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TESTBERICHT: Eizo CS2420 Teil 2


Bildqualität

Der Panel-Rahmen und die Oberfläche des Panels sind matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflexionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 31, Gamma 2,2, Farbeinstellung: 6500 K, Bildmodus "Custom", Color-Gamut "nativ", DUE "Uniformity". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet. Für Kontrast und Schärfe sind übrigens keine Regler vorhanden.

Graustufen

Der Grauverlauf ist bereits in der Werkseinstellung extrem gut und überzeugt mit einer sehr gleichmäßigen und fließenden Abstufung, die subjektiv auch vollständig neutral wirkt. Farbschimmer und Banding-Effekte sind nicht zu beobachten.

Graustufen

Auch die Graustufendarstellung des EIZO CS2420 ist exzellent. Die Abstufungen lassen sich auch in den hellsten und dunkelsten Bereichen vollständig differenzieren. Das Ergebnis ist zudem sehr blickwinkelneutral.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr, so wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Überraschenderweise zeigen sich beim EIZO CS2420 hier sichtbare Schwächen in Form von Aufhellungen in den Ecken. Oben wirken sie weiß-bläulich, unten rötlich. Weicht man von der normalen Sitzposition ab und schaut genau lotrecht auf diese Stellen, verschwinden die Aufhellungen vollständig. Das Problem ist somit zwar rein blickwinkelbedingt, kann aber in der EBV durchaus in bestimmten Situationen stören.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibrierung auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Der EIZO CS2420 besitzt einen "Digital Uniformity Equalizer (DUE)". Mit der Option "DUE Priority" kann entweder einer möglichst gleichmäßigen Ausleuchtung (Uniformity) oder hohen Helligkeits- und Kontrastwerten der Vorrang gegeben werden. Die Option muss in den Administratoreinstellungen oder über die Software ColorNavigator geändert werden und bleibt dann von der Rücksetzung auf Werkseinstellungen unberührt.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des EIZO CS2420 (links DUE Uniformity, rechts DUE Brightness)

Das Kontrastverhältnis des IPS-Panels gibt EIZO mit 1000:1 an, die Maximalhelligkeit mit 350 cd/m². Mit der Option DUE "Brightness" erzielt der CS2420 mit 750:1 einen guten Kontrast und kann die Herstellerangabe mit 368 cd/m² sogar um 5 % übertreffen.

Mit der Option DUE "Uniformity" sinkt die Maximalhelligkeit auf immer noch helle 320 cd/m² und der Kontrast auf 644:1. Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 33 cd/m². Eine Kalibrierung auf D65 reduziert die Maximalhelligkeit nur noch minimal.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild – DUE: Uniformity

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 20 Prozent.

Der DUE (Digital Uniformity Equalizer) des EIZO CS2420 leistet ganze Arbeit. Die Darstellung ist über die gesamte Panel-Fläche ausgesprochen gleichmäßig. Helligkeits- und Farbabweichungen sind weder mit dem bloßen Auge noch durch Messung auszumachen. Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 1,93 Prozent superb, die maximale Abweichung mit 4,01 Prozent ebenfalls sehr gut. Auch bei der Farbhomogenität schneidet der EIZO CS2420 mit fantastischen Ergebnissen ab. Die Maximalabweichung beträgt links von der Mitte 1,11 Delta C. Der Durchschnittswert liegt bei lediglich 0,72 Delta C.

Über eine im Handbuch dokumentierte Tastenkombination oder ColorNavigator kann die Ausgleichsfunktion auf Eingriffe in den Mitteltönen beschränkt werden (DUE Priority: Brightness). Dadurch erhöht sich der Kontrastumfang.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild – DUE: Brightness

Allerdings verschlechtert sich die Helligkeitsverteilung dadurch merklich, wenngleich das Ergebnis immer noch gut bis zufriedenstellend bleibt. Die Farbhomogenität bleibt zudem auch hier unverändert auf ihrem exzellenten Niveau.

Für die EBV empfiehlt sich daher klar der Modus "Uniformity". Für die Präsentation der Ergebnisse kann aber der Modus "Brightness" einen Kontrastgewinn mit akzeptablen Einbußen bei der Helligkeitsverteilung erzielen.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links das Coating des EIZO CS2420, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der EIZO CS2420 besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Körnungs- beziehungsweise Glitzereffekte bleiben fast vollständig aus.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des VP2780-4K bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. ViewSonic verbaut beim VP2780-4K ein hochwertiges H-IPS-Panel, das seine Aufgabe hinsichtlich Blickwinkelstabilität besonders gut erledigt. Anders als beim Ausleuchtungstest mit einem vollständig schwarzen Testbild ist die Blickwinkelneutralität bei unserem farbigen Testbild ausgezeichnet.Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte.

Das Foto zeigt den Bildschirm des CS2420 bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Auch bei extremeren Blickwinkeln bleiben die Farben dank des IPS-Panels sehr stabil. Wahrnehmbar sind vor allem die verminderte Helligkeit und etwas schlechtere Zeichnung in dunklen Bildbereichen. Der Kontrasteindruck selbst leidet kaum.

Für die großflächige Bearbeitung bzw. Wiedergabe farbkritischer Inhalte ist der EIZO CS2420 daher erwartungsgemäß sehr gut geeignet.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Unsere Testsignale werden gut verarbeitet. Eine Skalierung durch die Grafikkarte verbessert die Darstellung nicht. EIZO verzichtet auf einen separaten Schärferegler, der jedoch in den meisten Umsetzungen ohnehin nur fragwürdige Verbesserungen erzielt.

Für von der nativen Auflösung abweichende Eingangssignale bietet der EIZO CS2420 die Optionen "Vollbild" (ggfls. verzerrt), "Seitenverhältnis" (unverzerrt) und auch eine pixelgenaue 1:1-Darstellung an.

Testgrafik: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280 x 720 Vollbild

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich. Erfreulich ist auch, dass in allen getesteten Auflösungen problemlos eine verzerrungsfreie, maximal flächenfüllende Darstellung möglich ist.

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