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TESTBERICHT: LG 27MB85Z-B Teil 6


Judder-Test

Um die vom LG 27MB85Z unterstützten Frequenzen und Wiedergabeeigenschaften zu testen, haben wir ihn an einen Videoprozessor angeschlossen. Der iScan VP50 bietet unter anderem variable Ausgabefrequenzen und ein Testmuster in Form eines durch das Bild laufenden Balkens an, mit dem ein einfacher Judder-Test durchgeführt werden kann. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel.

Judder-Test am LG 27MB85Z.

Unsere Testsignale mit 48 Hz bis 75 Hz werden durchgängig unterstützt. Die Darstellung ist jedoch nur in einem engen Bereich um 60 Hz frei von Mikrorucklern.

Deinterlacing

Da ein LC-Display immer vollbildbasiert (progressiv) arbeitet, muss ein eingebauter Deinterlacer aus eingehenden Halbbildern (interlact) eine Vollbildfolge erstellen.

Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Die Elektronik verweigert die Darstellung von halbbildbasierten SD-Signalen. 3:2- und vor allem 2:2-HD-Signale werden dagegen zuverlässig erkannt. Auflösungsverluste bleiben hier also aus.

Die Erkennung von 3:2- und 2:2-HD-Signalen gelingt.

Die Verarbeitung von HD-Videomaterial ist für einen Monitor durchaus ordentlich. Kammartefakte sind auch bei schlechtem Material mit wenig Im-Bild-Bewegung nicht erkennbar.

Test des Video-Mode-Deinterlacings.

Signalpegel und Farbmodell

Der LG 27MB85Z verarbeitet digitale RGB- und YCbCr-Signale. Eine Anpassung des Dynamikbereichs ist während der Zuspielung via HDMI über die Einstellung Black Level (Low/High) möglich. Low erwartet dabei ein RGB-Signal ohne Blacker-than-black- aber mit Whiter-than-white-Anteil (Tonwertumfang bei 8 bit Präzision: 16-255). Das reduziert den Kontrastumfang oft unnötig. YCbCr-Signale werden dagegen korrekt unter Wegfall dieser Tonwertmargen reproduziert. Die Einstellung "High" legt zu Recht ein RGB-Signal zugrunde, das den vollen Dynamikumfang ausnutzt (Tonwertumfang bei 8 bit Präzision: 0-255).

Ausleuchtung

DDie Ausleuchtung unseres Testgerätes ist gut. Leichte Unregelmäßigkeiten treten erst in Aufnahmen mit langer Belichtungszeit deutlicher hervor. Blickwinkelbedingte Aufhellungen bleiben fast völlig aus.

Ausleuchtung des Monitors bei kurzer Belichtungszeit (links) und langer Belichtungszeit (rechts).

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (also die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

An 15 Messpunkten wurden Helligkeitsverteilung (linkes Bild; Prozent) und Farbreinheit (rechtes Bild; Delta C) überprüft – Uniformity: Off.

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