Test Monitor NEC PA322UHD
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Interpolation

Unsere Testsignale werden passabel verarbeitet. Der Schärferegler sollte allerdings nicht oder höchstens leicht in den positiven Bereich verschoben werden. Mit UHD-Upscaling steht ein weiterer Filter zur Hervorhebung von Objektkanten zur Verfügung. Leichte Doppelkonturen ließen sich leider in keiner Einstellungskombination vermeiden.

Unter Verwendung der benutzerdefinierten Skalierung kann die Darstellung flexibel an unterschiedlichste Formate angepasst werden. Damit ist auch die verzerrungsfreie Wiedergabe von SD-Signalen möglich. Der Regelungsbereich ist allerdings sehr knapp bemessen und es verbleibt in diesem Fall (SD, 4:3) ein deutlicher Trauerrand um das Bild.

Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Aspect1
Skalierungsoptionen
Signal Verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Wiedergabe Unskalierte Wiedergabe
SD (16:9 – anamorph) Ja Nicht sinnvoll
SD (4:3) Nein Nicht sinnvoll
HD (1080p) Ja Ja
HD (720p) Ja Ja
PC (5:4) Ja Ja
PC (4:3) Ja Ja
PC (16:10) Ja Ja
PC (16:9) Ja Ja

Die folgenden Bilder geben einen groben Eindruck über die Qualität der Skalierung wieder. Der Abstand der Kamera zum Bildschirm ist stets identisch und es wird immer seitengerecht auf Vollbild skaliert.

Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Scaler2160
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Scaler1440
Links: Auflösung 3.840 x 2.160; rechts: Auflösung 2.560 x 1.440.
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Scaler1080
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Scaler1024
Links: Auflösung 1.920 x 1.080; rechts: Auflösung 1.024 x 1.024.
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Scaler Text2160
Links: Auflösung 3.840 x 2.160; rechts: Auflösung 2.560 x 1.440.
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Scaler Text1080
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Scaler Text1024
Links: Auflösung 1.920 x 1.080; rechts: Auflösung 1.024 x 1.024.

Die Wirkung des Schärfereglers:

Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Schaerfe0
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Schaerfe1
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Schaerfe2
Links: Schärfe -15; Mitte: Schärfe 0; rechts: Schärfe +15

Judder-Test

Um die vom NEC PA322UHD unterstützten Frequenzen und Wiedergabeeigenschaften zu testen, haben wir ihn an einen Videoprozessor angeschlossen. Der iScan VP50 bietet unter anderem variable Ausgabefrequenzen und ein Testmuster in Form eines durch das Bild laufenden Balkens an, mit dem ein einfacher Judder-Test durchgeführt werden kann. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel.

Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Judder
Judder-Test am NEC PA322UHD.

Unsere Testsignale mit 24 Hz bis 75 Hz werden durchgängig unterstützt. Die Darstellung ist jedoch nur im Bereich von etwa 49 Hz bis 60 Hz frei von Mikrorucklern. Darüber hinaus haben wir vom Rechner aus eine Zuspielung mit 120 Hz vorgenommen. Der NEC PA322UHD stellt auch dieses Signal einwandfrei dar, allerdings ist die Auflösung so auf 1.920 x 1.080 Pixel beschränkt.

Deinterlacing

Da ein LC-Display immer vollbildbasiert (progressiv) arbeitet, muss ein eingebauter Deinterlacer aus eingehenden Halbbildern (interlaced) eine Vollbildfolge erstellen.

Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Die Elektronik verweigert die Darstellung von halbbildbasierten SD-Signalen. 3:2- und vor allem 2:2-HD-Signale werden nicht zuverlässig erkannt. Auflösungsverluste und Kammartefakte sind die Folge. Letztere treten auch bei der Verarbeitung von Videomaterial auf und trüben die Bildqualität erheblich. Das Deinterlacing sollte daher bereits vor der Zuspielung durchgeführt werden.

Signalpegel und Farbmodell

Der NEC PA322UHD verarbeitet digitale RGB- und YCbCr-Signale. Eine Anpassung des Dynamikbereichs ist während der Zuspielung via HDMI über die Einstellung „Video Level“ möglich.

Nach der Auswahl von „EXPAND“ wird ein RGB-Videosignal ohne btb- und wtw-Anteile (Videolevel; Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16-235) unterstellt. Im anderen Fall werden Signale korrekt verarbeitet, die den vollen Dynamikumfang ausnutzen (PC-Level; Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 0-255).

Ausleuchtung

DDie Ausleuchtung unseres Testgerätes ist gut. Leichte Unregelmäßigkeiten treten erst in Aufnahmen mit langer Belichtungszeit deutlicher hervor. Blickwinkelbedingte Aufhellungen bleiben fast völlig aus.

Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Ausleuchtung1
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Ausleuchtung2
Ausleuchtung des Monitors bei kurzer Belichtungszeit (links) und langer Belichtungszeit (rechts).

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (also die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Homogenitaet1
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Homogenitaet2
An 15 Messpunkten wurden Helligkeitsverteilung (linkes Bild; Prozent) und Farbreinheit (rechtes Bild; Delta C) überprüft – ColorComp aus.
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Homogenitaet3
Nec Pa322uhd Sv2 Monitor Homogenitaet4
An 15 Messpunkten wurden Helligkeitsverteilung (linkes Bild; Prozent) und Farbreinheit (rechtes Bild; Delta C) überprüft – ColorComp Stufe 5.

Die Flächenhomogenität ist bei Verwendung von ColorComp hervorragend. Helligkeits- und Farbabweichungen sind weder mit dem bloßen Auge noch durch Messung auszumachen. Im Gegenzug müssen Einbußen in Kontrastumfang und Maximalhelligkeit hingenommen werden. Ohne Ausgleichsfunktion verschlechtert sich die Flächenhomogenität deutlich, erreicht aber immerhin noch ein befriedigendes Niveau.

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... ist seit 2008 dabei und hat Medieninformatik sowie Druck-/ Medientechnik studiert. Es ist für die Bereiche Farbmesstechnik, -metrik und -management zuständig und entwickelte die PRAD-Test-Software. Nach wie vor verfasst er Testberichte über Grafik-Monitore.

2 KOMMENTARE

  1. Das Produktbild oben rechts auf der ersten Seite ist etwas irritierend, da es einen anderen Monitor mit einem Seitenverhältnis von 16:10 darstellt.

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