Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast
Die Messungen werden nach einer Kalibrierung auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.
Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Mit einem Weißpunkt von D65 und der Energieeinstellung „Standard“ erreichen wir maximal 305 cd/m². Schaltet man den Eco-Modus komplett aus, was auch über die Direkttaste möglich ist, erhöht sich die Maximalhelligkeit auf 377 cd/m². Die Herstellerangabe von 350 cd/m² wird damit sogar übertroffen. Wir messen die Werte in der Bildmitte. Die Helligkeit kann auf ein Minimum von 49 cd/m² reduziert werden, was für das Arbeiten in einer komplett abgedunkelten Umgebung noch geeignet ist.
Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels wird vom Hersteller mit 1300:1 angegeben. Nach unseren Messungen beläuft sich der maximale Kontrast bei 50 % Helligkeit auf 1365:1 und im Durchschnitt auf ausgezeichnete 1311:1. Nach der Kalibrierung liegt der Wert bei 1268:1.
Bildhomogenität
Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 %.

Die Helligkeitsverteilung erzielt mit einem Durchschnittswert von 3,77 % ein gutes und mit einem Maximalwert von 9,52 % ein sehr gutes Ergebnis. Die Farbhomogenität kann im Durchschnitt (Delta-C-Average: 1,07) und bei der Maximalabweichung (Delta-C-Maximum: 1,79) ein ausgezeichnetes Resultat verbuchen.
Coating
Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.
Mikroskopischer Blick auf die Subpixel mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der ViewSonic VG2748A-2K besitzt eine matte Oberfläche mit mikroskopischen Vertiefungen zur Diffusion.
Blickwinkel
Die Herstellerangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Das Foto zeigt den Bildschirm des ViewSonic VG2748A-2K bei horizontalem Blickwinkel von ±60 Grad.

Dank des IPS-Panels bleiben die Farben stabil, lediglich bei sehr großen Betrachtungswinkeln hellt das Bild auf, was auch dem Glow geschuldet ist. Die Farbtemperatur bleibt jedoch weitgehend unverändert. Insgesamt sind die Blickwinkel stabil, und die Blickwinkelstabilität ist als gut zu bewerten.
Interpolation
Ein Schärferegler ist im OSD unter „Manuelle Bildanpassung“ vorhanden und wirkt auch in der nativen Auflösung. Ab Werk ist er mit dem Wert 50 hinterlegt und kann in 25er-Schritten von 0 bis 100 angepasst werden. In der nativen Auflösung ergibt ein Schärfen keinen Sinn. Wer die Schriftstärke anpassen möchte, sollte besser das Windows-Bordmittel ClearType nutzen. Bei Auflösungen, die von der nativen abweichen, konnten wir eine sichtbare Verbesserung bei Schrift bemerken, aber die Interpolation des ViewSonic VG2748A-2K ist bereits beim Wert 50 gut.
Wir testen die Interpolation am HDMI-Eingang. Die Schärfe in der nativen Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut.
Im PC-Betrieb sollte die Skalierung der Grafikkarte überlassen werden, die das Bildsignal als Vollbild, Seitenverhältnis oder 1:1 wiedergeben kann. Leider nehmen die Interpolationsmöglichkeiten der Monitore in diesem Bereich immer mehr ab. Da wir aber testen wollen, was der ViewSonic VG2748A-2K leistet, haben wir in den Einstellungen der Grafikkarte festgelegt, dass das Anzeigegerät die Skalierung übernehmen soll und ein 1:1-Bild von der Grafikkarte ausgegeben wird.
Für von der nativen Auflösung abweichende Eingangssignale bietet das Gerät die Optionen 4:3 und Vollbild. Eine Darstellung im Seitenverhältnis 1:1, 5:4 oder 16:10 ist dagegen nicht möglich.
Wir empfehlen Ihnen, die Interpolation am PC der Grafikkarte zu überlassen. Das ist deutlich bequemer, und die Anzeige bleibt immer korrekt.











