Test Monitor Samsung 226BW
5/5

0
17341

Interpolation

Bei der Interpolation des Samsung 226BW ist zu berücksichtigen, dass der TFT augenscheinlich die Auflösung 1.440 x 900 nicht per DDCi an die Grafikkarte weitergibt. Auch in der Bedienanleitung des Monitors findet sich diese Auflösung nicht. Nichtsdestototz ist der Samsung 226BW selbstverständlich in der Lage, auch 1.440 x 900 als Vollbild darzustellen.

Das klappt an der von uns eingesetzten Nvidia 6600GT Grafikkarte nach dem manuellen Festlegen dieser Auflösung im Treiber problemlos. Der ATI Catalyst Treiber hat damit allerdings Probleme: So wird die Auflösung an beiden uns zur Verfügung stehenden ATI-Karten (9800pro, X850XT), gleich jedweder Treibereinstellung, immer nur mit schwarzem Rahmen angezeigt.

Da der Samsung 226BW keine hardwareseitige Festlegung des Interpolationsverhaltens anbietet, bleibt den Besitzern von ATI-Karten nur das Warten auf neue Treiberversionen seitens ATI.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Interpol3
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Interpol2
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Interpol1
Von oben nach unten: 1.280 x 768, 1.440 x 900, 1.680 x 1.050

Die Desktop-Interpolation des Samsung 226BW ist sehr gut, selbst niedrigere Auflösungen werden noch scharf dargestellt. Auch 4:3 Auflösungen wie 1.024 x 768 sehen noch erstaunlich scharf aus.

In Spielen verhält sich die Interpolationsqualität ähnlich gut. Detail- und Schärfeverluste fallen sehr gering aus und einzig die Unzulänglichkeit des Catalyst-Treibers kann Spielern mit ATI-Karte ein wenig den Spaß verderben. Denn auch eine 1:1 Ausgabe kleiner aufgelöster Bilder wird im Zusammenspiel mit dem Samsung 226BW verweigert. Es wird grundsätzlich immer auf Vollbild interpoliert, mit Ausnahme besagter 16:10 Auflösung von 1.440 x 900, die dem gegenüber grundsätzlich 1:1 dargestellt wird

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Interpol1280x
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Interpol1680x
Detailbildausschnitte aus FarCry, oben: 1.280 x 768, unten: 1.680 x 1.050

Getestet haben wir mit einer Sapphire Radeon 9800pro und einer Sapphiere Radeon X850XT, die jeweils dieselben Probleme aufwiesen. Neuere ATI-Karten wie die X1950XTX sind unserer Erfahrung nach nicht so anfällig für Probleme mit der Interpolation.

Da diese eher der Grafikkarte als dem Samsung 226BW anzulasten sind, gibt es für die Interpolation ein glattes sehr gut. Spieler mit Nvidia-Karte dürfen also schonmal bedenkenlos zuschlagen.

DVD/Video

Für den Videobereich ist der dynamische Kontrast von Samsung konzipiert worden und hier ergeben sich sichtbare Vorteile bei der Bildqualität, die vom Breitbild-Format ohnehin profitiert. Auch die schnelle Reaktionszeit beeinflusst die Bildwiedergabe positiv und verhindert Schlieren bei schnellen Kamerafahrten oder rasanten Action-Szenen. Lichteffekte, Nebel, Rauchschwaden oder aufspritzenden Kieß stellt der Samsung 226BW sauber dar.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Dvd1
Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Dvd2
Links oben: Szene aus dem Film Van Helsing (DVD), rechts oben: Szene aus The 6th Day (DVD).

Probleme bereitet hingegen die Darstellung stark komprimierten Videomaterials. Aufgefallen ist uns dies bei Filmen im AVI-Format und einer Bitrate von weniger als 170 kBit/s. Hier treten Kompressionsartefakte zwar generell auf, was in der Schärfe von TFTs und der hohen Kompression begründet ist.

Der Samsung 226BW neigt aber besonders zur „Pixelblockbildung“, was manche Videoszenen sehr unansehnlich macht. Abhängig ist dies vom Kompressionsgerad und dem verwendeten Codec.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Dvd3
Bei Szenen in stark komprimierten Filmen (z.B. AVI ) neigt der Samsung 226BW zur stärkeren Betonung von Kompressionsartefakten.

Auch bei DVDs treten gelegentlich – wenn auch wesentlich seltener Kompressionsartefakte auf, wo andere TFT-Monitore sie weniger stark abbilden. Außerdem wirkt das Bild teilweise etwas griseliger als bei anderen Monitoren.

Samsung 226bw Monitor Samsung 226bw Dvd4
Deutlich seltener kommt es auch bei der DVD-Wiedergabe zu unschönen Kompressionseffekten.

HD-Bildmaterial gibt der Samsung 226BW relativ sauber wieder, kommt aber nicht an die Schärfe des zum Vergleich aufgestellten Philips 190P7 im 19 Zoll Format heran. Auch wenn dieser ein VA-Panel besitzt, dass prinzipiell nicht vergleichbar mit dem TN-Panel des Samsung 226BW ist, so wird z.B. ein Film in 1.920 x 1.080 trotz niedrigerer Auflösung auf dem Philips deutlich schärfer dargestellt.

Insgesamt schneidet der Samsung 226BW bei der Film- und Videowiedergabe zufriedenstellend ab. Die Bildinhalte und Effekte werden zwar sauber dargestellt und auch Kontrast, Reaktionszeit und Schwarzwert in dunklen Szenen sind positiv zu bewerten. Für ein gut hat es aber aufgrund der Tendenz zur Hervorhebung von Kompressionsartefakten und dem nicht optimalen Schärfegrad bei HD-Material nicht mehr gereicht.

Wer den Samsung jedoch nicht hauptsächlich für die TV-Wiedergabe oder als Heimkino-Ersatz nutzen will, kann trotzdem zugreifen. Überbewerten sollte man diese Effekte nicht, die auf praktisch jedem TFT mehr oder weniger stark auftreten.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung/Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.4

(GUT)

Technische Spezifikation: Samsung 226BW

Fazit

Der Samsung 226BW spielt in der oberen Liga der 22 Zoll Klasse, was er nicht nur seinem edel anmutenden Design zu verdanken hat. Auch bei der Bildqualität wird der TFT besonders Liebhaber knallig bunter Farbkontraste überzeugen – jedenfalls, sofern der dynamische Kontrast oder MagicColor aktiviert sind.

Wer es lieber natürlich mag, sollte die ohnehin zu hellen Standardeinstellungen schnell verwerfen. Da sich per Knopfdruck die Profile wechseln lassen, kann jederzeit bequem auf die passende Einstellung umgeschaltet werden.

Ohne künstliche Kontraststeigerung können selbst Hobbygrafiker einen Blick auf den Samsung 226BW werfen, der nach der Kalibrierung eine mehr als gute Farbtreue und einen ordentlichen Farbraum aufweist. Einschränkend für diese Klientel müssen die schwierige Kalibrierbarkeit, der ungünstige vertikale Blickwinkel und die niedrigere Helligkeit am äußeren linken Bildrand aufgeführt werden.

Für Spieler hat sich die 22 Zoll TFT-Klasse ohnehin als besonders empfehlenswert herumgesprochen. Der Samsung 226BW macht keine Ausnahme und überzeugt mit einer rundum sehr guten Darstellungsqualität in schnellen Action-Spielen.

Kleinere Auflösungen werden ohne größere Detailgrad- und Schärfeverluste interpoliert. Probleme bereitet nur der Catalyst-Treiber. Da die Auflösung 1.440 x 900 scheinbar nicht im Samsung 226BW hinterlegt ist, verweigert er im Test partout die Vollbilddarstellung. Ein Treiberupdate seitens ATI sollte für Abhilfe sorgen.

Engster Konkurrent des Samsung 226BW ist der ViewSonic VX2235wm. Für etwas mehr Geld bietet letzterer den etwas besseren Farbraum und eine bessere Videoqualität. Zurückstecken muss der ViewSonic bei der schlechten Bedienbarkeit. Ansonsten sind sich die Konkurrenten sehr ähnlich. Selbst beim Stromverbrauch schneiden beide TFTs sehr gut ab.

Wenn Sie unserem Redakteur Fragen zu diesem Test stellen möchten, tun Sie dies bitte in folgendem Beitrag innerhalb unseres Forums. Wir versuchen Ihre Fragen so schnell wie möglich zu beantworten.

Gefällt Ihnen dieser Beitrag ?

100%
gefällt es

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!