Test Monitor Asus PA238Q
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Latenzzeit

Die Latenz ermitteln wir als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Die Signalverzögerung, die für Gamer interessant ist, beträgt beim PA238Q nur 2,2 Millisekunden. In der ebenfalls spieletauglichen Werkseinstellung vergehen weitere 6,7 Millisekunden bis zur Soll-Helligkeit, die mittlere Gesamtlatenz ist mit insgesamt 8,9 Millisekunden recht kurz. Bei den übrigen Einstellungen variiert die mittlere Gesamtlatenz zwischen 7,3 und 14,9 Millisekunden.

Subjektive Beurteilung

In synthetischen Tests und erst Recht in Spielen und in Videos sind die durch die Überschwinger ausgelösten Overdrive-Artefakte schon bei TraceFree 60 nicht mehr zu erkennen. Bei höheren Stufen sind die Bildfehler beim Wechsel harter Kontraste aber sehr auffällig und unansehnlich, weswegen wir die Einstellung 40 oder 60 empfehlen.

Insgesamt kann uns die Leistung dieses IPS-Panels in Kombination mit dem gut implementierten Overdrive sehr überzeugen: Die Latenzzeit ist auch in subjektiver Hinsicht extrem gering, was sich durch eine überaus direkte Steuerung von Mauszeiger oder virtueller Waffe bemerkbar macht. Auch die Bewegungsunschärfe bleibt bei schnellen Spielen oder beim Betrachten von Videos auf erfreulich geringem Niveau. Dadurch braucht der PA238Q den Vergleich mit den meisten TN-Monitoren nicht scheuen. Nur sehr schnellen Modellen mit agressivem Overdrive kann der 23-Zoller nicht das Wasser reichen. Für einen Monitor mit IPS-Panel ist die erbrachte Leistung aber sehr bemerkenswert.

Asus Pa238q Monitor Spiel
Bild aus dem Spiel „Assassines Creed Brotherhood“

DVD und Video

In diesem Abschnitt geht es allein um die Bildqualität von Film-Material. Auf die Videosignalverarbeitung werden wir im folgenden Abschnitt noch ausführlich eingehen.

Asus Pa238q Monitor Film 1
Bild aus dem Buray-Film „Avatar“

Dank seines 16:9 IPS-Panels eignet sich der Asus PA238Q für die Wiedergabe von Filmen besonders gut. Blurays überzeugen wegen der nativen 1080p-Auflösung und der damit verbundenen pixelgenauen Darstellung mit einer hohen Bildschärfe und Detailzeichnung. Über den HDMI-Anschluss können auch moderne Spielekonsolen an den 23-Zoller angeschlossen werden.

Asus Pa238q Monitor Film 2
Bild aus dem DVD-Film „Lord of War“

Mit seinen großzügigen Betrachtungswinkel bietet der PA238Q auch die Möglichkeit, mit mehreren Personen einen Film zu sehen ohne dass jemand unter schwachen Kontrasten oder Farbverfälschungen zu leiden hat. Die Bildqualität konnte uns auch in Filmen überzeugen: Farben wirken natürlich und der hohe Kontrast sowie die hervorragende Graustufendifferenzierung ermöglichen eine hohe Detailzeichnung auch bei dunklen Szenen. Störende Beeinträchtigungen durch das Overdrive oder durch die Bewegungsunschärfe sind auch bei der Wiedergabe von Filmen nicht auszumachen.

Videosignalverarbeitung

Das Handbuch gibt Aufschluss darüber, welche Frequenzen und Auflösungen beim PA238Q möglich sind. In der nativen Auflösung bietet er nur die PC-typische Frequenz von 60 Hertz. Andere Frequenzen wie beispielsweise 56 und 75 Hertz sind dagegen nur in kleineren Auflösungen erreichbar. Des Weiteren wird explizit erwähnt, dass bei Ansteuerung über HDMI oder DisplayPort die Videomodi 480p, 576p, 720p und 1080i/p zur Verfügung stehen.

Im folgenden Procedere haben wir getestet, inwiefern sich der Asus PA238Q für die Wiedergabe von externen Quellen abseits des PCs als Videoprozessor eignet. Alle Tests wurden am HDMI-Eingang durchgeführt.

Unterstützte Refreshraten

Zum Test der möglichen Bildfrequenzen benutzen wir stets einen Juddertest, durch den überprüft wird, ob die Elektronik auch nativ in der angespielten Frequenz arbeitet. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu Rucklern bei dem Balken, der im Test von links nach rechts durch das Bild wandert.

Sämtliche in der Anleitung genannten Frequenzen und Videomodi konnten wir in unserem Test bestätigen. Weiterhin haben wir festgestellt, dass der PA238Q bei der Zuspielung von 1080p auch die Frequenzen 24 Hertz, 25 Hertz und 50 Hertz akzeptiert, aber leider nicht judderfrei wiedergibt. Eine judderfreie Wiedergabe würde die Darstellung von Blurays (24 Hertz) und DVD-Material (50 Hertz) begünstigen.

Asus Pa238q Monitor Judder
Juddertest am Asus PA238Q

Deinterlacing

Halbbildbasiertes Material im Format 1080i und 576i wird vom PA238Q problemlos akzeptiert. Da ein LCD aber immer vollbildbasiert arbeitet muss ein Deinterlacer verbaut sein, der für die Umwandlung von Halb- nach Vollbildern verantwortlich ist. Weiterführende Informationen dazu bietet unsere Reportage: „Aus 2 mach 1“ – Deinterlacing.

Asus Pa238q Monitor Deinterlacing 1
Asus Pa238q Monitor Deinterlacing 2
2:2-Signale werden am B273HLOymidh nicht erkannt und per Fieldscaling hochskaliert …
Asus Pa238q Monitor Deinterlacing 3
Asus Pa238q Monitor Deinterlacing 4
… ebenso wie 3:2-Signale
Asus Pa238q Monitor Deinterlacing 5
Filmmaterial wird dagegen korrekt wiedergegeben

Bei der Zuspielung von halbbasiertem Material traten in unseren Testvideos Artefakte auf, die sowohl bei 576i als auch bei 1080i darauf schließen lassen, dass die Elektronik mit Fieldscaling arbeitet und damit kein hochwertiger Deinterlacer verbaut ist. Die Zuspielung von vollbildbasiertem Material ist daher in jedem Fall vorzuziehen.

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