Test Monitor Dell UZ2315H
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Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 DisplayPro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Dell Uz2315h Monitor Srgb1
Dell Uz2315h Monitor Srgb2
Abdeckung des sRGB-Farbraums.

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der Dell UZ2315H mit 89 Prozent einen befriedigenden Wert, wobei er eine gute Wertung nur haarscharf verpasst.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus Standard, Gamma PC, Eingangsformat RGB und Kontrast 75.

Dell Uz2315h Monitor Werk
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

Die Farbstimmung in der Werkseinstellung trifft die 6500K der sRGB-Norm mit 6585K optimal. Die Graustufen sind nicht optimal und können kein befriedigendes Ergebnis mehr erzielen. Das durchschnittliche deltaC liegt bei 2,2 und die Range bei hohen 3,0.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Dell Uz2315h Monitor SRGB
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

Einen Modus mit der Bezeichnung sRGB besitzt der Dell UZ2315H zwar nicht, dafür aber den Modus Farbtemperatur 6500K, den wir zu Beurteilung heranziehen. Schon auf den ersten Blick ist erkennbar, dass dieser mit der Werkseinstellung faktisch identisch ist. Die Farbabstimmung trifft die 6500K der sRGB-Norm mit 6600K noch hinreichend genau und ist nur geringfügig kälter.

Die Graustufen sind etwas besser abgestimmt und erzielen ein befriedigendes Ergebnis. Das durchschnittliche deltaC liegt bei 2,0 und die Range sinkt auf 2,5. Die Abweichungen bei den Buntfarben sind insgesamt zu hoch und deshalb reicht es leider nicht für eine befriedigende Wertung. Die Gammakurve entspricht zwar nicht ganz der Normkurve, für einen unkalibrierten Monitor ist das Ergebnis aber ansprechend. Der Gammawert liegt bei 2,19. Wer seinen Monitor nicht kalibriert, sollte sich für diesen Modus entscheiden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Dell UZ2315H aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus: Benutzerfarbe, Gamma: PC) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagement ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Dell Uz2315h Monitor Val
 

Der Dell UZ2315H zeigt keine auffälligen Drifts oder unschöne Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profivalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Graubalance und Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Dell Uz2315h Monitor Kal
 

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Die erhöhten Abweichungen in einigen gesättigten Tonwerten sind dem etwas eingeschränkten Farbumfang des Dell UZ2315H geschuldet. Sie können nur näherungsweise durch eine Abbildung auf die Farbraumgrenze des Bildschirms reproduziert werden. Insgesamt ist das Ergebnis befriedigend, wobei die Grauwerte ausgezeichnet sind.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Der Dell UZ2315H löst nativ 1920 x 1080 Pixel auf und bietet damit die volle HD-Videoqualität im 16:9-Format. Eine Interpolation kann bei alten Programmen und Spielen mit anderen Bildformaten oder mit begrenzter Auflösung benötigt oder auch zur Entlastung schwächerer Grafikkarten eingesetzt werden. Darüber hinaus wird sie zur Bildschirmanzeige von Smartphones benötigt, die über den MHL-Eingang angeschlossen werden können. Wir testen den Monitor zunächst in der Standardeinstellung, in der jede zugespielte Bildauflösung in ein Vollbildsignal umwandelt werden sollte.

Im Test zeigte der Dell hier eine sehr gute Leistung. Die automatische Bildanpassung ist bei allen gängigen Bildformaten überzeugend. Im Menü Anzeige-Einstellungen bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit, das Eingangssignal statt mit 16:9 Vollbild auch unverzerrt mit schwarzen seitlichen Balken im 4:3 oder 5:4 Bildformat auszugeben.

Die Bildschärfe kann in 10 Schritten im Bereich von 0 bis 100 weiter optimiert werden. Beim HD-Signal mit 1280 x 720 Bildpunkten zeigte sich mit der Einstellung 100 eine bessere Schärfe. Im Allgemeinen ist voreingestellte Wert von 50 ist jedoch schon sehr gut gewählt.

Dell Uz2315h Monitor Gitter Nativ
Dell Uz2315h Monitor Gitter 720
Testgrafik: links nativ und rechts 1.280 x 720 Vollbild.
Dell Uz2315h Monitor Text Nativ
Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Die einfache HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen sehr gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

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