Test Philips Evnia 34M2C6500: OLED-Monitor erzielt Bestnote
9/9

Audiovisuelle Medienwiedergabe

Das Testgerät verfügt über eine HDMI-Schnittstelle für HD-Zuspieler. Der Ton wird über den Audio-Ausgang (Kopfhörer) ausgegeben, sofern er belegt ist. Für die folgenden Tests wurde ein Google Chromecast per HDMI-Kabel angeschlossen.

Skalierung und Bildraten

Für die Beurteilung spielen wir Bildsignale in 480p, 576p, 720p und 1080p ein. Wählt man im OSD für die Skalierung „Bildschirmgröße (27“W)“ oder „4:3“, können alle Signale korrekt dargestellt werden. Die Wiedergabe war bei 1080p und 720p mit 50 und 60 Hz möglich, nicht aber bei 24 Hz. Der Google Chromecast bot uns sogar 4K mit 50 und 60 Hz an, was der Philips 34M2C6500 auch umsetzte.

4K-Signale werden entgegengenommen
4K-Signale werden entgegengenommen

Farbmodelle und Signallevel

Der Philips 34M2C6500 verarbeitet digitale RGB- und YCbCr-Farbmodelle. Bei Anschluss über die HDMI-Schnittstelle wird automatisch Videolevel (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) gewählt und somit der richtige Schwarzpegel angezeigt. So werden Weiß und Schwarz richtig dargestellt, und es entsteht kein flaues Bild. Sollte es einmal nicht passen, bietet das OSD allerdings keine Möglichkeit, manuell einzugreifen.

Overscan

Overscan bedeutet, dass die Ränder des Bildes über die Bildschirmränder hinaus verborgen sind, und zwar so, als wäre das Bild vergrößert. Eine entsprechende Option ist im OSD unter „HDMI“ vorhanden und kann an- oder ausgeschaltet werden.

HDR

Der Philips 34M2C6500 bietet HDR10-Unterstützung und ist nach DisplayHDR 400 True Black spezifiziert. Erkennt der Monitor ein HDR-Signal, zum Beispiel vom Chromecast, schaltet der Bildschirm direkt in den HDR-Modus „Display True Black“ (457 cd/m²). Weiterhin stehen die Modi „HDR Spiel“ (482 cd/m²), „HDR Film“ (481 cd/m²), „HDR Vivid“ (480 cd/m²), „Persönlich“ (476 cd/m²), „HDR 1000 Max“ (485 cd/m²) und „Aus“ bereit. Die Werte in Klammern stellen den gemessenen maximalen Helligkeitswert im jeweiligen Modus dar (APL 10 %).

Wer unter Windows in HDR spielen oder ein Video ansehen möchte, muss HDR unter Windows aktivieren und entsprechende Einstellungen vornehmen, die im Handbuch beschrieben werden.

Der HDR-Effekt ist durchaus ansprechend, was natürlich mit dem enormen Kontrast zusammenhängt, da die OLED-Technologie ein komplettes Schwarz darstellen kann.

Bewertung

4.6

(SEHR GUT)

Fazit

Der Philips Evnia 34M2C6500 hinterlässt im Test nicht nur im Spielebereich einen hervorragenden Eindruck. Auch das gelungene, unaufdringliche Design und die Tauglichkeit als Allrounder überzeugen. Ein Monitor mit OLED-Technologie ist heute sicherlich das Nonplusultra, wenn es um kurze Reaktionszeiten und eine scharfe Bilddarstellung ohne Ghosting oder Korona-Effekte geht. Der 34 Zoll große, gebogene Bildschirm (1800 R) wurde für die breite Masse entwickelt. Heute bieten immer mehr Hersteller eine 4K-Auflösung oder Bildwiederholfrequenzen von über 500 Hz an. Nur dafür werden eben entsprechend leistungsfähige Grafikkarten benötigt. Dem Philips 34M2C6500 reicht eine Mittelklassekarte, die nicht mal brandneu sein muss, um sein volles Leistungspotenzial zu zeigen.

Die Ergebnisse beim Gaming sind überzeugend, auch wenn die Features moderat ausfallen. Immerhin stehen Adaptive Sync, ein Fadenkreuz, Stark Shadow Boost, Low Input Lag und SmartFrame zur Verfügung.

Die Farb- und die Bilddarstellung sind exzellent. Egal ob Helligkeitsverteilung, Farbreinheit, Kontrast, Ausleuchtung, Blickwinkelabhängigkeit oder Farbraumvolumen: Überall erreicht der Philips 34M2C6500 Bestnoten. Auch die voreingestellten Modi für sRGB, DCI-P3 und Adobe RGB liefern gute Ergebnisse, die nach einer Software-Kalibrierung noch etwas optimiert werden können und im Fall von DCI-P3 sogar sehr gut ausfallen.

Ein Highlight, das nur Philips-Monitore bieten, ist Ambiglow – analog zu den Philips-Fernsehern, wo das Feature Ambilight heißt. Die Umsetzung, die Farbdarstellung und die visuellen Effekte begeistern. Allein dieses Feature ist es wert, dem Philips 34M2C6500 eine Chance zu geben.

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Die Darstellung von HDR-Inhalten ist für den nach VESA DisplayHDR 400 True Black zertifizierten Monitor ebenfalls kein Problem. Wo die Effekte bei IPS-Panels mit DisplayHDR 400 oft untergehen, kann der Philips 34M2C6500 mit den enormen Kontrastwerten des OLED-Panels punkten.

Ist der Proband also für alle perfekt? Nicht unbedingt, denn das Display hat einige Eigenschaften, die bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten. Die Oberfläche des Panels ist glossy, also glänzend. Das ist nicht jedermanns Sache. Obwohl wir gut entspiegelte Oberflächen bevorzugen, hat uns diese Eigenschaft beim Philips 34M2C6500 nicht weiter gestört. Zum Einsatz kommt ein QD-OLED-Panel der ersten Generation, dem eine nicht optimale Schriftdarstellung nachgesagt wird. Wir haben dies ausführlich getestet und konnten keine negativen Auswirkungen feststellen. Auf einen USB-C-Anschluss mit Power Delivery wurde wohl aus Preisgründen verzichtet, was schade ist.

Positiv wäre dann noch der Preis selbst zu nennen, der mit 650 Euro für die gebotene Ausstattung und Leistung wirklich günstig ist. Damit ist der Philips 34M2C6500 nach unseren Recherchen mit anderen Modellen und ähnlicher Ausstattung der derzeit günstigste OLED-Monitor auf dem Markt.

Der Philips Evnia 34M2C6500 erhält aufgrund seiner hervorragenden Leistung eine klare Kaufempfehlung.

Testlogo Philips Evnia 34M2C6500

Hinweis in eigener Sache: PRAD erhielt den 34M2C6500 leihweise von Philips zu Testzwecken. Herstellerseitig gab es weder eine Einflussnahme auf den Testbericht noch eine Verpflichtung zur Veröffentlichung oder eine Verschwiegenheitsvereinbarung.

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8 Gedanken zu „Test Philips Evnia 34M2C6500: OLED-Monitor erzielt Bestnote“

  1. Ich hab mir nach diesem Test den Philips Evnia 34M2C6500AM geholt.
    Nach Benutzung habe ich Tinnitus und muss nach Überprüfung feststellen: meiner produziert starkes auslstungsbedingtes Fiepen. (Je höher der Verbrauch, desto sanfter das Fiepen, auf ein breiteres Spektrum verteilt)
    Liegt das an dem verbauten GSync Modul des Evnia 6500AM oder hat der Evnia 6500 ebenfalls dieses Problem? Könnte das mal jemand am oberen, linken Bildschirmrand eines Gerätes testen? zB mit „Spectroid“ (oder vergleichbare App). Mit „Stark Shadow Boost“ auf Stufe 1-2 und dem Ambilight auf „Brightest“ ist es weniger schlimm, da es sich auf mehr Frequenzen verteilt, aber es ist weiterhin Abhängig vom Bildschirminhalt und wahrnehmbar. Ich würde gern wissen ob ich einfach Pech im Betriebsgeräusche Bingo der Serienstreuung hatte oder sogar das Gerät ohne gSync Modul weniger anfällig ist…
    Funfact: Ambilight mit Atmungseffekt produziert schöne Muster im Audiospektrum von 14-20 kHz.

    Antworten
      • Das ist in der Tat korrekt. Ich überlege ja zu wechseln, aber befürchte leider auch, dass der von euch getestete Evnia 34M2C6500 (nicht AM) über das identische Problem verfügen wird. Vielleicht könnt ihr das als Idee zum eher subjektiven Betriebsgeräusche Abschnitt intern bewerten, ob ihr ein Abbild des Audiofrequenzspektrums für sinnvoll erachtet? *mit Hinweis auf Serienstreuung
        Ich gehe von identischen Spannungswandler Schaltkreisen aus und hoffte auf eine genauere Einschätzung. Bei Lüfter Tests sieht man immer häufiger ein Abbild des typischen Audiofrequenzspektrums, das vermisse ich oft bei anderen Technik Tests, z.B. bei intern verbauten Netzteilen.
        Danke für die fixe Antwort und danke für eure stets ausführlichen Tests aller Arten von Bildgeräten. Das ist Qualität, die ihresgleichen sucht!

        Antworten
  2. Anderthalb fragen: was ist denn der Unterschied zum älteren 8600? Kann es sein, dass der 6500 keinen Lüfter mehr hat? Der wurde im test nicht erwähnt…?

    Antworten

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