Test Monitor Samsung 226BW
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Fazit OSD

Die Bedienung über die unter dem Rahmen des Samsung 226BW angebrachten Tasten unterliegt kaum irgendwelchen Einschränkungen, was auf die gut lesbare Tastenbeschriftung direkt darüber zurückzuführen ist. Auch die Navigation ist insgesamt gut, könnte aber schneller ausgelegt sein – teilweise sind zu viele Klicks nötig um, zur gewünschten Einstellung zu gelangen.

Gewöhnungsbedürftig ist nur die Tatsache, dass Einstellungen entgegen allgemeiner Bedien-Gewohnheiten nach einer Veränderung nicht mit der Enter-Taste bestätigt werden müssen, sondern sofort mit dem Verändern des Wertes mittels der Pfeil-Tasten übernommen werden.

Weiterhin wird bei im digitalen Betrieb nicht anwählbaren Menüpunkten der Hinweis „nicht verfügbar“ erst dann angezeigt, wenn man den entsprechenden Punkt bereits ausgewählt hat. Das könnte bei einigen Anwendern zur Verwirrung führen.
Angesichts der kleinen Kritikpunkte verpasst der Samsung 226BW eine sehr gute Bewertung. Wir möchten an dieser Stelle auch auf die wirklich sehr gute, ausführliche und mit zahlreichen Flash-Animationen dokumentierte HTML-Bedienanleitung auf der beiligenden CD hinweisen.

Bildqualität

Samsung bewirbt seinen neuen Vorzeige 22-Zöller mit einem sehr hohen dynamischen Kontrast von 3.000:1 und einer beschleunigten Reaktionszeit von 2 ms. Jede Menge Technik also, die die Bildqualität des im Samsung 226BW verbauten TN-Panels verbessern und vor die Konkurrenz katapultieren soll.

Dabei ist zu beachten, dass Samsung die beworbenen Werte für alle verbauten Panels garantiert. Dass heißt, dass je nach Modellrevision – wie bei anderen Herstellern ebenfalls – auch unterschiedliche Panels im Samsung 226BW zum Einsatz kommen können, die jedoch jeweils dieselben Darstellungseigenschaften aufweisen.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Typenschild
Der Buchstabe im Typenschild auf der Rückseite des Samsung 226BW steht für das verwendete Panel. Je nach Revision können Panels unterschiedlicher Lieferanten verbaut sein, die aber jeweils die von Samsung vorgegebenen Spezifikationen gleichermaßen erfüllen.

Nach unseren Informationen steht der Buchstabe hinter der Modellbezeichnung auf dem rückseitig angebrachten Typenschild des 226BW für das verwendete Panel. Derzeit gibt es mindestens zwei eingesetzte Panels unterschiedlicher Lieferanten, die durch den Buchstaben „S“ und „A“ voneinander unterschieden werden können.

Unser Testgerät besitzt das Panel mit der Bezeichnung „S“. Bei der Version „A“ handelt es sich nach unseren Informationen um das 22 Zoll Panel MW220EW01 von Acer Unipac Optronics (AUO). Für die Version „S“ konnten wir leider keine Informationen finden – nach unserem Kenntnisstand stammt das Panel aber wohl nicht von Samsung, wie der Buchstabe „S“ vermuten lässt.

Nach dem Einschalten empfängt den Anwender ein farbenfrohes, lebendiges und kontrastreiches Bild – allerdings eine Spur zu hell, was aufgrund der auf 100 Prozent voreingestellten Helligkeit nicht verwundert. Als erstes haben wir den Bildmodus OptimalKontrast angewählt, höchst gespannt darauf, wie der gut vermarktbare 3000:1 Kontrast in der Realität einzuschätzen ist.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Kontrast1
Bei eingestelltem dynamischem Kontrast zaubert der Samsung 226BW noch farbenfrohere, lebendigere Bilder auf den Desktop. Die Fotos unterschiedlicher Wallpaper (oben und auf der nächsten Seite) sind jeweils bei der Einstellung OptimalKontrast aufgenommen worden.

Der dynamische Kontrast wird zum Einen durch eine automatische Anpassung der Gammawerte erzeugt, so dass ein optimales Kontrastverhältnis erzeugt wird. Bis hierhin arbeitet die MagicColor Funktion des Samsung 226BW in ähnlicher Weise, wobei diese zusätzlich die Benutzereinstellungen berücksichtigt. Zum Anderen wird bei Wahl der Option OptimalKontrast das Backlight in Abhängigkeit vom Bildschirminhalt reguliert.

Bei überwiegend sehr hellen Bildern wird die Helligkeit zusätzlich hochgeschraubt. Umgekehrt wird die Helligkeit in dunklen Szenen abgesenkt, so dass im Idealfall der angegebene Kontrast von 3.000:1 erreicht wird. Das Ergebnis zeigen die aufgenommenen Wallpaper: Der Samsung 226BW zaubert auf Wunsch subjektiv besonders farbenprächtige Bilder auf den Desktop.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Optimalkontra
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Optkontra Aus
Vergleich von aktiviertem dynamischen Kontrast (oberes Bild) und unserer Benutzerfarbeinstellung ohne künstliche Kontrasterhöhung (unten).

Allerdings ist der dynamische Kontrast von Samsung vorwiegend für die Videowiedergabe gedacht und mit etwas Vorsicht zu genießen. Warum, das wird deutlich, wenn man an manchen Stellen genauer hinschaut. Eine Veränderung der Gammakurve mit dem Zweck, den Kontrast zu erhöhen, hat in der Regel auch den Wegfall von Farbtönen zur Folge.

Das Ergebnis sind Farb- und Grauverläufe mit deutlich sichtbaren Stufen. Außerdem kommt es in einigen Farbzusammensetzungen zur „Pixelblockbildung“. Für den Office-Betrieb ist zudem die Helligkeit viel zu hoch und einige Nutzer werden über die teilweise künstlich wirkenden Farben eher unglücklich sein. Auch für Spiele eignet sich der OptimalKontrast nicht, da z.B. beim schnellen Wechsel von einer hellen in eine dunkle Spielszene das Backlight abrupt nachdunkelt und den Spielfluss stört.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Optkontr Farb
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Optkontr Arte
Links: Unsere Benutzerfarbeinstellung, Rechts: Durch die künstliche Anhebung des Kontrasts fallen zwangsweise Farbtöne weg, so dass einige Verläufe plötzlich Stufen bilden oder – wie im Bild zu sehen – sich „Pixelblöcke“ bilden.

Gut also, dass man den dynamischen Kontrast bequem per Knopfdruck abschalten und in das Benutzerprofil oder einen der anderen Bildmodi wechseln kann. Hier hat Samsung mitgedacht, denn auch oder gerade nach der benutzerdefinierten Einstellung spielt der Samsung 226BW seine echten Stärken aus und liefert auch ohne 3.000:1 Kontrast ein subjektiv sehr gutes Bilderlebnis.

Der statische 1.000:1 Kontrast des TN-Panels kommt zwar nicht an den Schwarzwert eines VA-Panels mit 1.000:1 Kontrast heran, liefert aber für ein TN-Panel den derzeit bestmöglichen Schwarzwert. In der Grundeinstellung des Samsung 226BW sind in Verläufen deutliche Stufen zu sehen. Das ändert sich nach unserer Kalibrierung.

Hierzu haben wir das Colorimeter Gretag MacBeth Eye-One-Display und die i-Colour Software von Quatographic verwendet. Bei der Kalibrierung wird deutlich, dass eine gute Farbtreue sowie saubere Verläufe mit dem Standardkontrast von 75 nicht zu erreichen sind. Unsere Kalibrierergebnisse haben wir mit einem Kontrast von 50 erreicht. Mit der Kontrastabsenkung geht eine relativ hohe Helligkeitseinstellung von ca. 89 einher, um die gewünschten 140 cd/m² zu erreichen.

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