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TESTBERICHT: Asus PB278Q Teil 5


Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir mit 96,2 Prozent eine sehr gute Abdeckung des sRGB-Farbraums. Die im Datenblatt versprochenen 100 Prozent werden allerdings nicht erreicht.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset befindet sich der Monitor im Bildmodus Standard und der Farbeinstellung 6500K, der Gammaregler steht auf 2.2, Helligkeit und Kontrast sind mit 90 bzw. 80 Prozent vorbelegt.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung Standard.

In der Werkseinstellung Standard 6500K tendiert die Farbstimmung in Richtung Kühl, die Farbtemperatur für 100% Weiß liegt bei 6800K. Die mittleren Graustufen sind wärmer, hier sinkt die Farbtemperatur bis auf 6250K ab. Dementsprechend messen wir große deltaC-Abweichungen, auch der Rangewert ist schon recht hoch. Die Gammakurve verläuft nicht normgerecht, liegt im Mittel aber einigermaßen konstant bei akzeptablen 2,4.

Die Abweichungen bei den Primärfarben sind sehr hoch, vor allem bei Blau werden deltaE-Werte von 10 erreicht. Dieser Bildmodus sollte also nur für Anwendungszwecke wie Office und Internet benutzt werden, bei denen keine Anforderungen an die Farbverbindlichkeit gestellt werden.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Neben zahlreichen anderen Profilen ist auch ein sRGB-Modus vorhanden.

Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Die Farbstimmung im sRGB-Modus ist mit 7230K noch viel kühler als im Standard-Modus. Auch hier sind die mittleren Graustufen mit knapp 7000K wieder etwas wärmer, die deltaC-Abweichungen fallen aber deutlich kleiner aus. Der hohe Range-Wert zeigt, dass die Farbtonänderungen innerhalb der Grauwertskala leider in ziemlich verschiedene Richtungen gehen.

Die Abweichungen bei den Primärfarben sind nach wie vor sehr hoch, eine nennenswerte Verbesserung gegenüber dem Standardmodus stellt dies nicht dar. Die Gammakurve nähert sich der Normkurve sichtlich an, liegt aber allgemein um 0,1 zu hoch und sackt bei den hellsten Graustufen ab.

Die sRGB-Vorgaben werden hier nur schlecht eingehalten, für farbverbindliches Arbeiten kann auch diese Einstellung nicht empfohlen werden. Besonders schade ist auch, dass der Kontrastwert im sRGB-Modus auf nur noch 500:1 absinkt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und Xrite’s Colorimeter i1 Display Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Anwendermodus justiert, dabei mussten die Grün- und Blau-Regler deutlich zurückgenommen werden. Den gemessenen Gammawert von 2,38 hätten wir gerne noch gesenkt, doch die einzige alternative OSD-Einstellung Gamma 1.8 lieferte gleich ein viel zu niedriges Ergebnis. Wir beließen es daher bei der Einstellung 2.2. Für die Farbkorrektur des Colorimeters wählten wir das beigepackte White-LED Profil.

Die Charts zeigen, dass die sRGB-Vorgaben nach der Kalibrierung gut eingehalten werden. Die Abweichungen bei den Farben sind nur noch gering, lediglich Blau erweist sich wie bei fast allen White-LED-Geräten als etwas schwierig. Gleichzeitig ist zu erkennen, dass Asus beim PB278Q die Nichtlinearitäten im Anwendermodus, die wir bei den Vorgängermodellen entdeckt hatten, nunmehr abgestellt hat. Der Kontrastwert geht mit 850:1 kaum gegenüber dem Standardmodus zurück.

Zusammen mit der sehr guten Blickwinkelstabilität des PLS-Panels kann das kalibrierte Bild in dieser Preisklasse überzeugen. Käufer, die farbkritische Anwendungen planen, sollten auf jeden Fall auch ein LED-taugliches Colorimeter beschaffen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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