Test Monitor ViewSonic VP2765-LED
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Skalierung und Deinterlacing

Über das OSD des VP2765 lässt sich die Skalierung einstellen. Hier kann man zwischen einer 4:3 Darstellung und einem gestreckten Bild wählen. Eine Anpassung für 5:4 Material gibt es nicht. Entsprechendes Material wird auch nicht ganz korrekt angezeigt, da es in das 4:3 Format gezwängt wird. Der Unterschied ist jedoch gering.

Interessant ist jedoch, dass nicht jede Auflösung beziehungsweise jedes Seitenverhältnis bei der Einstellung 4:3 entsprechend behandelt wird.

Stellt man die Auflösung 1.680 x 1.050 Bildpunkte bei einem Seitenverhältnis von 16:10 ein, reagiert die 4:3 Funktion nicht und das Bild bleibt auf Vollbild gestreckt. Der Monitor entscheidet hier eigenständig, wie das Bild anzuzeigen ist. In keinem Fall aber lässt sich diese Auflösung mit originalem Seitenverhältnis anzeigen und ist somit immer gestreckt.

Korrigieren lässt sich dies nur über die Grafikkarte und deren eigene Skalierungsfunktion.
Von uns getestete Auflösungen wie 480i, 576i und 1080i wurden alle fehlerhaft angezeigt, was sich in deutlicher Unschärfe mit massivem Bildzittern und Doppelkonturen äußerte.

Overscan

Der VP2765 verfügt im OSD über eine Overscan-Funktion. Schaltet man diese zu, werden horizontal wie vertikal jeweils deutlich über 20 Pixel abgeschnitten. Das angezeigte Bild ist hierbei zudem durch eine deutlich sichtbare Unschärfe geprägt, selbst in nativer Auflösung.

Farbmodelle und Signallevel

Da der VP2765 über keinen HDMI-Eingang verfügt, haben wir den Signallevel nicht überprüft.

Bewertung

Kein Preis verfügbar
3.2

(BEFRIEDIGEND)

Fazit

Der ViewSonic VP2765-LED verhagelt sich eine bessere Bewertung in vielen Bereichen durch größere und kleinere Schnitzer der technischen Umsetzung. Positives gibt es aber natürlich auch zu erwähnen. Dazu gehört in erster Linie der auffallend hohe Kontrast, der selbst im schlechtesten Fall noch weit über 2.500:1 bleibt.

Das Gerät bietet viele Anschlussoptionen und alle nötigen ergonomischen Einstellmöglichkeiten. Die Ausleuchtung ist gut und auch die Homogenität zieht hier mit. Gerade für einen LED-Monitor sind das gute Ergebnisse. Im Betrieb ist das Gerät unhörbar. Der Stromverbrauch liegt weit unter den Angaben des Herstellers und erfüllt schon die kommenden EU-Richtlinien.

Aufgrund seiner nicht ganz optimalen Kalibrierbarkeit, fehlender Bildschirmprofile und der geringen Farbraumabdeckung kann man dem Gerät den Einsatz im professionellen Grafikbereich leider nicht zusprechen. Für den Hobbyeinsatz ist der Monitor jedoch noch geeignet. Die schlecht justierten Verstellmöglichkeiten des Tragarms dürften jedoch auch dieser Zielgruppe negativ auffallen.

Was dem VP2765 wirklich zu schaffen macht, sind bewegte Bildinhalte und Inhalte die von der nativen Auflösung abweichen. Office-Anwender sind von deutlicher Schlierenbildung, falschen Konturen und unlesbarem gescrollten Text betroffen. Auch die Interpolation fällt hier mit einer unsauberen Implementierung auf.

Filmliebhaber ereilt ein ähnliches Schicksal, da auch in Filmen die deutlichen Schlieren auffallen. Dass der VP2765 sich somit auch für Spieler nicht gut eignet, muss man an dieser Stelle fast nicht mehr erwähnen. Vergessen darf man jedoch nicht, dass ViewSonic den Monitor für diese Zielgruppe auch nicht konzipiert hat.

Bei der momentanen Konkurrenz wird es der ViewSonic nicht leicht haben sich gegen diese durchzusetzen.

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