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TESTBERICHT: Samsung U28D590D Teil 7


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden - in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 Display Pro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Der Samsung U28D590D deckt den sRGB-Farbraum zu 94 Prozent ab, wodurch er eine gute Bewertung erreichen kann.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Der Monitor wird nach einem Reset auf die Samsung-Magic-Bright Einstellung Benutzerdefiniert, den Farbraum Normal und den Gammawert 1 eingestellt.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

Die Standardeinstellung zeigt eine größere Abweichung bei Grün, ansonsten sind die Werte für einen unkalibrierten Monitor zumindest bei den hier abgebildeten Farben noch in Ordnung. Tatsächlich betragen die maximalen Abweichungen insgesamt bei deltaE aber mehr als 6 und können leider nicht überzeugen. Die Grauwerte hätten eigentlich eine gute Wertung verdient, aber der hohe Range-Wert verbaut dem Samsung U28D590D eine bessere Wertung. Zumal DeltaE to Assumed Target Whitepoint bei 5,7 liegt, was zu einer weiteren Abwertung führt.

Obwohl die subjektive Bildqualität in Ordnung geht, ist aus farbmetrischer Sicht Samsung leider in der Werkseinstellung keine optimale Voreinstellung gelungen. Lediglich der Gammawert, der sehr nah an der Ideallinie liegt, kann hier überzeugen. Der Weißpunkt liegt ebenfalls bei guten 6800 Kelvin und der Kontrast bei noch guten 833:1. Die zu hohe Helligkeit lässt sich dagegen im OSD nach persönlichem Geschmack optimieren.

Einen eigenen sRGB Modus hat der Monitor nicht, wir haben daher die hier ermittelten Messergebnisse im Gesamtergebnis auch für den Bereich vor der Kalibration (sRGB) verwendet.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des Spiele-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Das Gerät besitzt einen Spielemodus, der im OSD recht auffällig präsentiert und auch vom Hersteller beworben wird. Wir haben diesen Modus daher ebenfalls vermessen. Voreingestellt wurde die Helligkeit 50, die wir nicht verändert haben, fast alle anderen Bereiche sind in diesem Modus gar nicht anpassbar.

Farbwiedergabe im Spiele-Modus.

Subjektiv sah dieser Modus ansprechender aus als die später kalibrierte Version. Für farbkritische Arbeiten sollte dieser Modus aber nicht verwendet werden, wie die Messwerte deutlich zeigen.

Von den relativ guten Ausgangswerten sind nur die geringen Abweichungen bei den Schwarzwerten und der relativ hohe Kontrast übrig geblieben. Die Abweichungen der Farbwerte haben dagegen stark zugenommen und der Gammawert fällt sogar teilweise aus unserer Messübersicht raus.

Der Modus wurde vom Hersteller natürlich auch nicht für farbkritische Arbeiten entwickelt. Wir haben ihn nur vermessen um aufzuzeigen, dass ein subjektiv auf den ersten Blick kräftigeres und klareres Bild nicht bedeutet, dass dieses für alle Anwendungen besser geeignet ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Die Messungen wurden während des Kalibrierungsvorgangs gegenüber der Werkseinstellung wie folgt verändert: Helligkeit 30, Rot 50, Grün 36, Blau 38, Gamma 2.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Nach der Kalibrierung gibt es noch geringe Abweichungen bei den Farbwerten, die auf die sRGB Farbraumabdeckung von 94 Prozent zurückzuführen sein dürften. Für die meisten Anwender sollten sich diese aber noch in einem tolerierbaren Bereich befinden. Die restlichen Werte fallen dagegen fast perfekt aus. Bei den Grauwerten sind kaum Abweichungen erkennbar, die Gammakurve liegt genau auf der Ideallinie, der Weißpunkt liegt bei 6500 Kelvin und der Kontrast hat sich sogar auf 1000:1 erhöht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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