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TESTBERICHT: BenQ XL2720T Teil 3


Während die Oberfläche einfach wirkt, zeigt sich erst beim Klick auf Menü, dass dort viel mehr machbar ist, als es den Anschein hat. Hier befinden sich sämtliche Einstellungen für Kontrast, Helligkeit, Farbe, Overdrive usw.

Links: Menü Farbeinstellung; rechts: Speicher für eigene Settings (Handbuch: BenQ)

Leider fiel die Bedienung im Praxistest teilweise negativ auf. Zwar sind die Menüpunkte gegliedert und man kann sich schnell ein Überblick über die Möglichkeiten verschaffen, allerdings fällt das Anwählen äußerst träge aus. Es kann daher schon einmal anstrengend sein, wenn man zu einem der untersten Menüpunkte gelangen will.

Noch größer fällt die Wartezeit in den Bereichen Bild- und Anzeigemodus aus. Der Benutzer hat nicht die Möglichkeit zu einem bestimmten Format oder Voreinstellung zu scrollen und dann auszuwählen. Stattdessen wird die nächste Einstellung erst einmal geladen und erst danach kann zur nächsten gewechselt werden. Hier hätte man mehr Wert auf die Benutzerfreundlichkeit legen können.

Als kleines Extra an Komfort bietet BenQ zum XL2720T den Game Mode Loader an. Über die BenQ Website lassen sich Presets downloaden, die mit wenigen Klicks auf den Monitor übertragen werden. Allerdings sind auch diese Presets – wie die Werkseinstellung – mit Vorsicht zu genießen. Im Test wurde eine Einstellung für das bekannte MOBA Dota 2 heruntergeladen. Jedoch konnte die Einstellung nur bedingt überzeugen, da beispielsweise Farben unnatürlich stark gesättigt waren.

Bildqualität

Vorbildlich zeigt sich BenQ in der Entspiegelung, die bei nahezu jeder Zimmerhelligkeit uneingeschränktes Spiel- und Arbeitsvergnügen gewährleistet. Hier wurde das gesamte Potential ausgeschöpft, was allerdings nicht über die Tatsache hinwegtrösten kann, dass bei der Werkseinstellung leider nicht das Optimum herausgeholt wird.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 68, Schärfe 5, Black eQualizer 12, Farbeinstellung Benutzer RGB (94, 88, 90), Bildmodus FPS1. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf überzeugt in der Werkseinstellung nicht vollständig. Auf den ersten Blick wirkt der Verlauf homogen, jedoch ist bei genauerem Hinsehen ein sehr leichtes Banding zu erkennen.

Graustufen und -verlauf.

Gravierender fällt hingegen die Differenzierung der Graustufen aus. Ganze acht Balken Verschwinden bereits im blanken Schwarz. Hier zeigen sich die ersten Schwächen bei der Werkseinstellung. Versierte Benutzer sollten unbedingt auf andere Settings ausweichen oder ein eigenes Erstellen. Speicherplatz bietet der XL2720T hinreichend.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Insgesamt kann man sagen, dass es dem Monitor keineswegs an Helligkeit mangelt. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass die Ausleuchtung gut ausfällt. Lediglich am unteren Rand kann man das Backlight durchleuchten sehen. Mit bloßem Auge sind keine Lichthöfe zu entdecken. Erst mit einer verlängerten Belichtung lassen sich minimale Schwächen aufdecken. Der untere Bereich des Displays wird leicht dominiert, so dass es im oberen Bereich zu einem etwas dunkleren Fleck neigt.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Leider ist der Schwarzwert stark Abhängig vom Blickwinkel. Bei einer mittigen Betrachtung fällt das Schwarz äußerst gleichmäßig aus. Schaut der Betrachter hingegen von der Seite, von oben oder von unten auf den Monitor, verfärbt sich das satte Schwarz. Ein Gelb- bis Rotstich trübt das Gesamtbild je nachdem wie stark der Winkel zunimmt.

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Helligkeits- und Kontrastverlauf.

Der Helligkeitsregler des BenQ XL2720T wirkt linear und ermöglicht Leuchtdichten (Weißwert) zwischen 96 und 261 cd/m². Der Einstellbereich ist für die meisten Anwender günstig gewählt, mancher User könnte sich in sehr dunklen Räumen allerdings noch 20 cd/m² weniger wünschen. Für sehr helle Umgebungen wäre gelegentlich etwas mehr Leistung wünschenswert, die bei den technischen Daten genannten 300 cd/m² werden leider nicht erreicht. Bei unserer empfohlenen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² steht der Regler in Position 26.

Die Schwarzwerte sind noch gut, liegen aber etwas niedriger als z.B. bei den aktuellen IPS-Panels. Wir messen zwischen 0,11 und 0,30 cd/m², daraus errechnet sich im Mittel ein gutes Kontrastverhältnis von 890:1.

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5 Kommentare vorhanden


Hallo,

wird der 3D Modus noch nachgereicht / getestet?
Ich hatte extra bezahlt um mich darüber zu informieren. Lg Micha
Der Test umfasst alle die Punkte, die wir generell testen. Verändert wird nichts mehr. Nvidias Geforce 3D Vision ist ja nicht im Lieferumfang enthalten, obwohl es unterstützt wird. Nur diese Anschaffung muss ja separat erfolgen.
Hallo,
ich habe ebenfalls extra für den Test bezahlt, um mehr über den 3D Modus zu erfahren.
Beim Asus VG278HE wurde ja auch der 3D Modus getestet, obwohl das Nvidia 3D Vision Kit 2 nicht Teil des Lieferumfangs ist.
Ich bitte um Ergänzung und mehr Information zum 3D-Modus.
Herzlichen Dank!

Im Punkt Reaktionsverhalten:
"Der Durchschnittswert über alle 15 Messpunkte geht dadurch letztlich „nur“ von 4,2 Millisekunden bei 60 Hz auf 3,2 Millisekunden bei 120 Hz zurück.[...]"

Nach der abgebildeten Grafik ergeben sich aber nicht 3,2 Millisekunden, sondern 3,1 Millisekunden.

BG
Latenzzeit:

"Bei 60 Hz ist die Signalverzögerung des XL2720T mit 5,8 Millisekunden nicht besonders kurz, aber völlig akzeptabel. Zusammen mit der halben mittleren Bildwechselzeit von 5,8 Millisekunden (Premium) ergibt sich mit 7,9 Millisekunden eine kurze mittlere Gesamtlatenz."

Die zweite "5,8" ist eine 2,1.

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