Test TV ViewSonic LCD TV N3000w
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PC Betrieb

Der Viewsonic ist dank seines HDCP-kompatiblen DVI Eingangs für digitale Bildzuspielung von entsprechenden DVD-Playern und vom PC geradezu prädestiniert. Hier spielt der N3000w seine wahren Stärken aus, das Bild profitiert ungemein von der DVI-Zuspielung. Spätestens hier merkt man, dass ViewSonic eigentlich auf PC-Monitore spezialisiert ist. So war die Auflösung dunkler Bildinhalte wesentlich besser und differenzierter als bei analoger Einspeisung, die Farben natürlich und nicht zu aufdringlich. Per digitaler Zuspielung mittels DVD-Player mit HDMI Ausgang, in diesem Fall ein Panasonic S97, offenbart der N3000w ein brillantes, leuchtstarkes und gut durchgezeichnetes Bild, und das bereits bei herkömmlicher DVD-Auflösung im Vollbild. Noch besser wurde die Darstellung bei Zuspielung in 720p/750p, der Panasonic S97 verfügt über einen hochwertigen integrierten Scaler, so dass ein progressives DVD-Bild in 1.280 x 720 (750) übertragen wird.

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Im PC Betrieb bietet der ViewSonic N3000W ebenfalls eine ansprechende Bildqualität

Bis auf den nicht optimalen Schwarzwert war das Bild kaum verbesserungswürdig. Da die allermeisten DVD-Player mit DVI/HDMI Ausgang ein HDCP geschütztes Signal ausgeben, ist es wichtig, dass das Display einen eben solchen Eingang bietet, wie eben der N3000w. Ansonsten bleibt der Bildschirm schwarz. Besonders gespannt waren wir natürlich auch auf die Eignung des Gerätes als PC Großbildmonitor. Dazu wurde der N3000w per DVI vom PC mit einer Radeon X800XL angesteuert. Windows erkannte selbstständig alle zur Verfügung stehenden Auflösungen, in der nativen Auflösung von 1.280 x 768 war das Bild ohne Fehl und Tadel: gestochen scharf und farbrein. Zum positiven Gesamtbild trug auch hier die fast perfekt homogene Ausleuchtung des Testgerätes bei. Das Bild per VGA war gut, wurde aber nur kurz getestet. Nach unserer Meinung rechtfertigt der Vorteil der DVI-Übertragung sogar den Kauf einer Grafikkarte mit entsprechendem Ausgang. Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied, dies gilt gerade bei der Bildübertragung. Per DVI und selbst bei kurzem Sitzabstand in normaler „Schreibtischentfernung“ wirkte das Bild trotz 30“ nicht zu grobkörnig/pixelig. Dennoch stellte sich schnell heraus, dass zum entspannten Arbeiten ein Mindestabstand von ca. 1,50 m eingehalten werden sollte. Ansonsten werden die notwendigen Augenbewegungen („Tenniszuschauer“) auf Dauer zu anstrengend.

Die Vollbildskalierung kleinerer Auflösungen gelang dem Viewsonic recht ordentlich, optimal ist aber wie bei jedem TFT nur die native Auflösung. Erstaunlicherweise wurde sogar eine eigentlich zu hohe Auflösung von 1.280 x 1024 herunterskaliert und dargestellt, was keine Selbstverständlichkeit. Bei Einhaltung eines angenehmen Mindestsitzabstands ist längeres Arbeiten durchaus möglich. Aber das eigentliche Einsatzgebiet und sicherlich auch vom Hersteller so konzipiert, ist die Verwendung als Multimedia Display. Der Test-PC verfügte über eine TV-Karte, das per DVI zugespielte TV-Bild war deutlich besser als vom eingebauten HF-Tuner des ViewSonic N3000W. Dies macht sich durch eine bessere Durchzeichnung, insbesondere in dunklen Passagen und durch natürlichere Farben bemerkbar. Auch die Vollbildskalierung des TV-Bildes per PC gelang besser. Hier traten weniger Bildrauschen und sichtbare Artefakte auf.

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Bedienelemente auf der Gehäusefront

Die Vollbilddarstellung von DVDs per Softwareplayer war der Zuspielung per digitalem Standaloneplayer ebenbürtig und dem analogem RGB-Anschluss eines externen Players ohnehin überlegen. Im Test kam „WinDVD 6.0 Platinum“ zum Einsatz. Auch bei PC Spielen gab sich der ViewSonic N3000W keine Blöße. Wir nahmen keine störenden Schlieren wahr. Die Reaktionszeit ist vergleichbar mit guten 16 ms PC TFTs. Überwältigt ist der Betrachter bereits von der schieren Größe des Bildes, aber wie erwähnt gelingt dem Gerät auch unabhängig davon eine beeindruckende Darstellung. Getestet wurden diverse Spiele in der Auflösung von 1.280 x 778, so z. B. „World of Warcraft“, „Call of Duty“, „Half Life 2“, „NFSU2“. Die volle Spieletauglichkeit wurde von mehreren Personen unabhängig von einander bestätigt. Gegebenenfalls in Verbindung mit einer kabellosen Tastatur / Maus steht dem großformatigen PC-Spielerlebnis nichts im Weg.

Bewertung

Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Ausleuchtung:
Subjektive Bildqualität TV:
Subjektive Bildqualität S-Video:
Subjektive Bildqualität PC:
Klangeindruck:
Gehäuseverarbeitung und Mechanik:
Bedienung:
Preis [incl. MwSt. in Euro]: 1.399,00
4.3

(GUT)

Technische Spezifikation: ViewSonic LCD N3000W

Fazit

Das Testgerät schlägt sich zu preislich und technisch vergleichbaren TFT Mitbewerbern beim Schwarzwert und der analogen Graustufenauflösung gut. Nur wesentlich teurere Geräte mit diversen zusätzlichen Bildaufbereitungstechniken können bei der Bildqualität mehr bieten. In Anbetracht des Preises ist die Leistung des TV-Teils und die analoge Signalverarbeitung zufriedenstellend zu werten. Wenn die herausragenden Testergebnisse aus der digitalen Zuspielung und die extrem reichhaltige Ausstattung addiert werden, ergibt sich gar ein hervorragendes Preis- / Leistungsverhältnis.

Zur Höchstform läuft der Viewsonic N3000w bei digitaler Zuspielung per DVI auf. Hier bietet das Gerät mehr Funktionalität als so manches wesentlich teurere TFT TV Gerät. Wer ein ideales LCD TV-Gerät in der 30“ Klasse für einen HTPC (Home Theatre PC) oder HDMI/DVI Standalone Player sucht, bekommt mit dem N3000w ein absolutes Top Gerät zu einem sehr fairen Preis.

Der Viewsonic N3000w verfehlt nur ganz knapp das Gesamturteil „Sehr gut“. Während er diese Wertung für die Darstellung digital zugespielter Bildquellen uneingeschränkt verdient hätte, verhindert die eher durchschnittliche Bildqualität der eingebauten Tuner und analogen Signalverarbeitung die Bestwertung.

 

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