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TESTBERICHT: Asus MG24UQ Teil 5


Unsere Testumgebung:

BS: Windows 10 64 Bit
CPU: Intel Core i7-3820 @ 3,60 GHz
RAM: 16 GB
Festplatte: Samsung-SSD 850 EVO 500 GB
Grafikkarte: Gigabyte Radeon R9 Fury

Zunächst einmal ist das Bild eine Augenweide, aufgrund der hohen Pixeldichte wirkt es sehr plastisch. An dieser Stelle erinnern wir uns an die Headline "Gaming neu erleben" und die Aussage, dass eben aus dem Grund der hohen Pixeldichte in den Spiel-Settings der Punkt Antialiasing außer Acht gelassen werden könne, was eine enorme Performance-Verbesserung bedeuten würde. Der Sinn von Antialiasing ist die Glättung der Kanten. Wird diese Option deaktiviert oder zu gering eingestellt, entsteht in der Bewegung ein Flimmern aufgrund des Treppeneffekts. Auf den Bildern sind diese Treppen bei einem 24-Zoll-Monitor in HD-Auflösung und einer Pixeldichte von 91 ppi gut zu sehen, wenn Antialiasing deaktiviert ist. Der MG24UQ ist zwar nicht frei von diesem Treppeneffekt, doch wirkt der Rand nahezu glatt.

Links 24-Zoll-HD-Display bei deaktiviertem Antialiasing, rechts ASUS MG24UQ bei deaktiviertem Antialiasing. (Spiel: "The Elder Scrolls V: Skyrim")

Tatsächlich konnten wir bei allen Spielen, die wir zur Verfügung haben, kein Flimmern bei deaktiviertem Antialiasing beobachten, was die Aussage des Herstellers stützt. Der Performance-Vorteil ist enorm, z. B. konnten wir so das Spiel "DiRT Rally" bei maximalen Details spielen und erzielten eine durchschnittliche Framerate von 54. Zum Vergleich: Bei Antialiasing (8 x MSAA) erreichten wir durchschnittlich nur 32 fps, was sich schon recht stockend anfühlt und im Endeffekt auch keinen Spaß mehr macht.

Werden die angestrebten 60 fps erreicht, kann man in den ruhigen Bildanteilen das unterschwellige Stocken und in den schnellen Bildanteilen das Verwischen des Bildes wahrnehmen, das für diese Aktualisierungsrate üblich ist. Wer allerdings noch nicht mit einem 144-Hz-Display gespielt hat, dem wird das Problem nicht großartig auffallen. Zudem tröstet die Feinheit des Bildes teilweise über dieses Manko hinweg. Wichtig ist allerdings, die TraceFree-Einstellung in den Werkseinstellungen bei 60 zu belassen. Wird die Pixelbeschleunigung auf 100 heraufgesetzt, erhält man ein Bild, das keinen Spaß mehr macht. Das äußert sich durch eine Art Aufblitzen des Bildes, sobald es stark beschleunigt wird. Zudem erlebt man eine starke Koronabildung an Objekträndern. Hier wollten die Ingenieure einfach zu viel aus dem Display herausholen.

Heftige Koronabildung macht die höchste Pixelbeschleunigung nahezu unbrauchbar

FreeSync

Bei vielen Displays, die über AMDs Anti-Tearing-Lösung FreeSync verfügen und welche wir bereits im Test hatten, wurden wir zumeist enttäuscht. Um es gleich vorwegzunehmen. Auch die Umsetzung beim MG24UQ ist alles andere als gut gelungen. Das fängt bereits damit an, dass der Sweetspot lediglich zwischen 40 Hz und 60 Hz liegt. Das ist ein Bereich von 20 Hz und damit fast sinnlos. Auch werden wieder viele Spiele erst gar nicht unterstützt und es ist keinerlei Effekt zu bemerken, so dass das Bild munter weiter zerreißt, auch wenn man sich komplett im Gültigkeitsbereich bewegt. Auch hier enttäuscht FreeSync erneut und hinterlässt einen faden Beigeschmack.

GamePlus

Hier stehen dem Spieler verschiedene Tools, man könnte sie auch "kleine Helferlein" nennen, zur Verfügung.

Fadenkreuz: Mit dem Fadenkreuz steht ein Target-Overlay zur Verfügung, das denjenigen helfen soll, die gerade Shooter-Spiele erlernen, um ein Gefühl für das Schießen aus der Hüfte zu bekommen. Die Auswahl besteht aus zwei Formen zu jeweils blau und rot. Das Fadenkreuz wird in der Mitte des Displays angezeigt, kann jedoch mit dem Fünf-Wege-Joystick frei positioniert werden.

Für "Shooter-Neulinge" stehen Fadenkreuze zur Verfügung

Timer: Für Echtzeit-Strategiespiele kann ein Timer eingeblendet werden, der ebenfalls frei auf dem Display positioniert werden kann. Die Auswahl besteht aus 90, 60, 50, 40 und 30 Minuten und läuft ab der Aktivierung rückwärts.

Für Echtzeit-Strategiespiele kann der Timer eingeblendet werden

FPS-Zähler: Um die Einstellungen mit den fps abstimmen zu können, wäre dieses Tool eine sehr nützliche Option. Warum der Zähler nur im Gültigkeitsbereich von FreeSync zwischen 40 und 60 fps funktioniert und sonst dauerhaft 60 anzeigt, ist unverständlich. Ein schrittweises Annähern der Settings ist so trotz des Zählers nicht möglich.

Der FPS-Zähler zeigt nur Funktion zwischen 40 und 60 fps

Die Option "Display Alignment" wurde bereits im OSD-Teil vorgestellt.

VividPixel: Diese Einstellungsebene haben wir bereits "missbraucht", um bei kleineren Auflösungen augenscheinlich mehr Schärfe ins Bild zu bekommen. Eigentlich dient sie zur Erhöhung des Mikrokontrastes und holt mehr Details ins Spiel.

VividPixel holt mehr Details ins Spiel

Sound

Der MG24UQ verfügt über zwei Boxen à 2 Watt. Sie sind hinter dem oberen Belüftungsschlitz auf der Rückseite untergebracht und strahlen nach oben ab. Der Klang bewegt sich von der Qualität her im Bereich eines alten Küchenradios und kann nicht überzeugen.

DVD und Video

Der MG24UQ verfügt gleich über drei HDMI-Schnittstellen, über die HD-Zuspieler wie BD-Player, Spielekonsolen oder HDTV-Empfänger angeschlossen werden können. Einer von ihnen ist mit der Spezifikation 2.0 ausgestattet, so dass durch geeignete BD-Player UHD-Material auch in 60 Hz wiedergegeben werden kann. Der Ton wird entweder an die internen Lautsprecher weitergegeben oder, falls belegt, an den Kopfhörerausgang.

Im Menü ist in den Bild-Presets unter "GameVisual" ein Cinema-Modus zu finden, der wie bei fast jedem Monitor sehr kühl abgestimmt ist und sich für die menschliche Haut wenig eignet. In den Werkseinstellungen ist das Bild dafür wesentlich besser. Zusätzlich sollte noch ein wenig Helligkeit aus dem Bild genommen und ein Wert um die 50 eingestellt werden. Wem die Farbtemperatur noch ein wenig zu kühl erscheint, der nimmt in den RGB-Einstellungen die blauen Anteile um zwei bis drei Stufen zurück. Bei dieser Empfehlung erscheinen Menschen mit einer gesunden Hautfarbe. Natürlich sind solche Einstellungen auch immer eine Geschmacksfrage. Die Durchzeichnung sowohl in hellen als auch in dunklen Passagen gelingt bei diesen Einstellungen ebenfalls gut.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Wenn nichts anderes am BD-Player eingestellt wird, zeigt der MG24UQ HD-Material bildschirmfüllend. Durch die gute Interpolationsleistung erscheint das Bild klar und brillant. Auch SD-Material wird auf die ganze Panel-Höhe skaliert und seitengerecht mit Balken an den Seiten angezeigt.

Das Handbuch gibt keine Informationen darüber, ob Interlaced-Signale angenommen werden. Material in 1080i stellte das Display einwandfrei dar. Zusätzlich spielten wir ihm Halbbildfolgen im 3:2- und 2:2-Rhythmus zu und zusätzlich echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern. Eingehende Halbbildsignale werden von der Elektronik des ASUS MG24UQ ohne weitere Verarbeitung skaliert. Deutliches Zeilenflimmern und eine reduzierte vertikale Auflösung sind die Folge, was für einen nicht vorhandenen Deinterlacer spricht.

Da das Display über FreeSync verfügt, liegt es auf der Hand, dass es mit flexiblen Aktualisierungsraten zurechtkommen muss. Von 24-75 Hz werden alle Bildwiederholungsfrequenzen angenommen, allerdings kommen nur 59 und 60 Hz ohne Mikroruckler aus.

Overscan

In den Bildeinrichtungsoptionen existiert via HDMI auch die Möglichkeit, "Overscan" zu wählen. Dabei handelt es sich um einen festen Wert mit 10 Pixeln vertikal und 20 Pixeln horizontal auf beiden Seiten.

Farbmodelle und Signallevel

Einstellmöglichkeiten für den korrekten RGB-Signalumfang und das verwendete Farbmodell am HDMI-Eingang sind nicht vorhanden. Im Test wurden sowohl am PC als auch am Blu-ray-Player automatisch die korrekten Werte eingestellt.


Bewertung
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459,00 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

24-Zoll-Monitore mit UHD-Auflösung sind nicht oft zu finden. Auch ASUS betritt mit dem MG24UQ Neuland. Die Verarbeitung ist wie schon bei den anderen Gaming-Displays der MG-Serie vorbildlich. Auch die ergonomischen Aspekte kommen nicht zu kurz und bieten alles, um eine lange Spielsession für den Körper so angenehm wie möglich zu halten.

Auf der Produktwebseite wird der Monitor mit einer 100-prozentigen sRGB-Farbraumabdeckung beworben. Zusätzlich bringt der MG24UQ mit einem IPS-Panel und der sehr hohen Auflösung eigentlich schon das Rüstzeug mit, Amateurfotografen zu gefallen. Die notwendige Farbgenauigkeit wird allerdings erst nach einer Kalibrierung erreicht. Außerdem sind die Einstellungsmöglichkeiten für die EBV im OSD-Menü unzureichend gelöst und lassen ihn für Photoshopper sowie Amateurfotografen etwas weniger interessant erscheinen.

Durch das für IPS-Panels sehr gute Schwarzbild und eine 24-Hz-Wiedergabe kommen auch Cineasten auf ihre Kosten. Die Schwächen der Blickwinkelstabilität machen sich hier nur marginal bemerkbar. Der Ton sollte auf jeden Fall von externen Quellen stammen, da die eingebauten Boxen leider nicht überzeugen.

Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Spielbetrieb, denn so wird er beworben. Wie auch schon bei den anderen Gaming-Displays der MG-Serie, ist der MG24UQ mit einer Fülle von Gaming-Tools ausgestattet, die man gut gebrauchen kann. Die Spieleigenschaften sind für ein 60-Hz-Display ebenfalls in Ordnung, wenn man die höchste Overdrive-Stufe außer Acht lässt, die eigentlich nicht mehr zu gebrauchen ist. Über die gemischte Vorstellung von FreeSync braucht man sich nicht mehr großartig äußern, da hier noch viel Platz nach oben ist. Am interessantesten ist allerdings der neue Weg, den ASUS mit der enormen Pixeldichte von 187 ppi einschlägt, und die Aussage, dass es aufgrund dessen nicht mehr nötig sei, in den Spiel-Settings das Performance-hungrige Antialiasing zu aktivieren. Wir konnten uns mit den Spielen, die wir zur Verfügung haben, davon überzeugen, dass diese Aussage stimmt.

Insgesamt ist der MG24UQ ein gutes Gaming-Display mit kleinen Schwächen in den Details. Der momentane Straßenpreis von rund 500 € scheint uns dafür angemessen.

Gesamturteil: GUT


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