Test Monitor Samsung 226BW
4/5

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17263

Kalibrierung

Ziel Erreicht
2.2 2.2
6500 6507
140 140
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Farbraum Klein
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Farbtreue Klein
Messdiagramme: Zur Vergrößerung und Erläuterung die Grafiken anklicken

Der Samsung 226BW kann dank Frame Rate Control 16,7 Millionen Farben darstellen und bietet ein schon als sehr gut einzustufendes Ergebnis bei der Farbtreue, wie es auch beim 22 Zoll Konkurrenten ViewSonic VX2235 der Fall ist.

Der Farbraum ist gut, kommt aber nicht ganz an das Ergebnis des Modells von ViewSonic heran. Dennoch bietet der Samsung 226BW durchaus die Möglichkeit im Hobby- und semiprofessionellen Bereich mit Grafikanwendungen zu arbeiten.

Einschränkend ist festzustellen, dass der Samsung 226BW sich bei der Kalibrierung sehr schwer tut, denn die Helligkeit wird nicht sonderlich gut gehalten und sinkt deutlich ab um etwas später wieder ein wenig anzusteigen. Aus diesem Grunde mussten sehr viele Kalibrierungsdurchgänge gemacht werden, um ein entsprechend gutes Ergebnis zu erreichen.

Schneidet der Samsung 226BW bei Farbtreue und Farbraum gut bis sehr gut ab und kann hier durchaus mit preiswerteren VA-Geräten verglichen werden, so sind die Blickwinkel nur zufriedenstellend. Die vom Hersteller beworbenen 160 Grad sind Augenwischerei und entsprechen nicht den realen Gegebenheiten:

Während der Kontrast horizontal auch von der Seite noch knapp als gut zu werten ist, sind vertikal praktisch in jeder Sitzposition Blickwinkel bedingte Farbveränderungen sichtbar. Ein einfarbiger grauer Desktophintergrund erscheint am oberen bzw. unteren Bildschirmrand immer etwas dunkler bzw. heller. Der Blickwinkel von unten nimmt besonders rapide ab, so dass der Kontrast rasch „kippt“. Das konnten wir auch schon beim ViewSonic VX2235 beobachten. Wer besonders empfindlich bzgl. des Blickwinkels ist, sollte daher besser direkt zu einem blickwinkelstabilen Display mit VA- oder IPS-Panel greifen.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Blickwinkel S
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Blickwinkel F
Oben: Blickwinkel von ca. 170 Grad rechts und Bild frontal.
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Blickwinkel U
Oben: Blickwinkel von ca. 170 Grad unten.
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Blickwinkel O
Oben: Blickwinkel von ca. 170 Grad oben.

Die maximale Helligkeit des Samsung 226BW in der Werkeinstellung liegt bei 259 cd/m², also deutlich unterhalb der ausgewiesenen 300 cd/m². Hell genug ist der 22 Zöller aber allemal. Nach der Kalibrierung und der Reduzierung des Kontrasts von 75 auf 50 bleibt freilich weniger Spielraum nach oben. Da eine Einstellung von 89 dann in etwa 140 cd/m² entspricht, liegt die maximale Helligkeit bei nur noch 159 cd/m². Wer es heller möchte, muss den Kontrast hochschrauben bzw. einen anderen Bildmodus auswählen.

Ein viel diskutierter Punkt bei TFT-Monitoren ist die Helligkeitsverteilung, die auch innerhalb ein und derselben TFT-Serie von Monitor zu Monitor etwas unterschiedlich ausfallen kann. Hier liefert unser Testgerät subjektiv ein sehr gleichmäßiges Ergebnis.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Hell2
Helligkeitsverteilung im dunkler Umgebung bei 140 cd/m² Helligkeit (Kontrast 50, Helligkeit 89).

Allerdings stellen wir mit dem Messgerät deutliche Abweichungen im linken Bildbereich fest. Dort ist die Helligkeit um bis zu 31 cd/m² niedriger als im Mittelpunkt; im normalen Betrieb fällt dies bei einfarbigen Desktophintergründen und genauem Hinsehen auf.

Da die Helligkeitsverteilung keine Wolken, Lichtstreifen oder helle Ränder aufweist und dies für die meisten Anwendungen wie Spiele, Office und DVD relevant ist, erhält der Samsung 226BW noch ein knappes gut. Bei der Grafikbearbeitung könnten die Abweichungen durchaus stören.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Helligkeitsve
Im linken Randbereich fällt die Helligkeit bei der Messung deutlich niedriger aus, als im restlichen Bildbereich. Mit bloßem Auge ist der Unterschied nur bei genauem Hinsehen und einfarbigen Desktop-Hintergründen erkennbar.

Insgesamt bietet der Samsung 226BW eine ansprechende Bildqualität, die für ein TN-Panel im sehr guten Bereich liegt. Nur die Blickwinkel liegen unter dem Niveau, was moderne TN-Panel heute bereits schaffen können.

Vorsichtig sollten Anwender mit den Bildverbesserungs-Technologien wie MagicColor und OptimalKontrast umgehen. Zwar wird ein subjektiv bunteres, farbenprächtigeres Bild erzeugt, Farbverläufe und Abstufungen werden aber eher verschlechtert. Beim OptimalKontrast ist die automatische Backlight-Regulierung in Spielen eher störend. Wer es bunt und kontrastreich mag, sollte dann auf die MagicColor-Funktion ausweichen.

Besonders praktisch und benutzerfreundlich ist die Möglichkeit, die verschiedenen Einstellungen per Knopfdruck rasch zu wechseln. So kann man von jeder Einstellung je nach momentaner Anwendung profitieren.

Anwendungen

Die Bildhöhe des Samsung 226BW reicht exakt aus, um ein DIN A4 Blatt in Originalgröße darzustellen. Da in den meisten Programmen aber Werkzeugleisten oben und die Taskleiste unten hinzukommen, passt ein DIN A4 Blatt im Regelfall nicht ganz 1:1 auf die tatsächliche Arbeitsfläche. Etwas verkleinert können aber bequem zwei Seiten nebeneinander dargestellt werden inklusive ausreichend Platz für die in Windows Vista beliebten Gadgets.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Anwendung1
 

Auch Programme wie Flash, Photoshop oder Freehand profitieren vom Breitbildformat, da entsprechende Fenster und Inspektoren bequem neben der Arbeitsfläche positioniert werden können.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Anwendung2
 

Wer gerne E-Books liest oder oft mit PDF-Dokumenten arbeiten kann sich ebenfalls über eine angenehme Pixelgröße freuen und z.B. zwei Broschürenseiten nebeneinander legen.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Anwendung3
 

Reaktionsverhalten

Das im Samsung 226BW verbaute TN-Panel ist mit einer Overdrive-Technik ausgestattet und schafft damit laut Hersteller eine schwarz-weiß-schwarz Reaktionszeit von 5 ms bzw. 2 ms grau-zu-grau. Das Overdrive lässt sich im Menü des Samsung 226BW temporär abschalten, dass heißt bis zum Ausschalten des TFTs.

Schnelle Actionspiele wie Far Cry, Serious Sam 2, Half Life 2, Unreal Tournament 2004 oder auch GTA San Andreas stellt der Samsung 226BW schlierenfrei dar. Auch die Bewegungsunschärfe wird dank Overdrive spürbar minimiert und ist ohne Hinzuschaltung der Beschleunigung stärker wahrnehmbar.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Shooter1
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Shooter2
 

In künstlichen Tests wie PixPerAn sind z.B. im Verfolgungstest ohne Overdrive deutliche Schlieren sichtbar. Mit Overdrive sind anstelle der Schlieren nur noch etwas dunklere Kanten wahrnehmbar. Ein Korona-Effekt entsteht aber weder im Testprogramm, noch in Spielen. Auch ein Overdrive bedingtes Ruckeln konnten wir nicht feststellen; zum Vergleich haben wir auch ohne Overdrive gespielt. Laut Samsung rechnet das verwendete Overdrive lediglich ein Frame voraus.

Da in der Bedienanleitung des Samsung 226BW bei der Standardauflösung von 1.680 x 1.050 eine Vertikalfrequenz von 59,954 Hz angegeben wird, haben wir besonderes Augenmerk auf evtl. entstehende Ruckler und Tearing in Spielen als auch im Testprogramm PixPerAn gelegt. In beiden Fällen konnten wir keine Unregelmäßigkeiten feststellen und gehen davon aus, dass Grafikkarte und TFT in Sachen Bildfrequenz simultan laufen.

Wir können dem Samsung 226BW in jedem Fall eine sehr gute Spieletauglichkeit bescheinigen und das Gerät auch Vielspielern empfehlen. Konkurrenz im 22 Zoll Bereich gibt es allerdings reichlich, so dass gerade Hardcorespieler noch weitere Qualitätsmerkmale bei der Kaufentscheidung hinzuziehen sollten.

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