Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Asus PA279Q Teil 4


Ausleuchtung

Die gleichmäßige Ausleuchtung eines Schwarzbildes in einem abgedunkelten Raum gelingt dem Asus PA279Q zufriedenstellend. Zu den unteren Bildecken hin ist großflächig eine leichte Aufhellung wahrnehmbar.

Zur Verdeutlichung dieses Sachverhalts haben wir zwei Fotos angefertigt. Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden nur die auffälligen Schwächen sichtbar.

Das rechte Foto mit 3-fach längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung. Hier zeigen sich die gelblich verfärbten Lichthöfe in den Bildecken deutlich. Auch am oberen Displayrand tritt eine solche Verfärbung auf. Die Wolkenbildung des Displays fällt vergleichsweise gering aus.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Frontal und mittig betrachtet wirkt der Bildschirm schwarz und weitgehend homogen. Bei seitlicher Betrachtung hellen die Ecken noch stärker und schließlich hellt auch der ganze Bildschirm silberfarben auf. Dies ist bei IPS-Panels ein typischer Effekt und tritt auch bei der hier verwendeten AH-IPS-Technik (Advanced High Performance – IPS-Technik) auf, die bei geringerem Verbrauch eine höhere Farbgenauigkeit und eine hellere Bilddarstellung verspricht.

Auch bei aktivierter Gleichförmigkeitskompensation oder der Verwendung eines anderen Splendid-Modus kann keine sichtbare Verbesserung der Schwarzbildausleuchtung erzielt werden. Der von Asus beigelegte Prüfbericht für die Homogenität von Helligkeit und Farben über 25 Bereiche des Monitors hinweg garantiert eine Abweichung von maximal 2 bis 3 Prozent, was deutlich unter die Sichtbarkeitsgrenze fällt. Wir gehen davon aus, dass Asus mit zunehmender Helligkeit so die Inhomogenität des Dunkelbildes zu kompensieren versucht.

Helligkeit, Schwarzpunkt und Kontrast

Der Helligkeitsregler des PA279Q zeigt dieselbe Charakteristik wie beim schon früher getesteten PA249Q: unterhalb von 50 Prozent wirkt er etwas steiler, oberhalb verläuft die Reglerkurve flacher. Die Leuchtdichte (Weißwert) kann zwischen 90 und 325 cd/m² eingestellt werden, auch hier wird die Datenblattangabe von 350 cd/m² nicht ganz erreicht.

In sehr dunklen Räumen wünschte man sich vielleicht, dass der Regelbereich noch etwas mehr nach unten reichte, doch bei ernsthafter Arbeit mit farbkritischen Anwendungen wird das wohl nie ein echtes Problem sein. Für Präsentationen in heller Umgebung reicht die gebotene Leistung aus, wenn auch mit nur geringen Reserven für wirklich helle (sonnendurchflutete) Räume. Bei unserer empfohlenen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² steht der Regler erst in Position 15.

Helligkeits- und Kontrastverlauf.

Die Schwarzwerte entsprechen dem heutigen Niveau bei AH-IPS-Panels, wir messen zwischen 0,09 und 0,34 cd/m². Das Kontrastverhältnis beträgt gute 960:1.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild.

Für die Helligkeitsverteilung gibt es sicherlich keine Spitzennote, das Ergebnis ist eher enttäuschend. Die Mitte ist der hellste Punkt, ringsherum messen wir nahezu ausnahmslos Abdunkelungen mit zweistelligen Prozentwerten. Die meisten bleiben deutlich unterhalb der Sichtbarkeitsschwelle für das bloße Auge, doch in den beiden oberen Ecken ist das nicht mehr sichergestellt. Der Mittelwert über alles liegt bei 91 Prozent, die höchste Abweichung bei -21 Prozent.

Die Farbreinheit schneidet auch nur zufriedenstellend ab. Das mittlere deltaE von 1,0 ist gut, das Maximum von 3,2 aber nicht. Leider fällt die dunklere Ecke oben links auch noch mit der zweitgrößten Abdunkelung zusammen.

Mit dem bloßen Auge fallen beide oberen Ecken als etwas dunkler auf, die übrige Fläche wirkt recht gleichmäßig. Verfärbungen sind keine zu sehen. Der IPS-typische Schimmer bei größeren Blickwinkeln ist hier grau gefärbt, horizontal ist er vergleichsweise schwach ausgeprägt, vertikal und vor allem diagonal ist er wesentlich auffälliger.

Blickwinkel

Die Blickwinkelstabilität des AH-IPS Panels bewegt sich durchaus auf sehr gutem Niveau. Die moderate Entspiegelung des Panels kann bei größeren Blickwinkeln jedoch dazu führen, dass Reflexionen von hellen Strukturen der Umgebung wahrnehmbar werden.

Blickwinkelstabilität des Asus PA279Q.

Das Foto zeigt den Bildschirm des PA279Q bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 75 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Farbverfälschungen treten praktisch keine auf. Lediglich der Kontrast lässt bei größeren Blickwinkeln nach. Dieser Effekt wird jedoch erst bei Blickwinkeln über 60 Grad deutlich. Selbst bei Blickwinkeln von 75 Grad liefert der Asus noch ein stimmiges Bild, auch wenn es schon deutlich ausgegraut ist. Beim Blick von oben auf den Monitor, hellt das Bild deutlich früher auf. Die von IPS-Panels bekannte Aufhellung des Schwarzwertes tritt bei diesem Panel insbesondere bei diagonaler Betrachtung auf.

 << < 3 4 5 6 7 8 9 10 > >>

8 Kommentare vorhanden


Hallo,
wie immer eon schöner ausführlicher Test, aber mit scheint, da ist eine falsche Graphik eingefügt - der Text sagt:
"Im AdobeRGB-Modus landet der PA279Q dann einen Volltreffer. Auch hier verbessert sich die Qualität des Weißpunkts deutlich. Die Graubalance schneidet dann sogar um eben jenes Tüpfelchen besser ab, das bei sRGB an der sehr guten Bewertung noch fehlte. Helligkeits- und Kontrastverlust sind aber wiederum nicht unerheblich."

Die sich daran anschließende Graphik zeigt aber ziemlich heftige Abweichungen der Farben bis in den roten Bereich - wie ist das vereinbar?

Sieht fast so aus, als wäre die Graphik für Benutzmodus 1 nochmals eingefügt worden?

Vielleich könnte das korrigiert werden?

Mit freundlichen Grüßen
LF
Danke für den Hinweis. Die korrekten Bilder sind jetzt zu sehen.
Danke für den Test.

Nur die Aussage: "Die Oberfläche des Panels ist matt und moderat entspiegelt" sagt garnichts.

Bei Test's in letzter Zeit wurde doch ausführlichst auf die Oberflächenbeschaffenheit eingegangen!

Wann kapiert PRAD endlich mal, daß das für viele Leser sehr wichtig ist. Das beweisen doch die unzähligen Beiträge im Forum!

Danke
Na da ist wohl jemand mit dem falschen Fuß aufgestanden oder ein ausgesprochener Morgenmuffel. Wir machen ja seit geraumer Zeit die Coating Bilder, damit die Oberflächenstruktur erkennbar ist. Dieser Test ist aber vor Monaten entstanden und da gab es diese Coating-Bilder noch nicht. Nun wurden zwar in den vergangenen Wochen schon Tests mit Coating-Bildern veröffentlicht, entscheidend dafür wann ein Test veröffentlicht wird, ist wann der fertige Test durch den Redakteur abgeliefert wurde und nicht wann das Testgeräte unser Messlabor durchlaufen hat! So dürfte der ASUS-Monitor einer der letzten Geräte ohne Coating Bilder gewesen sein, da wir diese - als der ASUS bei uns im Testlabor war - noch nicht erstellt haben. Irgendwann muss man ja starten und alle Geräte die vorher getestet wurden, können dieses Bild eben nicht enthalten.
Lieber Andi,

eigentlich solltet Ihr ja für konstruktive Kritik Eurer geneigten Leserschaft ja dankbar sein.
Ich z.B. wäre es!

Und wenn ich Euer Gnaden zu nahe getreten bin, bitte ich als armer Leser untertänigst um Verzeihung.

Und die Aussage: "Dieser Test ist aber vor Monaten entstanden" wirft ein schlechtes Bild auf
PRAD's Veröffentlichungspraxis.

Da schmoren die Test's, aus bekannten Gründen, monatelang bis zur Veröffentlichung, so lange bis Rev. XY auf dem Markt ist, oder quasi schon das
Nachfolgemodell am Horizont erscheint.

Ist jetzt sicher ein wenig übertrieben, aber was Wahres dran...

Gruß tom
Unsere Tests werden sofort veröffentlicht wenn sie fertig sind, aber als Preview und wer die nicht bezahlen will wartet halt bis zur endgültigen Veröffentlichung. Und konstruktive Kritik ist erwünscht, nur der Ton macht die Musik. Vielleicht "kapierst" Du das auch ;-)
mein Gott Andi,

ist das hier ein katholisches Mädchenpensionat?
Manchmal muss muss man eben jemanden sanft in den Hintern treten, damit er kapiert, worauf er hätte selbst kommen müssen.

Aber das ist jetzt wahrscheinlich auch schon wieder zu hart formuliert.

Sanfttönige Grüße tom
"Satte 36 Watt bei 140 cd/m²"

Verstehe ich nicht. Wo ist das denn viel? Der Dell U2713H verbraucht 43,3 Watt und bekam dafür sogar ein Plus.

LG BUSINESS MONITORE
(Anzeige) In der neuen LG Business Area stellen wir die besten Business Displays aus dem Hause LG vor. Denn wer ermüdungsfrei und ergonomisch arbeiten will, benötigt auch das richtige Arbeitsgerät. Neben Testberichten finden Sie auch lesenswerte Artikel zu den Themen "Der ergonomische Arbeitsplatz", "Höhere Produktivität durch 21:9 Monitore" und vieles mehr. Hier weiterlesen!
Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!