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TESTBERICHT: Asus PA238Q Teil 8


Profilgenauigkeit sRGB

Für die Kalibrierung haben wir die freie Farbeinstellung (Benutzermodus) gewählt, um einen möglichst exakten Weißpunkt als Ausgangsbasis erzielen zu können. Die Justierung war einfach durchzuführen. Wir erreichten den Weißpunkt 6557K bei 141 cd/m² mit folgenden Einstellungen: H38 / Gamma 2,2 / R77 / G70 / B75. Anschließend kalibrierten wir mit Quato iColor 3.7 und einem Xrite i1 Pro.

Im kalibrierten Zustand überprüfen wir zunächst die Profilgenauigkeit. Wir beschränken uns dabei auf das Monitorprofil, das bei der Kalibrierung auf die sRGB-Empfehlungen bezgl. Weißpunkt und Gradation erstellt wurde erstellt wurde. Nach der Kalibrierung und Profilierung wurde aus der verwendeten Software heraus ein Profiltest durchgeführt, der den Ist-Zustand des Monitors mit den Transformationen vergleicht, die sich aus dem Monitorprofil ergeben. Die Referenzwerte leiten sich entsprechend aus dem Monitorprofil ab.

Parameter Ziel Erreicht
6492 6495
95.21 100.00 108.99 94.97 100.00 108.63
0,29 0,21
0,29 0,09
140 140
- -
- -
sRGB 2,18 (avg.)

Profilvergleich beim Asus PA238Q. Der ausführliche PDF-Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Im Vergleich zum Profil zeigen sich bei den Farben ohne große Ausreißer nur geringe Abweichungen. Etwas höher fällt das DeltaC vor allem in der dunkelsten Stufe bei den Graustufen aus. Insgesamt kann der Monitor die im Profil verankerten Daten zwar gut halten, allerdings haben wir in dieser Disziplin schon bessere Ergebnisse gesehen. Die Korrekturkurve zeigt, dass nur geringfügige Änderungen in den Farbkanälen vorgenommen wurden.

Darstellung der RGB-Korrekturkurve der Grafikkarte nach der sRGB-Kalibrierung mit iColor. Je näher die drei Farblinien an der Diagonalen liegen, umso weniger Farben müssen zur korrekten Kalibrierung von der Grafikkarte verworfen werden und umso lückenloser bleiben Farbverläufe.

Im Rahmen der Kalibrierung kommt es keinesfalls zu einer zielgerichteten Farbraumemulation, es werden lediglich die in Klammern aufgeführten Vorgaben und eine möglichst hohe Neutralität bzw. Linearität sichergestellt. Die "Farbechtheit" wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software und der im Profil erfassten Monitorcharakteristik erreicht. Weißpunkt und Gradation sind dabei im Rahmen der Kalibrierung keine fixen Größen.

Vergleich mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum unter Berücksichtigung des Monitorprofils

Kalibriert Ziel Erreicht
D65 (6502) 6497
95.04 100.00 108.88 94.95 100.00 108.63
- 0,23
- (0,08) 0,13
- 138,4
- 0,16
- 865
sRGB 2,18 (avg.)

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung auf sRGB. Der ausführliche PDF-Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Nach der Kalibrierung konnte die Farbneutralität der Grauachse merklich verbessert werden – das durchschnittliche DeltaC sank auf nur noch 0,4. Auch bei den Farben wurden die Abweichungen stark nach unten korrigiert, Ausreißer bei Blau und Magenta sind aber immer noch zu beobachten. Erfreulich ist dagegen, dass der Zielweißpunkt nahezu erreicht wurde und der Kontrast auch nach der Kalibrierung mit 865:1 auf einem hohen Niveau verweilte während sich auch die Gammakurve gut an die Vorgabe anschmiegt.

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