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TESTBERICHT: NEC EA244WMi-BK Teil 8


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden - in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite DTP94 und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

sRGB: 98,7 % Farbraumabdeckung

Mit fast 99 Prozent erreicht der NEC EA244WMi eine hohe sRGB Farbraumabdeckung und ist in der Lage diesen Farbraum fast vollständig darzustellen. Der Monitor empfiehlt sich damit für die ambitionierte EBV. Grafikstudios werden sich allerdings nur mit dem sRGB Farbraum nicht zufrieden geben. Der werkseitig vordefinierte sRGB Bildmodus des EA244WMi erreicht eine Abdeckung von 98,1 Prozent.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellungen (Standard Modus) mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Werkseitig sind beim NEC EA244WMi Eco-Modus sowie automatische Helligkeit aktiviert. Um eine korrekte Messung vornehmen zu können, darf keine automatische Helligkeitsanpassung erfolgen. Wir haben daher diese zwei Optionen deaktiviert. Dann allerdings wird das Display mit maximaler Leuchtkraft bestrahlt. Wir werden deshalb diesen Umstand nicht negativ bewerten.

Die DeltaE Abweichungen der Primär- Sekundär- und Tertiärfarben liegt unter 3,5 DeltaE, mit durchschnittlich 1,3 DeltaC bleiben die Abweichungen der Grauachse niedrig, erreichen ein Maximum von 1,91 DeltaC und eine Range von 2,07. Es wird ein Kontrastverhältnis von 1203:1 erreicht. Ein durchschnittliches Gamma von 2.12 ist allerdings zu niedrig und der Weißpunkt ist mit 6921 Kelvin zu kühl.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Alles andere als gut um nicht zu sagen schlecht, ist der sRGB-Modus des NEC EA244WMi eingestellt. Besonders die Tertiärfarben zeigen deutlich höhere DeltaE Abweichungen als im Standard-Modus. Aber auch die Grauachse verschlechtert sich auf ein durchschnittliches DeltaC von 2,4. Es wird eine maximale Abweichung von 3,76 DeltaC erreicht bei einer Range von 3,33. Ein durchschnittliches Gamma von 2.03 und ein Weißpunkt von 7333 Kelvin, verfehlen deutlich die Sollwerte.

Farbwiedergabe im sRGB-Modus.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum unter Berücksichtigung des Monitorprofils

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Sozusagen Wiedergutmachung übt der NEC EA244WMi mit dem Ergebnis nach Profilierung und Kalibrierung auf die Vorgaben von sRGB. Sowohl das DeltaE der Farbwerte wie auch DeltaC der Grauachse sinkt auf ein Minimum mit Ausnahme der Primärfarbe Blau.

Diese Abweichung ist allerdings typisch für eine White-LED Hintergrundbeleuchtung. Auch Gamma und Weißpunkt entsprechen nun nahezu den Vorgaben. Unter diesen Bedingungen ist der NEC EA244WMi für die EBV im sRGB Farbraum zumindest semiprofessionell einsetzbar.

Mit folgenden Einstellungen haben wir dieses Ergebnis erzielt:
Helligkeit: 37 %, Kontrast: 50, Black Level: 50, DV Mode: Standard, Rot: 100, Grün: 99,5, Blau: 97,9

Farbwiedergabe nach Kalibrierung und Profilierung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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17 Kommentare vorhanden


Leider ist das falsche Hands-On-Video, nämlich jenes für den AOC E2460Phu, verlinkt.
Danke für den Hinweis. Das Video ist noch nicht fertig geschnitten und wird erst Anfang nächster Woche online sein und kann dann auch über unseren YouTube Kanal gesehen werden.
Danke für den Test!

Eines verstehe ich aber nicht: Beim NEC EA244WMi wird die schlechte Helligkeitsverteilung (maximale Abweichung ca. 16 %, durschnittliche Abweichung ca. 6,5 %) mehrmals betont, seine Helligkeitsverteilung wird insgesamt mit +/- bewertet. Der Eizo EV2736WFS, der minimal größere Abweichungen zeigt (maximale Abweichung ca. 18 %, durschnittliche Abweichung ca. 7 %), erhält eine Bewertung von +; seine Helligkeitsverteilung wird nicht kritisiert.

Wie kann das sein? Was verstehe ich da falsch?

Am wichtigsten aber ist die Frage: Sind diese Abweichungen mit freiem Auge tatsächlich nicht wahrnehmbar?

Das kann tatsächlich nicht stimmen, wir werden uns das ansehen und entsprechend korrigieren. Die Sichtbarkeitsgrenze liegt bei ca. 20 % Abweichung.
Ist eigentlich 60003414 die offizielle Referenznummer von NEC für den Multisync EA244WMi? Sprich handelt es sich bei den folgenden beiden Monitoren um exakt dasselbe Modell?

http://www.amazon.de/NEC-Deutschland-GmbH-Multisync-EA244WMi/dp/B00AJA4TMQ/

http://www.amazon.de/NEC-60003414-LED-Monitor-Reaktionszeit-schwarz/dp/B00AINBC2O

Vielen Dank!
Das dürfte die Artikelnummer von NEC sein. Sind die gleichen Geräte. Schau mal bei dem ersten Link unter Herstellerreferenz, da steht die gleiche Nummer 60003414 ;-)
Alle die an ein Firmware-Update glauben, mit das 16:9 Problem behoben wird muss ich leider enttäuschen.
Habe heute mit NEC telefoniert und mir das Gegenteil bestätigen lassen.
Begründung: Ist ja ein Office-Monitor. Ah ja. Verschiedene 4:3 Auflösungen können zwar nativ dargestellt werden 16:9 Auflösungen aber nicht. Wenn man das braucht kann man ja zur P- bzw. PA-Serie greifen. Also die, die keinen HDMI-Anschluss haben.

Danke NEC!

PS: Leider wurde der NEC P241W-BK bei Prad nie getestet. Nur der noch teurere NEC PA241W-BK.
Und da der P242W sozusagen schon vor der Tür steht, werden wir den testen. Wobei der Unterschied bei den Monitoren bei etwa 200 Euro liegt. Der PA hat einen erweiterten Farbraum, der P eben nur sRGB. Ich würde bei 200 Euro Unterschied eher auf den PA setzen, aber das ist eine Geschmacksfrage.
Auf den Test des neuen P/PA bin ich gespannt. Bei einer früheren Anfrage bei NEC hatte mir damals ein Mitarbeite erklärt, daß der PA nicht nur einen erweiterten Farbraum, sondern auch ein anderes Panel, bzw. eine andere Beschichtung hat. So genau weiß ich das nicht mehr. Jedenfalls würde das gleiche Bild im gleichen Farbraum beim PA besser dargestellt.

Zum EA244WMi:
Ich kann euer Testergebnis in einem Punkr leider überhaupt nicht bestätigen. Mein EA244WMi hat bei einem vollflächigen Weiss einen mit bloßem Auge deutlich sichtbaren horizontalen Farbverlauf vom Grünlichen ins Rosafarbene. Da ist mein 6 Jahre alter 19"-S-PVA-Eizo deutlich besser, da bei dem überhaupt keine Farbstichigkeit zu sehen ist.
Kann natürlich sein daß es ein Montagsgerät ist. Aber dieser Monitor geht definitiv zurück.
Liebes Testteam, könnt ihr die Anmerkung von Jominator hinsichtlich des horizontalen Farbverlaufs bestätigen?

Ich würde auch meinen, dass es diesen Verlauf gibt, wenn ich ihn auch nur für schwach ausgeprägt halte. Und mein bescheidenes Monitor-Know-How sagt mir, dass sich dieses Problem durch nichts korrigieren lässt?

Thx!
Wenn wir dies festgestellt hätten, dann würde es auch im Test stehen.
Alles klar...

Ist schon absehbar, wann der Test des NEC P242 bzw PA242 erscheint? Und werden die 27-Zöller auch getestet?
Was darf ich mir unter "externer Zuspielung" vorstellen ? Betreffen diese Interpolationsprobleme das alles, was über den HDMI-Eingang zugespielt wird (egal ob Video, Spielekonsole oder PC)?

Was wäre, wenn man Video oder Spielkonsole über einen HDMI->DVI-Adapter anschliessen würde?
Wir testen dies am HDMI Anschluss mit einem Gerät was die Bilder 1:1 zuspielt, also die Interpolation muss vom Monitor übernommen werden. Wir testen ja den Monitor und nicht den Zuspieler.
Danke für die schnelle Antwort! Das der Zuspieler nicht skaliert, habe ich bereits vermutet.

Meine Frage ging eher in die folgende Richtung: Sind die Skalierungsprobleme eine Frage des Eingangs (sprich, HDMI wird immer auf Vollbild aufgezogen; für die anderen Eingänge kann der Monitor auch "Format")?

Im Vergleich zu dem Test des Asus PB248Q fällt mir auf, dass der Tenor für DVD und Video deutlich negativer klingt; obwohl der Asus auch kein korrektes Seitenverhältnis unterstützt. Was übersehe ich hier, was den Asus besser geeignet macht?
Wir testen die externe Zuspielung nur über HDMI. Zu den tatsächlichen Unterschieden kann ich leider nichts sagen, weil ich keinen der Monitore getestet habe, hier hilft wohl besser eine Frage im Forum unter dem jeweiligen Test.
[Kommentar gelöscht]

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