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TESTBERICHT: NEC EA294WMi-BK Teil 7


Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Der Text wird bei nativer Auflösung erwartungsgemäß einwandfrei dargestellt. Bei einer Auflösung von 1280 x 720 zeigt sich wieder wie oben beschrieben, dass das native Seitenverhältnis nicht beibehalten wird. Die Buchstaben sind somit nach oben gezogen.

Reaktionsverhalten

Den EA294WMi haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Handbuch wird die Reaktionszeit mit 6 Millisekunden (GtG typisch) angegeben. Im deutschen OSD heißt die Overdrive-Option umständlich "Antwortzeit zu verbessern", da bleiben wir lieber beim englischen "Response Improve". Mehrere Stufen gibt es nicht, nur ein und aus. Nach dem Reset ist der Overdrive aktiviert.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,4 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 10,0 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 13,9 Millisekunden.

Response Improve ein: zügige Schaltzeiten, erkennbare Überschwinger.

Das linke Chart zeigt uns, dass die Schaltzeiten trotz des aktivierten Overdrives nicht besonders kurz sind. Sie sind allerdings überall ähnlich, auch die dunkleren Messpunkte sind nicht viel langsamer. Im rechten Chart ist der Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent dargestellt, hier sieht man, wie der grüne Helligkeitsverlauf bereits über die graue Idealkurve hinausschwingt.

An diesem hellen Messpunkt arbeitet der Overdrive noch sehr zurückhaltend, bei den dunkleren Bildwechseln steigen die Überschwinger dann sehr stark an, was in schnell bewegten dunklen Szenen in Spielen und Videos zu auffälligen Bildartefakten führen kann.

Response Improve aus: etwas längere Schaltzeiten lassen die Überschwinger verschwinden.

Bei deaktiviertem Overdrive muss man keine Bildartefakte befürchten. Im Durchschnitt werden die Schaltzeiten gar nicht viel länger, insgesamt betrachtet lässt vor allem der Druck auf die dunklen Bildwechsel nach. Hier muss man erheblich längere Zeiten in Kauf nehmen, doch dafür erhält man über alles betrachtet einen sehr viel neutraleren Signalverlauf, was die Gefahr von Bildartefakten ausschließt. Für Videofreunde ist das ganz sicher positiv.

Wer auf neutrale Videowiedergabe viel Wert legt oder kaum schnelle Shooter spielt, der kann den Overdrive getrost deaktivieren. Wahrscheinlich wird dies die meisten Anwender betreffen.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim EA294WMi messen wir mit 17,9 Millisekunden eine recht lange Signalverzögerung, scheinbar wird immer ein Bildframe zwischengepuffert.

Auch die halbe mittlere Bildwechselzeit von 7,0 Millisekunden (Response Improve ein) kann da nicht mehr viel ausrichten: für Gamer ist die mittlere Gesamtlatenz von 24,9 Millisekunden nicht attraktiv.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des EA294WMi arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Bei voll aufgedrehtem Helligkeitsregler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) zeigt unser Chart die PWM-typische Rechteckschwingung. Die Schaltfrequenz beträgt immerhin 330 Hz, während die Tastrate nur 42 Prozent beträgt. Das Backlight-Flimmern sollte daher nur für besonders empfindliche Menschen wahrnehmbar sein.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

IPS-Panels sind schon lange auf einem hohen Level, was die Reaktionszeit angeht. Der EA294WMi zeigt ein schlierenfreies und scharfes Bild bei allen dynamischen Szenarien. Das Spiel FIFA ist eine Art Messlatte bei der Beurteilung der Gaming-Tauglichkeit und diese meistert der 29-Zoll-NEC problemlos. Leider lässt sich mit der Konsole nicht die volle Auflösung nutzen, da die aktuelle Generation höchstens auf FullHD ausgerichtet ist.

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4 Kommentare vorhanden


Liebes Forum,

leider sagt dieser Testbericht nichts über die Bild-in-Bild Funktion, die angeblich von unterschiedlichen Quellen möglich ist.
Genau deshalb interessiere ich mich für diese Art Monitor.
Ich möchte einen PC und parallel einen Mac darstellen (split screen).
Beim Test des ähnlichen LG 29EB93 ist auf diese Funktion eingegangen worden.
Hier leider nicht, sehr schade.
Der LG hat die Anschlüsse nach hinten stehend, was mir nicht so gut gefällt.


Kann jemand eine Aussage über diese Möglichkeiten machen oder mir anderweitig bei diesem Problem helfen?

Danke

Multipass
Hallo multipass,

der Monitor hat ja auch keine pciture-in-picture-Funktion sonder nur eine picture-BY-picture Funktion. Es gibt auch keine Sofware um Desktop Managment zu betreiben.

Die PbP-Funktion teilt den Bildschirm in 2 gleichwertige oder ein Haupt- und ein Nebenbereich auf. Dabei ist der Neben-Bereich sehr klein und dadurch bleibt ein großer Teil des Panel schwarz!

Bild-IN-Bild geht leider nicht!

"Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz sind es 34,8 Watt".
Laut der Tabelle sind es aber 29.1W.
Danke für den Hinweis, wurde geändert.

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