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TESTBERICHT: Iiyama GB2788HS-B1 Red Eagle Teil 3


Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Iiyama GB2788HS-B1

Bei nativem Weißpunkt erreicht das Display eine Leuchtdichte von 323 cd/m². Das ist etwas mehr, als im Datenblatt angegeben wird. Aufgrund der minimalen Anpassungen, die wir benötigen, um auf D65 zu kommen, bleiben immer noch 321 cd/m² übrig, was ein tolles Ergebnis ist. Mit einer minimalen Helligkeit von 69 cd/m² ist es möglich, auch in einem völlig abgedunkelten Raum zu arbeiten, ohne geblendet zu werden.

Das durchschnittliche Kontrastverhältnis liegt bei 1023:1 und deckt sich mit den Angaben von 1000:1 im Datenblatt. Nach der Kalibrierung sinkt das Kontrastverhältnis auf 921:1.

Bildhomogenität

Links Helligkeitsverteilung in Prozent, rechts Farbreinheit in Delta C des Iiyama GB2788HS-B1

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (also die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Das Panel des GB2788HS-B1 ist sehr schön gleichmäßig ausgeleuchtet. Eine durchschnittliche Helligkeitsabweichung von 2,77 Prozent und eine maximale Abweichung von 7,75 Prozent auf der linken Seite bescheren dem Display eine sehr gute Beurteilung. Auch das Ergebnis der Farbreinheit kann sich sehen lassen. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,37 und einem Maximum von 2,71 erreichen wir hier ein gutes Ergebnis.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Links das Coating des Iiyama GB2788HS-B1, rechts das Referenzbild

Der GB2788HS-B1 besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des Iiyama GB2788HS-B1 bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Das Ergebnis ist sehr ernüchternd, spiegelt allerdings die Problematik eines TN-Panels wider. Von den Seiten zieht sich der gelbliche Schleier über das Bild, während von oben ein enormer Kontrastverlust eintritt und das Bild stark aufhellt. Von unten dunkelt das Bild stark ab und es tritt eine starke Farbverschiebung auf. Es werden keine Details mehr angezeigt, sondern nur noch Umrisse.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Ein gutes Display sollte in der Lage sein, auch Material, das außerhalb der eigenen nativen Auflösung liegt, ordentlich wiederzugeben. Zum Teil gibt es immer noch eine Reihe von Programmen oder Spieleklassiker, die nicht einmal etwas mit HD anfangen können. Dafür ist es sehr hilfreich, wenn dem Monitor eine gewisse Auswahl an Bildformaten in das OSD-Menü gelegt werden, um flexibel reagieren zu können. Der GB2788HS-B1 wurde in dieser Hinsicht von seinen Machern reich bestückt. Neben den Formaten "Voll", "Seitenverhältnis" und "1:1" gibt es noch die Möglichkeit, Monitorgrößen in den Maßen 17, 19, 19.5, 21.5, 22, 23 und 24 zu simulieren. Interessant ist diese Funktion bei Wettkämpfen, bei denen mit einer bestimmten Hauptauflösung gespielt wird. Diese kann dann direkt ausgewählt werden.

Umfangreiche Bildformate sind im OSD-Menü verfügbar

Wählt man die Option "Voll", werden sämtliche Auflösungen, ungeachtet des Seitenverhältnisses, auf die komplette Breite des Panels interpoliert und haben bei Auflösungen abseits von 16:9 natürlich keinen Sinn. Hier bietet sich entweder "Seitenverhältnis" oder "1:1" an. Bei Ersterem werden Auflösungen auf die volle Panel-Höhe interpoliert und seitengerecht angezeigt, dabei entstehen Trauerränder links und rechts. Bei "1:1" wird das Bild in einem Fenster mit der tatsächlichen Auflösung angezeigt. Wer es gerne ein wenig schärfer hat, greift auf "1:1" zurück. Wer lieber ein möglichst großes Bild sehen möchte, für den ist "Seitengerecht" die richtige Wahl.

Testgrafik: Links nativ (Original), rechts 1280 x 720 (Original)

Wir haben zur Überprüfung der Interpolationsleistung unsere Testgrafik zur Hilfe genommen. Bei nativer Auflösung ist das Gitter natürlich sehr scharf und alle feinen Linien sind zu erkennen. Bei der kleinen HD-Auflösung leiden Linien und Gitter sehr an dem hinzugewonnenen Platz, der nun durch zusätzliche graue Pixel aufgefüllt werden muss. Der Interpolations-Algorithmus geht außerdem zu forsch ans Werk. Bei der geschärften Version besteht zwar immer noch das gleiche Problem, doch wirkt es durch die stärkeren Kontraste vermeintlich etwas schärfer.

Testgrafik: 1280 x 720 geschärft

Text bereitet dem GB2788HS-B1 auch in kleineren Auflösungen keine Probleme. Fette Schrift in 7 Punkt läuft zwar minimal zu, bleibt aber trotzdem noch ordentlich lesbar.

Textwiedergabe: Links nativ (Original), rechts 1280 x 720 (Original)

Textwiedergabe: 1280 x 720 geschäreft

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der GB2788HS-B1 mit 90 Prozent vor und nach der Kalibrierung noch knapp ein gutes Ergebnis.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Farbe "Benutzereinstellung", R:100, G:100, B:100, Helligkeit 80 und Kontrast 50.

Graubalance in der Werkseinstellung

Durch das extrem schlechte Ergebnis in den Werkseinstellungen haben wir uns dazu entschieden, die Farbtemperatur auf "Normal" zu stellen. So bekommen wir ein etwas besseres Ergebnis und auch die Gammakurve verläuft jetzt nicht mehr so abenteuerlich. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,72 und einem maximalen Delta C von 1,78 zeigt der GB2788HS-B1 hier ein ansprechendes Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Das Display bietet keinen dedizierten sRGB-Modus an. Aus diesem Grund haben wir die gleichen Einstellungen wie bei der vorigen Messung gewählt. Dadurch gibt es in der Graubalance natürlich nur marginale Abweichungen zur letzten Messung. Bei den bunten Farben sind allerdings vor der Kalibrierung Hopfen und Malz verloren. Zwar ist ein durchschnittliches Delta E94 von 3,74 besser als ein durchschnittliches Delta E94 von 4,29 in den Werkseinstellungen. Ein befriedigendes Ergebnis ist es trotzdem nicht mehr. Die Gammakurve hingegen verläuft fast deckungsgleich mit der Normkurve.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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