Test ViewSonic VX3268-2KPC-MHD: Allrounder mit Curved-VA-Panel
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FreeSync

Der Monitor unterstützt FreeSync von 48 bis 165 Hz, was uns im Grafikkartentreiber angezeigt wurde. Im Handbuch gibt es dazu keine Ausführungen. Der 1-ms-Mode, auf den wir nachfolgend genauer eingehen, kann bei einer Aktivierung von FreeSync nicht genutzt werden.

FreeSync von 48 bis 144 Hz
FreeSync von 48 bis 144 Hz

Wir haben die Umsetzung von FreeSync mit dem Windrad-Test und auch in Spielen getestet. In Games fällt ein Abreißen von Bildern normalerweise nicht direkt ins Auge. Wir hatten nach der Aktivierung aber das Gefühl, eine flüssigere Bilddarstellung zu erhalten. Die Umsetzung kann daher als gut eingestuft und die Aktivierung empfohlen werden.

1-ms-Mode

Bei dem 1-ms-Mode handelt es sich um eine Art Black-Frame-Insertion. Er ist nur mit hohen Bildwiederholraten wie 144 Hz und nicht bei 60 Hz aktivierbar.

Bei einer Aktivierung reduziert sich die Bildhelligkeit allerdings extrem auf etwa 47 cd/m² und kann auch manuell nicht wieder erhöht werden. Schnell bewegte Motive verschmieren weniger, und die Signalflanken sind extrem steil (< 1 ms), werden aber stets von einer rund 6,4 ms langen Dunkelphase unterbrochen. Die Anstiegszeit lässt sich so kaum messen, beträgt aber inklusive Dunkelphase mindestens 6,4 ms.

In der Praxis war der Effekt sehr deutlich sichtbar. Sowohl in Blur-Tests als auch in Spielen konnte eine deutliche Verbesserung wahrgenommen werden. Ein Blur-Effekt war kaum noch wahrnehmbar, und das Bild wurde schon fast erschreckend scharf dargestellt. Durch die sehr starke Helligkeitsreduzierung wird der Modus aber gleichzeitig kaum Anwendung in der Praxis finden können und stellt damit leider kaum einen Mehrwert dar.

Subjektive Beurteilung

Wie sich die Messwerte in der Praxis auswirken, wollen wir in diesem Bereich subjektiv auf Basis der Erlebnisse und Erfahrungen des Testers wiedergeben. Wir haben dafür verschiedene Spiele mit dem ViewSonic VX3268-2KPC-MHD ausprobiert und auf mögliche optische Effekte des Monitors geachtet.

Die höchste Overdrive-Stufe verursacht deutliche optische Effekte, die bei der mittleren Stufe nicht auftreten. Vor allem bei Buchstaben und Zahlen bilden sich bei schnellen Bewegungen sehr starke Schlieren und Doppelbilder. Dieser Effekt ist so deutlich sichtbar, dass wir diesen Modus für praktisch keine Anwendergruppe empfehlen können. Wir empfehlen daher, die Stufe „Erweitert“ zu nutzen, die allerdings selbst bei 144 Hz noch eine durchschnittliche Reaktionszeit von über 20 ms besitzt.

Eine übliche leichte Schlierenbildung war auf mittlerer Overdrive-Stufe ansonsten bei 60 Hz sichtbar und bei 144 Hz fast vollständig verschwunden. Dieser Effekt tritt aber bei nahezu jedem Display auf – selbst bei höherpreisigen Gaming-Modellen.

Schwarzstabilisator 0
Schwarzstabilisator 0
Schwarzstabilisator 50
Schwarzstabilisator 50
Schwarzstabilisator 100
Schwarzstabilisator 100

Spezielle Features für Gamer bietet das OSD nicht an, weder Fadenkreuz noch Timer oder fps-Anzeige sind einblendbar. Die Einstellung „Black Stabilization“ (Schwarzstabilisator) könnte für einige Spieler aber interessant sein. In elf Stufen kann dieser Wert reguliert werden, wobei mit 50 der mittlere Wert voreingestellt ist. Bei einer Reduzierung wirkt der Kontrast stärker, was wir als angenehm empfunden haben und daher empfehlen, dies auszuprobieren und an den eigenen Geschmack anzupassen. Eine Erhöhung führt dagegen zu einer Art Grauschleier auf dem Bild, was uns optisch nicht angesprochen hat. Eventuell können Gegner in dunklen Ecken dadurch etwas besser erkannt werden, wodurch auch dies einen Mehrwert darstellen kann.

Konsolenbetrieb

An aktuellen Konsolen kann der ViewSonic VX3268-2KPC-MHD mit Full HD und bis zu 120 Hz betrieben werden. An einer Xbox Series X sind, je nach Spiel, auch 2560 x 1440 Pixel bei 120 Hz möglich. Zusätzlich steht VRR („Variable Refresh Rate“), aber leider kein ALLM („Auto Low Latency Mode“) bereit.

Xbox Series X mit 120 Hz und VRR
Xbox Series X mit 120 Hz und VRR

Sound

Der ViewSonic VX3268-2KPC-MHD besitzt zwei 2-Watt-Lautsprecher, die im OSD in der Lautstärke geregelt werden können. Diese Option ist auch in den Schnellzugriffen vorhanden. Weitere Einstellungen können nicht vorgenommen werden. Alternativ lässt sich das Audiosignal über den Audio-Ausgang an zum Beispiel einen Kopfhörer weiterleiten.

Die Lautsprecher strahlen nach unten auf den Schreibtisch ab, was wir positiv wahrgenommen haben. Die Lautstärke war ausreichend laut einstellbar, und Stimmen und Töne wurden klar wiedergegeben. Ein Bass war dagegen kaum vorhanden, und auch ein wuchtiges Soundvolumen konnte nicht erzeugt werden, was aber ohnehin nicht zu erwarten war. Für kürzere Videoclips und einige Alltagssituationen sind die Klanggeber jedoch durchaus zu empfehlen. Gamern empfehlen wir allerdings die Verwendung von Kopfhörern – sowohl für eine exaktere Ortung von Gegnern als auch für eine atmosphärischere Soundkulisse in Spielen.

DVD und Video

Für die nachfolgenden Tests haben wir einen Blu-ray-Player per HDMI-Kabel angeschlossen. Wie üblich wollten wir zuerst die Einstelloptionen der Seitenverhältnisse testen. Laut Handbuch stehen dafür „4:3“, „5:4“, „16:9“ und „16:10“ zur Verfügung. Unter Windows war die Einstelloption ausgegraut, weil der ViewSonic VX3268-2KPC-MHD bei jeder eingestellten Auflösung angab, dass die native Auflösung ausgewählt worden und damit keine Anpassungen notwendig seien. Beim Blu-ray-Player war dies nicht der Fall. Der Monitor hat im OSD die 3:2-Auflösung mit 720 x 480 Pixeln korrekt erkannt. Das Feld zur Einstellung des Seitenverhältnisses blieb aber trotzdem ausgegraut, wodurch wir keinerlei Änderungen vornehmen konnten. Bei zugespielten Signalen, die nicht dem 16:9-Format entsprechen, kann es bei der Bilddarstellung daher zu einer verzerrten Wiedergabe kommen.

Keine Einstellung des Seitenverhältnisses möglich
Keine Einstellung des Seitenverhältnisses möglich

Bei der Frequenz war der ViewSonic VX3268-2KPC-MHD dagegen sehr flexibel. Wir konnten das Gerät mit 24, 50, 60 und 120 Hz problemlos betreiben. Über den PC waren zudem 144 Hz möglich.

24-Hz-Betrieb
24-Hz-Betrieb
50-Hz-Betrieb
50-Hz-Betrieb

Beim Farbbereich und Farbraum ist ebenfalls eine hohe Flexibilität vorhanden. Beide können auf eine automatische Erkennung eingestellt oder alternativ manuell angepasst werden.

Bei einem erzwungenen YUV-Farbraum hat der ViewSonic VX3268-2KPC-MHD die typischen grün-lilafarbene Farbverfälschungen angezeigt. Der Farbraum musste im OSD entsprechend manuell angepasst werden, wodurch diese Zuspielung korrekt angezeigt wurde. Der Farbbereich wurde bei unseren Tests dagegen immer korrekt erkannt und wiedergegeben.

Farbraum YUV mit Farbverfälschungen
Farbraum YUV mit Farbverfälschungen
Farbraum YUV ohne Farbverfälschungen
Farbraum YUV ohne Farbverfälschungen

Bis auf eine Overscan-Funktion, die Teile des Bildes abschneidet und damit den restlichen Inhalt vergrößert darstellt, bietet der ViewSonic VX3268-2KPC-MHD in diesem Bereich keine weiteren Extras an. Ein HDR-Modus und eine Bild-in-Bild-Funktion wären etwa Features, die in diesem Preissegment durchaus häufiger vertreten sind.

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