fällt nur bei genauem Hinsehen auf, dass sich in den Ecken Lichthöfe bilden, in denen das Backlight leicht durchscheint. Das zweite Bild bei längerer Belichtungszeit macht diese Bereiche noch deutlicher sichtbar. In der Realität ist dieser Helligkeitsunterschied aber so schwach, dass er selbst bei dunklen Video- oder Spielsequenzen nicht störend auffällt.

Dell S2740l Monitor Ausleuchtung1
Dell S2740l Monitor Ausleuchtung2
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Anders jedoch sieht es bei der Blickwinkelabhängigkeit aus: Während sich über den horizontalen Blickwinkel kaum sichtbare Änderungen ergeben, sind vertikal doch sichtbare Veränderungen zu erkennen. Bei Sicht aus 60° von unten zeigt die Displayfläche eine dreigeteilt unterschiedliche Helligkeitsverteilung.

Dell S2740l Monitor Ausleuchtung3
Ausleuchtung beim Blick von unten

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Auch beim S2740L arbeitet der Helligkeitsregler nicht ganz linear, hier flacht die Helligkeitskurve oberhalb von 75 Prozent etwas ab, bis sie den Maximalwert 237 cd/m² erreicht. Nach unten hin reicht der Einstellbereich bis hinab zu 44 cd/m², damit deckt der Monitor einen hinreichend weiten Einsatzbereich von dunklen bis hin zu hellen Umgebungen ab. Für sonnendurchflutete Räume sind allerdings keine großen Reserven vorhanden. Die empfohlene Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² entspricht einer Reglerstellung von 45 Prozent.

Dell S2740l Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf.

Die Schwarzwerte von 0,06 bis 0,29 cd/m² sind typisch für aktuelle IPS-Panels. Das Kontrastverhältnis ergibt sich damit zu rund 800:1 und ist unabhängig von der Stellung des Helligkeitsreglers. Mit dem bloßen Auge betrachtet wirken schwarze Flächen tief, aber nicht so tintenschwarz wie bei AMVA-Panels.

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