Test Projektoren & Beamer LG PH300
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Farbwiedergabe

Lg Ph300 Beamer Testbild Farben Ist
Farbdarstellung: Kräftige, stimmige Farben und natürliche Hauttöne.

Wie bereits mehrfach angedeutet, können LED-Geräte insbesondere mit ihrer Farbdarstellung punkten. Zumindest wenn die Abstimmung gut gelungen ist und der erweiterte Farbraum nicht zu unnatürlichen Bonbonfarben führt. LG gelingt diese Abstimmung auch beim PH300 wieder sehr gut.

Lg Ph300 Beamer Kino
Ruckelfreie Filmdarstellung von 1.080p mit dem integrieren Player.

Die Farbtemperatur scheint zwar deutlich kühler als die Kinonorm D65 abgestimmt zu sein. Das ist aber Geschmackssache, und an die Farbtemperatur passt sich unsere Wahrnehmung sehr schnell an.

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Natürliches Grün; Hauttöne gelegentlich etwas rötlich.

Wesentlich wichtiger ist, dass die Farben in sich stimmig wirken und Hauttöne sowie das Pflanzengrün natürlich dargestellt werden. Das gelingt dem PH300 subjektiv sehr gut. Hauttöne zeigen teilweise zwar ein bisschen viel Rot, bleiben aber stets natürlich. Selbst schwierige Szenen mit Pflanzengrün in „Der Herr der Ringe“ werden glaubhaft rübergebracht.

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Anständige Detailzeichnung in dunklen Szenen, aber etwas magerer Schwarzwert.

Auch hinsichtlich Reaktionsverhalten waren im Praxistest bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen.

Sound

Für den Sound hat der PH300 zwei Stereo-Lautsprecher mit je 1 Watt an Bord. Klanglich liegen sie auf dem Niveau gängiger Smartphones. Allzu viel darf man hier also nicht erwarten, ab einem Pegel von 75 % ist bereits gelegentliches Dröhnen zu hören.

Bewertung

Kein Preis verfügbar
3.9

(GUT)
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Fazit

Mittlerweile lässt sich die in der Einleitung aufgeworfene Frage recht gut beantworten. Zweifelsohne ist der PH300 ein cooler Blickfang, der für einen ordentlichen Wow-Effekt sorgt. Darüber hinaus ist er aber auch leistungsfähig genug, um in einer Vielzahl von Anwendungsszenarien zum realen Einsatz zu kommen.

Natürlich kann er einem dedizierten Heimkino-Projektor nicht das Wasser reichen. Aber für den gelegentlichen Kinoabend dürfte er im Netzbetrieb vielen bereits völlig ausreichen. Damit erhält man nicht nur Bilddiagonalen, die jeden TV in den Schatten stellen, sondern auch dank der kräftigen LED-Farben eine ziemlich beeindruckende Bildqualität.

Richtig deutlich wird der Mehrwert des PH300 aber, wenn man häufig damit unterwegs ist und den Maßstab nicht bei der maximal erreichbaren Bilddiagonalen ansetzt. Wer hat denn schon einen 27-Zoll-Monitor, der in einer Handtasche Platz hat und gegebenenfalls auch zwei Stunden ohne Steckdose auskommt?

Klar gibt es auch sehr mobile Notebooks und Tablets, aber immer mit einem sehr kleinen Display. Wer schon mal abends im Hotel darauf umfangreiche Excel-Tabellen für die Angebotspräsentation am nächsten Tag bearbeitet hat, dem wird jetzt ein Licht aufgehen, was man mit 300 ANSI-Lumen so alles anstellen kann.

Wenn man den PH300 so betrachtet, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Zeitvertreib im Flugzeug und auf Bahnfahrten, spontane Präsentation von Geschäftsideen, Monitor-Ersatz zum Arbeiten im Hotelzimmer, Kino- und Fotovorführungen bei Freunden, und so weiter.

Wer den Projektor dagegen doch überwiegend im heimischen Wohnzimmer einsetzt, fährt mit dem ebenfalls auf PRAD getesteten LG PA1000 besser, ohne allzu viel mehr bezahlen zu müssen.

In der Klasse der ultraportablen Geräte ist der PH300 derzeit aber kaum zu schlagen.

Pro und Contra

  • Ultraleicht und portabel
  • Mustergültige Bedienbarkeit
  • Kräftige Farben dank LED-Technik
  • Eingebauter Media-Player
  • Insgesamt gute Bildqualität für seine Geräteklasse
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Magere Lichtleistung im Akkubetrieb
  • Hochfrequentes Betriebsgeräusch
  • Schwächen bei Bildgeometrie und Schärfeverteilung
  • Ungünstige Throw Ratio

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... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

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