Test Monitor Eizo EV2335W-GB
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Backlight

Die LED-Hintergrundbeleuchtung des EV2335W ist PWM-gesteuert, bei Helligkeiten unterhalb von 100 Prozent werden kurze Dunkelzeiten eingelegt. Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz messen wir eine Umschaltfrequenz von 210 Hz, das Tastverhältnis beträgt nur 55 Prozent. Sehr empfindliche Menschen könnten daher noch ein Backlight-Flimmern wahrnehmen.

Eizo Ev2335w Gb Monitor Back
Das Backlight ist PWM-gesteuert.

Subjektive Beurteilung

Für den Einsatz im Büro ist die Schaltgeschwindigkeit zwar kein entscheidender Faktor, aber der Eizo EV2335W gibt sich hier keine Blöße. Die Bewegtbilddarstellung unterliegt keinen größeren Einschränkungen. Trotzdem arbeitet die Overdrive-Funktion absolut unauffällig: Artefakte werden nicht sichtbar. Im „PixPerAn“-Lesbarkeitstest erreichen wir konstant Stufe 8.

Eizo Ev2335w Gb Monitor Spiel
Bild aus dem Spiel „Battlefield 3“ mit Auflösung 1.920 x 1.080.

Die Bildqualität wird durch die im vorigen Abschnitt konstatierten Eigenschaften positiv beeinflusst. Da der Farbumfang nicht deutlich über sRGB hinausreicht, bleiben Bonbonfarben in Spielen trotz des eingeschränkten sRGB-Modus aus. Die gute Detailzeichnung in dunklen Spielabschnitten kann auf Wunsch durch die „Gamma 2.0“ Auswahl weiter verbessert werden, ohne dass die Darstellung zu flau wird.

Bewertung




3.9

(GUT)

Fazit

Der Eizo EV2335W ist ein gelungener Nachfolger des EV2333W. Trotz der unveränderten Ausrichtung auf dem SOHO-Bereich gibt es einige wesentliche Änderungen.

Mit der Entscheidung für ein PLS-Panel von Samsung wurde die Blickwinkelstabilität deutlich verbessert. Abstriche muss man im direkten Vergleich dafür im Kontrastumfang hinnehmen. Das C-PVA Panel des Vorgängers hatte hier klare Vorteile.

Die Antireflexbeschichtung ist wesentlich weniger stark ausgeprägt als bei entspiegelten Bildschirmen mit IPS-Panel von LG. Ihre Funktion beeinträchtigt das kaum. Damit ist der Eizo EV2335W auch für Benutzer geeignet, die sich am sogenannten „IPS Glitzern“ stören.

Durch die in den Ecken eingebaute Hintergrundbeleuchtung mit weißen LEDs konnte der Energieverbrauch weiter gesenkt werden. Der Farbumfang geht in Kombination mit dem Panel leicht über sRGB hinaus. Leider werden im sRGB-Modus keine monitorinternen Farbtransformationen umgesetzt. Damit kommt es in nicht farbgemanagter Umgebung zu größeren Abweichungen als beim alten Modell.

Die Werksabstimmung ist Eizo-typisch gelungen: Graubalance und Gradation geben keinen Anlass zur Kritik. Auch die Bildhomogenität ist bis auf minimale Schwächen bei der Helligkeitsverteilung gut. Etwas überraschend ist dagegen die Implementierung einer LUT mit nur 8bit pro Kanal. Das Vorgängermodell rechnete hier immerhin noch mit 10bit und vermied so Tonwertverluste gegenüber dem zugespielten Signal. Man muss allerdings festhalten, dass entsprechende Umsetzungen in diesem Marktsegment die absolute Ausnahme bilden. Alternativ kann der ambitionierte Anwender zum neuen Foris FS2332 greifen. Er setzt auch weiterhin eine 10bit LUT ein.

Die Ergonomiefunktionen grenzen den EV2335W am deutlichsten vom Foris FS2332 ab. Gerade die Höhenverstellung ist im Alltagseinsatz für ein entspanntes Arbeiten wichtig.

In der getesteten Variante kostet der Eizo EV2335W derzeit etwa 350 Euro. Das ist ein sehr fairer Preis für die gebotene Leistung. Wer ein hochwertiges „Arbeitstier“ für den Einsatz am Computer sucht, das auch in Spielen nicht kapituliert, liegt hier genau richtig.

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