Test TV Philips 55PUS9109/12
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Bildqualität

Um gleich auf die „Distance Adaptive Sharpness“-Funktion einzugehen: Laut Philips ermittelt diese per Kamera die Entfernung zum Zuschauer und passt anschließend die Schärfe an – nennenswerte Verbesserungen konnten wir jedoch weder aus der Nähe noch aus größerem Sitzabstand feststellen.

Ohnehin zeichnet das 55PUS9109 das Bild auf Anhieb sauber durch; selbst in vierfacher Full-HD-Auflösung produzierte Testbildmuster erscheinen sehr scharf und ohne Einfärbungen. Die Farbreproduktion selbst meistert der Fernseher ebenfalls mit Bravour.

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Sauber abgedeckt: Die isf-Presets des Philips 55PUS9109 punkten mit einer sehr guten Farbreproduktion ohne nennenswerte Delta-E-Abweichungen. (Bild links) Je nach Farbhelligkeit weichen die entsprechenden Koordinaten geringfügig vom Sollwert ab. Rottöne zum Beispiel werden in dunklen Bildbereichen leicht eingeschränkt. (Bild rechts)

So tasten sich die Holländer von der bislang eher kühl abgestimmten Farbtemperatur nun an angenehm warme 6.100 Kelvin heran. Der zugrunde liegende Bildmodus „isf Tag“ brilliert dabei mit geringen Detla-E-Abweichungen, obgleich Graustufen einen leichten Gelb-Rotstich aufweisen.

Darüber hinaus driften stark gesättigte Gelbtöne bei genauerem Hinsehen minimal ins Grünliche ab. Hier schafft eine Feinjustage Abhilfe, wobei die entsprechenden Regler erst einmal mit dem Zahlencode „473473“ freigeschaltet werden müssen.

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Keine Ausreißer: Der Philips 55PUS9109 gibt sogar schwierige Farbnuancen originalgetreu wieder, Weiß zeigt aufgrund der etwas zu niedrig eingestellten Farbtemperatur aber einen leichten Gelb-Rotstich.

Mit Kontrastwerten von 999:1 (EBU) beziehungsweise 426:1 (ANSI) steht der Philips 55PUS9109 seiner Konkurrenz in nichts nach, unter Auflicht schwächelt er allerdings sichtbar: Der Hellraumkontrast ist nämlich trotz der üppigen Leuchtreserven von 360 Candela pro Quadratmeter auf 518:1 beschränkt.

In lichtdurchfluteten Räumen muss man also einige Einschränkungen bei der Differenzierung hinnehmen. Gleiches gilt für seitlich sitzende Zuschauer, da das Bild aus schrägen Betrachtungswinkeln recht stark an Kontrast und Helligkeit verliert.

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Sichtbare Einbußen: Während sich der Helligkeitsverlust (rot) im Blickwinkelbereich von zehn bis 60 Grad noch im akzeptablen Bereich bewegt, nimmt der Kontrast um ganze 77 Prozent ab.

Dafür ist die Ausleuchtung für ein Edge-LED-Panel ziemlich homogen; in Schwenks über monotone Flächen wie Fußballfelder tritt nur minimales Clouding auf. Leider gelingt dem Fernseher die 24p-Darstellung nicht ganz so gut.

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Das Farbmanagement ist in den isf-Bildmodi nicht ohne Weiteres zugänglich; erst nach Eingabe des Zahlencodes „473473“ über die Fernbedienung sind Anpassungen möglich. Kontrast und 24p-Darstellung lassen sich ebenfalls verbessern.

Einerseits flimmern fein aufgelöste Strukturen gelegentlich, andererseits kommen bei abgeschalteter Bewegungsglättung leichte, unregelmäßige Ruckler zum Vorschein – diese konnten wir zum Beispiel im animierten Intro von „Casino Royale“ beobachten.

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Die Farbtemperatur des Philips 55PUS9109 verläuft über den Helligkeitsbereich relativ konstant; nur helle und dunkle Grautöne werden leicht eingefärbt.

Die 3D-Wiedergabe lässt keine großartigen Wünsche offen: Das dreidimensionale Bild erscheint dank aktiver Shutter-Technik angenehm scharf, farbneutral und ohne nervige Übersprecheffekte. Zwei batteriebetriebene Brillen gehören bereits zum Lieferumfang.

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