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TESTBERICHT: Dell UP3214Q Teil 4


Der DELL UP3214Q verarbeitet Signale mit 10bit pro Farbkanal. Dies erfordert eine Unterstützung durch Grafikkarte, Betriebssystem, Treiber und Anwendung und ist derzeit noch auf wenige Konstellationen beschränkt. Adobe Photoshop hat in aktueller Version mit einer entsprechenden Anzeige keine Probleme.

Testbild um Grauverläufe zu überprüfen.

Die subjektive Bildqualität ist sehr gut. Im Unterschied zu einigen anderen Vertretern der UltraSharp-Reihe wurde auch die Overdrive-Schaltung zurückhaltend abgestimmt. Unschöne Bewegungsartefakte bleiben aus. Weitere Pluspunkte sammelt der DELL UP3214Q durch seine neutrale Darstellung im Auslieferungszustand sowie seine hohe Blickwinkelstabilität.

Der Kontrastumfang stößt zwar nicht in Dimensionen vor, die derzeit von modernen VA-Panels erreicht werden, sorgt jedoch trotzdem für ein knackiges Bild. Sharp hat zudem einen guten Kompromiss zwischen Entspiegelung und harmonischer Darstellung gefunden.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Das Coating des Dell UP3214Q (linkes Foto).

Die Paneloberfläche des Dell UP3214Q ist mattiert und zeigt einen seidigen Schimmer. Von hinten oder seitlich einfallendes Fremdlicht wird wirksam gestreut, die Entspiegelung ist effektiv. Das Coating des UP3214Q ist seidenmatt. Bei genauer Betrachtung ist eine leichte Körnung in der Oberflächenstruktur sichtbar. Auf die Bildschärfe hat das aber keinen negativen Einfluss.

4K im Alltagsbetrieb

Auch wenn in immer schnellerer Folge hochauflösende Monitore auf den Markt drängen, birgt ihre Handhabung zurzeit noch gewisse Fallstricke und Beschränkungen.

Im SST-Modus (DisplayPort 1.2: Disabled) erreicht der DELL UP3214Q in seiner nativen Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln maximal 30 Hz, obwohl die DisplayPort 1.2 Spezifikation mit Datenübertragungsraten von über 17 Gbit/s auch in diesem Fall 60 Hz unterstützen würde. Die verbauten Transmitter können das allerdings nicht leisten. Eine Verbindung per HDMI, das der Bildschirm in Version 1.4 unterstützt, ist in dieser Auflösung generell auf 30 Hz beschränkt.

Schon das simple Interagieren auf dem Desktop ist in dieser Betriebsart starken Einschränkungen unterworfen: Mauszeiger und Fensterinhalte ruckeln sichtbar über den Schirm. Das ändert sich nach der Umschaltung auf den MST-Modus (DisplayPort 1.2: Enabled).

Aus Sicht der Grafikkarte werden nun zwei Bildschirme mit einer Auflösung von je 1920x2160 Pixeln und 60 Hz angesteuert. Auf Wiedergabe und Integration auf Betriebssystemebene hat das keinen negativen Einfluss. Unsere Grafikkarte mit Nvidia-GPU präsentiert im Anzeige-Dialog einen Bildschirm mit voller Auflösung. Die Darstellung setzt nun aber erst nach dem Start des Betriebssystems ein. Der Bootvorgang bleibt verborgen. Nach Aus- und erneutem Einschalten war zudem stets ein Neustart des Computers erforderlich.

Von der hohen Pixeldichte profitiert vor allem die Schriftdarstellung. Mit der in den Anzeigeeinstellungen von Windows veränderbaren DPI-Standardeinstellung von 100% werden Symbole und Schriften freilich sehr klein dargestellt. Das Arbeiten kann so, abhängig von Benutzer und Sichtabstand, recht anstrengend sein – auch wenn viel Platz auf dem Desktop garantiert ist.

Einen guten Kompromiss stellt die Einstellung 125% dar. Sie legt rechnerisch einen Bildschirm mit 120 ppi zugrunde. Unter Windows 8.1 kann die Skalierung geräteindividuell definiert werden. Die Darstellung verschiedener Bildschirme im Parallelbetrieb lässt sich so bequem angleichen. Wie gut die UI-Skalierung funktioniert, ist am Ende aber von den konkreten Anwendungen abhängig.

3840 x 2160 Pixel (Schriftgröße 100%).

Interpolation

Im MST-Modus wird der Scaler faktisch umgangen. Die Anzeige erfolgt bestenfalls pixelgenau. Alle Skalierungseinstellungen beziehen sich auf die effektive Auflösung des Signals.

Eine Zuspielung in nicht nativer Auflösung sollte daher stets im SST-Modus erfolgen. Die hier erzielten Ergebnisse sind sehr ordentlich. Unsere Grafikkarte kann das Resultat in keiner Auflösung verbessern.

Auch bei einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, das entspricht exakt der halben horizontalen und vertikalen Auflösung, wird das Signal nicht durch einfache Pixelwiederholung (Nearest Neighbor) vergrößert. Die Neutralstellung des elfstufigen Schärfereglers ist bei 50/100 erreicht.

Mithilfe der vier Skalierungseinstellungen kann die Wiedergabe gut an das jeweilige Signal angepasst werden. Auto Resize unterstellt ein quadratisches Pixelseitenverhältnis und eignet sich damit ideal für den Anschluss eines Computers. SD-Videosignale werden dank dedizierter 4:3- und 16:9-Einstellung ebenfalls korrekt wiedergegeben. Es fehlt lediglich eine Zoomfunktion für Letterbox-Material.

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3 Kommentare vorhanden


Liebe Tester bei Prad,
mich würde sehr interessieren, ob auch beim UP3214q der Bildschirm stets mit einem Monitor-Farbprofil verknüpft ist. Bei meinem up2414q besteht immer eine Verknüpfung mit dem bei der Installation geladenen Monitorprofil UP2414.icm - was mich irritiert, denn wenn sRGB und adobeRGB ja - wie bei 3414q - am Monitor (vorkalibriert)zu wählen sind, wäre das doch eine Hardwarekalibrierung,die dann doch nicht noch durch ein Monitorprofil unterstützt werden müsste.
Besten Gruß
L. Fiedler
Ich weiß nicht ob ich das jetzt richtig verstehe. Egal ob Hardware- oder Softwarekalibrierung, ein Profil wird immer gespeichert. Nur sind bei der Softwarekalibrierung im Profil Informationen für die Grafikkarte gespeichert, da diese ja korrigieren muss. Diese Informationen werden bei der Hardwarekalibrierung in die LUT des Monitors geschrieben. Darin besteht der Unterschied. Dennoch muss man der Software in der man farbverbindlich arbeiten will, in jedem Fall das Profil des Monitors zuordnen.
Aha - ich hatte gedacht, bei HW-Kailbrierung bräuchte es kein Profil mehr. Habe eben gesehen, dass es auch ein Forum für technische Fragen gibt, da werde ich mich ggf. mal weiter ausbreiten - meine dumme Frage hier könnt Ihr gerne löschen :-)
Vielen Dank in jedem Fall!

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