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Test Monitor LG Flatron IPS234V-PN
3/5

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Lg Flatron Ips234v Pn Monitor Ausleucht
Lg Flatron Ips234v Pn Monitor Homogen
Messwerte des weißen Testbilds; links: Helligkeitsverteilung, rechts: Farbhomogenität.

Bei der Ausleuchtung erreicht der Mittelwert sehr gute 97 Prozent. Die Verteilung ist aber nicht ganz so ideal, einem etwas dunkleren linken Rand steht ein etwas hellerer rechter Rand gegenüber. Für das bloße Auge sind diese Unterschiede aber noch nicht erkennbar.

Auch bei der Homogenität ermitteln wir ein gutes Ergebnis. Der maximale deltaE-Wert liegt nur bei 2,0, auch der Mittelwert von 1,0 ist für ein Consumergerät gering. Farbabweichungen innerhalb des weißen Testbilds sind nur mit sehr geübtem Auge zu erkennen.

Blickwinkel

Lg Flatron Ips234v Pn Monitor Blickinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel.

Das Foto zeigt den Bildschirm des IPS234V bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 75 Grad und Vertikalen von +60 und -45 Grad. Die Farbdarstellung bleibt auch unter steilen Winkeln erfreulich stabil, auch vom Kontrast bleibt unter Winkeln viel übrig. Allein bei der Betrachtung von oben bekommt die Darstellung einen leichten Rotstich, ansonsten gibt es hier absolut nichts auszusetzen.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 Display Pro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Lg Flatron Ips234v Pn Monitor Srgb 1
Lg Flatron Ips234v Pn Monitor Srgb 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Bei der Farbraumuntersuchung zeigt sich, dass der IPS234V den sRGB-Farbraum zu 99,8 Prozent abdeckt. Für ein Consumergerät ist das ganz hervorragend, selbst engagierte Fotoamateure könnten sich kaum mehr wünschen.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset befindet sich der Monitor im Modus „Benutzer“, die Farbeinsteller RGB stehen alle in Position 50. Der Gammaregler steht auf Gamma1. Eine sRGB-Einstellung ist nicht vorhanden.

Lg Flatron Ips234v Pn Monitor Werk
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

In der Werkseinstellung ist die Farbstimmung ein wenig kühl, die Farbtemperatur liegt bei 7260K. Die Abweichungen bei den Primärfarben und auch bei den Graustufen sind ausgeprägt, aber meist nicht sehr groß. Die Gammakurve ist weitgehend flach mit einem steilen Anstieg bei den sehr hellen Graustufen, verläuft aber insgesamt doch zufriedenstellend in der Nähe des Normwertes 2,2.

Für alle üblichen Consumerzwecke wie Internet, Textverarbeitung und Filme ist die Farbwiedergabe in dieser Einstellung gut. Fotoliebhaber könnten den Blauregler um etwa 3 Punkte zurücknehmen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Lg Flatron Ips234v Pn Monitor Kal
Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Nach der Kalibrierung mit iColor hält der IPS234V die Vorgabewerte leider bei weitem nicht so gut ein, wie man es angesichts der großen Farbraumabdeckung erwarten würde. Die Rahmengrößen wie Farbtemperatur und Gammaverlauf werden einigermaßen gut erreicht, aber die Abweichungen bei den Primärfarben hätten deutlich kleiner ausfallen sollen. Bei den Graustufen stimmt die Mischung im dunklen Bereich sogar noch weniger als im unkalibrierten Zustand.

Bei den Vorbereitungen zeigte sich, dass der native Gammawert mit durchschnittlich 2,31 etwas zu hoch liegt. Mit dem Gammaeinsteller in Position „Gamma0“ erhielten wir mit 2,16 eigentlich einen besseren Wert, doch verschob sich gleichzeitig die Farbmischung und wir hätten den Blauregler wieder stark aufdrehen müssen. Das soll so nicht sein, ein solcher Hinweis auf eine nichtlineare Farbsteuerung könnte auch zu den unbefriedigenden Ergebnissen der Kalibrierung passen. Mit einigem Ausprobieren der zahlreichen OSD-Optionen lässt sich das Ergebnis der Kalibrierung sicherlich noch verbessern.

Nach unserer Kalibrierung ist die Farbwiedergabe kaum besser als im unkalibrierten Zustand. Dennoch wirkt das Bild – nicht zuletzt wegen der sehr guten Blickwinkelstabilität des IPS-Panels – insgesamt überzeugend. Ein Geheimtipp für Semi-Profis ist es aber nicht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

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