Test Monitor Dell E228WFP

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice, erweiterbar auf 5 Jahre
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 22″
Pixelgröße [mm]: 0.282
Standardauflösung: 1.680 x 1.050
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 473,8 x 296,1 / 560,0
Videoeingang, Stecker: D-Sub analog und DVI-D digital
Bildfrequenz [Hz]: 56 – 75
max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: 30 – 83 / –
Farbmodi Preset/User: 3 / 1
LCD drehbar/Portrait Modus: Nein / Nein
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: DVI-D-Kabel, Sub-D-Kabel, Netzkabel, Netzteil intern, Handbuch, CD-ROM, HDCP
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 511,14 x 409,1 x 149,16
Gewicht [kg]: 5
Prüfzeichen: TCO99, TÜV/GS, TÜV/CS, VCCI, CE, PCT, MIC, UL/cUL, FCC, CCC, HG, NOM, NYCE, ENERGY STAR
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: < 45 / < 2 / < 1

Einleitung

Breitbild-TFTs im 22 Zoll Format liegen derzeit schwer im Trend, wofür nicht zuletzt Microsofts Markteinführungskampagne zum neuen Betriebssystem Vista verantwortlich zeichnet, in deren Zuge besagtes Monitorformat gleich heftig mit propagiert wird. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass von nahezu jedem Hersteller innerhalb kurzer Zeit mindestens ein Modell dieser Panelklasse am hart umkämpften TFT-Markt angeboten wurde.

Zunächst einmal haben alle derzeit erhältlichen 22-Zoll-Neulinge eines gemein: Sie sind durch die Bank mit reaktionsschnellen Twisted-Nematic Panels (TN) ausgestattet, was diese Geräte neben dem üblichen Alltagsgebrauch wie dem Surfen, im Internet und der Office-Nutzung auch speziell für den Einsatz im Gaming-Bereich prädestiniert.

Als einer der letzten Hersteller erweitert nun auch Dell sein aktuelles TFT-Programm um ein derartiges 22″ Modell mit Seitenverhältnis 16:10. Ebenfalls mit TN-Paneltechnologie ausgestattet, bildet der E228WFP zunächst einmal keine Ausnahme von der Regel. Aber auch bei Flachbildschirmen steckt der Teufel häufig im Detail. Ob Dells Versuch im neuen TFT-Segment der 22 Zoll Breitbildmonitore mitzumischen geglückt ist und der E228WFP das Zeug dazu hat um künftig seinen festen Platz in dieser Liga behaupten zu können, klären wir im nachfolgenden ausführlichen Testbericht.

Abgesehen von der analogen Bildwiedergabequalität, die wir am analogen Anschluss (VGA) des Gerätes geprüft haben, wurden alle hier veröffentlichten Testergebnisse bei Betrieb über den digitalen Signaleingang (DVI) ermittelt. Getestet wurde an einer ATI Sapphire Radeon X1950 PRO 512 MB und einer Nvidia GeForce 8800GTX mit der jeweils aktuellsten Treibersoftware.

Lieferumfang

Das mitgelieferte Zubehör des Dell E228WFP umfasst ein Netzkabel sowie ein D-Sub Kabel für die analoge und ein DVI-D Kabel für die digitale Signalübertragung. Ein mehrsprachiges Produktinformations-Handbuch und eine kurze Anleitung zum Aufbau und zur Inbetriebnahme liegen dem Gerät in Printform bei. Eine CD-ROM, welche neben dem INF-Monitortreiber und einem ICC-Farbprofil auch eine ausführliche Bedienungsanleitung im HTML-Format enthält, komplettiert das mitgelieferte Zubehör.

Optik und Mechanik

Der Dell E228WFP kommt im schlichten mattschwarzen Look daher. Den einzigen farblichen Kontrast bilden der vorderseitig in silbern gehaltene mittlere Teil des Standfußes, sowie die ebenfalls silbernen Bedienknöpfe. Das Display ist in einem schwarzen, an allen Seiten 1,7 cm breiten Rahmen eingefasst. Bei dem recht schmalen Gehäuserahmen wäre auch ein Mehrschirmbetrieb gut denkbar.

Beim Gehäusedesign wurde weitestgehend auf überflüssige Schnörkel verzichtet, was diesem – vom Hersteller als Entertainment- und Multimedia-TFT angepriesenen Gerät – auf den ersten Blick einen nüchternen, aber dennoch sehr ansprechenden Office-Charme verleiht.

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Spartanisches Design und dennoch schick – Der Dell E228WFP von vorne.
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Die Rückseite des Dell E228WFP ist komplett in schwarz gehalten.

An der Gehäuserückseite befinden sich oben, links und rechts großzügig geschlitzte Lüftungsöffnungen. Insekten, die sich vom Backlight des Displays angezogen fühlen, haben es somit leichter ins Gehäuseinnere vorzudringen.

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Mit Standfuß misst der Monitor gerade einmal 15 cm in der Tiefe.
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Der Abstand von der Schreibtischplatte bis zur Rahmenunterkante beträgt 7,7 cm. Bis zum sichtbaren Teil des Panels sind es 9,4 cm.

Der Standfuß des Dell E228WFP verfügt lediglich über eine Neigemechanik. Das Display lässt sich also weder schwenken noch in der Höhe verstellen. Als wirklich optimal können wir unter ergonomischen Gesichtspunkten die Funktion deshalb nicht bezeichnen, zumal der Abstand des Displays von der Rahmenunterkante bis zur Schreibtischplatte gerade einmal 7,7 cm beträgt. Somit könnte insbesondere die nicht vorhandene Höhenverstellung bei dem ein oder anderen höher gewachsenen Zeitgenossen für Unmut in der guten Stube sorgen.

Zur Ehrenrettung des Dells muss allerdings ergänzend hinzugefügt werden, dass der E228WFP für wahr nicht das einzige Modell mit eher unzureichenden Ergonomie-Eigenschaften darstellt. In diesem Punkt finden sich speziell in der Riege der breiten 22-Zoller derzeit fast nur schwarze Schäfchen am TFT-Markt.

Im Rahmen eines Ergonomie-Specials haben wir auch zu diesem wichtigen Thema Wissenswertes und Weiterführendes zum nachlesen bereitgestellt.

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Der E228WFP lässt sich um 21° nach hinten und um 4° nach vorne neigen.

Der Dell E228WFP besitzt eine Verschraubung nach VESA100-Standard und somit besteht die Möglichkeit z. B. einen anderen Standfuß mit besseren Ergonomie-Funktionen oder aber eine Wandhalterung zur alternativen Montage zu nutzen. Da sich die vier VESA-Schrauben hinter einer Blende der Gelenkhalterung verbergen, muss zunächst der Standfuß vom Display abmontiert werden.

Erfreulicherweise gestaltet sich das Entfernen aufgrund der geradezu vorbildlich gelösten Klick & Einrast-Mechanik des E228WFP als äußerst simpel. Ein Druck auf den sich unter dem Standfuß-Gelenk befindlichen Knopf genügt um das Monitorgehäuse aus der Sicherung zu lösen. Der Fuß kann dann spielend leicht abgehoben werden. Anschließend sollte das Display vorsichtig mit der Panelseite nach unten auf dem Tisch abgelegt werden. Idealer Weise auf einer weichen Unterlage, wie etwa einem Handtuch.

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Die VESA100-Verschraubung an der Gehäuserückseite und darunterder Knopf zum Lösen der Standfuß-Arretierung.

Nach dem Entfernen des Standfußes vom Monitorgehäuse lässt sich nun eine beliebige alternative Halterung, die der VESA100 Norm entspricht, am Gerät montieren. Der Fuß vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Die robust wirkende schwarz-silberne Kunststoffverschalung umschließt den inneren Aluminium-Kern sehr sauber. Scharfkantige Stellen gibt es nicht. Mit seiner verhältnismäßig breiten Standfläche von 31 cm und den acht an der Unterseite angebrachten Standnoppen gewährleistet der V-förmige Fuß des E228WFP absolut sicheren Halt.

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Vorder- und Rückseite des Standfußes.
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An der Unterseite kommt der metallene Kern zum Vorschein.

Der Standfuß des E228WFP verfügt über eine gleichsam simple wie praktische Kabelführung in Form einer rechteckigen Aussparung, durch die Netz- und Signalkabel geführt werden können. Einwandfrei klappt das zumindest mit den im Lieferumfang enthaltenen Anschlußkabeln. Bei Kabeln anderer Hersteller könnte es angesichts der recht schmal gehaltenen Aussparug eventuell problematisch werden. In unserem Test wollten einige dickere, hochwertig geschirmte Signalkabel nicht durch das Loch passen.

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Dell E228wfp Monitor 14 Dell E228wfp
Loch im Fuss! Die Lösung mit der Kabelführung durch den Standfuß ist nicht nur simpel, sie macht optisch auch noch was her.

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