Test ViewSonic VP2458 – günstiger Monitor überrascht bei Bildbearbeitung
5/5

6
23389

Bewertung

ab 219,00 €
4.1

(GUT)

Fazit

Im Vergleich zu seinen größeren Geschwistern muss man beim ViewSonic VP2458 hinsichtlich Design und Verarbeitung praktisch keine Abstriche machen. Angesichts des Preises würden wir beides hier sogar als überdurchschnittlich gut einstufen. Für eine gute Ergonomie sind alle Einstellmöglichkeiten vorhanden. Sie lassen sich zudem angenehm leicht einstellen.

Die Werkskalibrierung kann überzeugen, und der sRGB-Farbraum wird praktisch vollständig abgedeckt. Auch dank des sehr guten Kontrastverhältnisses von rund 1200:1 kann der ViewSonic VP2458 bei der Bildqualität punkten. Selbst Ausleuchtung und Bildhomogenität waren bei unserem Testgerät – nicht nur für die Preisklasse – bemerkenswert gut. Der Bildschirm ist damit eindeutig mehr als nur ein Büromonitor.

Hinsichtlich Display-Größe und Auflösung bleiben allerdings nicht nur für die EBV Wünsche offen. Der ebenfalls sehr günstige ViewSonic VG2755-2K mag sich da als Alternative anbieten, kann aber bei Bildqualität und Farbraumabdeckung mit dem VP2458 nicht mithalten.

Als primäres EBV-Display würden wir in der heutigen Zeit zwar grundsätzlich zu einem 27-Zoll-Display (oder größer) raten. Nichtsdestoweniger lässt sich der ViewSonic VP2458 aber auch im professionellen Umfeld sehr gut nutzen. Im Fotostudio kann er zum Beispiel als Zweit-Display für das Tethered-Shooting verwendet werden. Der rekordverdächtig schmale Rahmen prädestiniert ihn außerdem für Mehrschirmsysteme.

Wer ohnehin ganz bewusst nach einem kleineren Display sucht und die mangelnde Gaming-Tauglichkeit verschmerzen kann, findet im ViewSonic VP2458 ein sehr interessantes Gerät zu einem schon fast sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Monitor ist uns damit einen Budget-Tipp wert.

Testlogo ViewSonic VP2458

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6 KOMMENTARE

  1. Ein im Dezember 2019 gekauftes Exemplar mit Firmware Version M002 kann durchaus per Hardware mit drei Speicherplätzen kalibriert werden. Das funktioniert wunderbar und stellt auch alle Monitorparameter automatisch ein.
    Einzig der Rec709 Modus sieht viel flauer aus (Material wurde über HDMI von einer Videoquelle zugespielt) als im selbst hardware kalibrierten sRGB Modus.

  2. Kleine Korrektur: „Wenn ich zweimal genau diese Seite nebeneinander auf dem Bildschirm öffne…“ – ich meinte die Tabs im Browser, die ich dann hin und her wechsle. Ich vergleiche die Seiten nicht gleichzeitig, sondern nacheinander im Vollbild.

    • Der Redakteur ist gerade im wohlverdienten Urlaub. Aber er ist ein Fotograf mit geschultem Augen und ich bin mir sicher, dass er was dazu geschrieben hätte, wenn er dieses Verhalten ebenfalls bemerkt hätte.

    • liegt das evtl. auch an deinem Notebook / PC? Hast du es mal mit einem anderen Device getestet?
      Das könnte ja auch vom Grafikkartentreiber stammen.

  3. „…günstiger Monitor überrascht bei Bildbearbeitung“ – dem kann ich nur zustimmen, allerdings im negativen Sinne! Ich habe nach einem günstigen Monitor für die Bildbearbeitung gesucht und mir nach Lesen des Tests diesen Monitor gekauft. Der Ersteindruck war wirklich gut, die Angaben im Test konnte ich mit meinem i1Display Pro bestätigen. Nun aber zu den Überraschungen: 1. Abhängig von der Größe/Anzahl an schwarzen und dunklen Bereichen im Bild ändert sich die Farbtemperatur bzw. der Blauanteil. Allein hier auf prad.de kann ich das gut beobachten: Wenn ich zweimal genau diese Seite nebeneinander auf dem Bildschirm öffne, färbt sich der weiße Hintergrund, je nachdem welche Werbung angezeigt wird. Das ist sowohl mit bloßem Auge, als auch in meinen Messungen erkennbar. 2. Abhängig von der Aktualisierungsrate entstehen bei bestimmten Farbtönen (insbesondere orange und blau) vertikale Streifen. Bei 50 Hz sind die Streifen kaum auszumachen, bei 60 Hz deutlich sichtbar und bei 75Hz nochmals deutlicher. Zusätzlich wird dieser Effekt bei Bewegtbildern verstärkt. Sehen kann ich das beispielsweise auf saturn.de (oranger Hintergrund) oder dell.com (blaue Leiste oben). Diese beiden Auffälligkeiten machen den ansonsten sehr guten Monitor für mich unbrauchbar – schade. Um einen Defekt auszuschließen habe ich noch ein zweites Exemplar bestellt, wie erwartet aber mit demselben Ergebnis. Ich bin mir 100%ig sicher, dass dies auf das Panel (LM238WF4_SSF1) zurückzuführen ist und nicht an anderen internen/externen Faktoren liegt. Hatte das Testexemplar diese Probleme nicht?

  4. Danke für das ausführliche Review!

    Gibt es unter 350€ einen 24″-Monitor, den Sie dem ViewSonic VP2458 für Bildbearbeitung vorziehen würden?

    LG

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