Test Monitor Asus MG24UQ
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Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Asus Mg24uq Monitor Srgb1
Asus Mg24uq Monitor Srgb2
Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der ASUS MG24UQ bereits vor der Kalibrierung eine 99-prozentige Abdeckung des sRGB-Farbraums, der sich auf 100 Prozent nach der Kalibrierung steigert.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus „Rennmodus“, Helligkeit 90, Kontrast 80, Farbtemperatur „Anwendermodus“.

Asus Mg24uq Monitor Native
Graubalance in der Werkseinstellung

Der erste Eindruck ist alles andere als ordentlich. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 2,48 und einer Range von 3,08 erreicht das Display nur unterdurchschnittliche Werte. Auch der Weißpunkt ist mit 7400 Kelvin bedeutend kühler als die angestrebten 6500 Kelvin. Die Gammakurve fällt zum Ende hin ab und erreicht im Mittel einen Wert von 2,09.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Asus Mg24uq Monitor Srgb
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

In den GameVisual-Bildmodi ist auch ein sRGB-Modus zu finden. Dieser würde im Anschluss allerdings auch bei guten Ergebnissen nicht viel weiterhelfen, da der Helligkeitsregler gesperrt ist.

Die Ergebnisse fallen etwas besser aus, als bei der ersten Messung. So erreicht das Display mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,85 ein gutes Ergebnis. Die Range schließt mit einem Delta C von 2,11 befriedigend ab, und auch der Weißpunkt liegt mit 6900 Kelvin nicht mehr so weit von den angestrebten 6500 Kelvin entfernt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS MG24UQ aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus „Rennmodus“, Farbtemperatur „Anwendermodus“) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Asus Mg24uq Monitor Val
Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS MG24UQ zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Asus Mg24uq Monitor Kal Srgb
Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Nach der Kalibration erhalten wir nun Werte, die auch der 100-prozentigen sRGB-Farbraumabdeckung gerecht werden. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,28 und einer Range von 0,87 erhalten wir in beiden Fällen sehr gute Ergebnisse. Ein Doppelplus erreichen auch die bunten Farben mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,29. Passend zu diesen Ergebnissen folgt die Gammakurve deckungsgleich der Normwertkurve bei 6500 Kelvin. Wenn der MG24UQ auch für die EBV genutzt werden soll, so ist eine Kalibrierung notwendig.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 4 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und ist unter „Bildeinrichtung -> TraceFree“ zu finden. Hier ist die Stärke der Pixelbeschleunigung von 0 bis 100 in Zehnerschritten wählbar. Voreingestellt ist die Stärke bei 60.

Bei den letzten beiden Grafiken ist Folgendes zu beachten: Durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit mussten wir unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, bei fast allen Grafiken auf 15 ms verkürzen, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

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