Grafik Grafik Grafik Grafik
image
Grafik Grafik Grafik Grafik

TESTBERICHT: Iiyama GB2788HS-B1 Red Eagle

Einleitung

Fast alle Monitorhersteller folgen derzeit dem Trend, Gaming-Displays mit IPS-Technologie auszustatten. Nicht so Iiyama. Der GB2788HS-B1 Red Eagle greift auf ein TN-Panel mit 1 ms (G2G) Reaktionszeit und 144 Hz Aktualisierungsrate zurück und löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf. Laut Iiyama ist der "Red Eagle" ein richtiger Spielentscheider und ermöglicht "Hardcore-Gamern" mit FreeSync und Black Tuner die notwendigen Wettbewerbsvorteile.

Im Test der 27 Zoll Spiele-Monitor Iiyama GB2788HS-B1 Red Eagle, mit 144 Hz Bildwiederholungsfrequenz, AMD FreeSync und 1 ms Reaktionszeit (grey-to-grey)

Durch FreeSync und die hohe Bildwiederholungsfrequenz sollen Ghosting- oder Schmiereffekte kein Problem mehr darstellen. Der Monitor ist sozusagen eine Neuauflage des 2014 produzierten GB2773HS-GB1/ GB2, den wir vor zwei Jahren testeten und für gut befanden. Wie sich das Display in der Praxis schlägt und ob es den Namen "Red Eagle" zu Recht trägt, erfahren wir auf den nächsten Seiten.

Lieferumfang

Geliefert wird der Monitor in einem 9,3 kg schweren Motivkarton mit praktischer Trageschlaufe. Der martialische Endzeitkrieger, der auf dem Karton abgebildet ist, soll wohl die Stärke des Displays zum Ausdruck bringen.

Hochglanzkarton mit martialischem Krieger des Iiyama GB2788HS-B1

Der Karton wird über die Oberseite geöffnet und zeigt an oberster Stelle das Zubehör, das in mehrere Fächer in einem Styroporformteil verteilt ist. Die Kabelauswahl beinhaltet DisplayPort-, DVI-D-Kabel (dual-link), Audio- (3,5-mm-Klinke) und ein Kaltgerätestromkabel. Als Papierbeilage sind Sicherheitsblätter, Quick-Start-Guide, Garantieheftchen und schließlich drei Schrauben mit Bügel zu finden, um den Aufbau werkzeugfrei zu ermöglichen.

Hands on Video Iiyama GB2788HS-B1 Red Eagle

Ein Handbuch ist weder in Papierform noch auf einer CD-ROM enthalten. Dieses muss man sich bei Bedarf von der Produkt-Webseite herunterladen. Ein Farbprofil ist allerdings auch dort nicht zu finden. Positiv ist jedoch, dass sowohl DVI-D- als auch DisplayPort-Kabel zum Lieferumfang gehören, so dass man direkt die FreeSync-Funktion und die hohe Aktualisierungsrate von 144 Hz nutzen kann. Wir haben bereits Monitore getestet, bei denen man sich erst im Fachgeschäft nach solchen Kabeln umsehen musste, bevor man die volle Funktionalität des Monitors genießen konnte.

Auch ein DisplayPort-Kabel befindet sich im Lieferumfang

Unter dem ersten Styroporformteil befinden sich der Monitor in aufrechter Stellung mit bereits vormontiertem Tragarm in einem Plastik-Klarsichtbeutel und die Bodenplatte. Beide sind durch die Formteile sicher voneinander getrennt. Das Display muss nun mit der Panel-Seite nach unten auf eine weiche Unterlage gelegt werden, um die Bodenplatte anzubringen, die mit den drei Bügelschrauben fixiert wird. Leichter und schneller geht's nun wirklich nicht mehr.

Die Bodenplatte wird mit drei Schrauben fixiert

Optik und Mechanik

Gegenüber seinem Vorgänger fällt eines sofort ins Auge: Iiyama hat sich glücklicherweise vom Klavierlack-Finish verabschiedet. Ob das jetzt geschehen ist, weil viele Käufer sich aufgrund der störenden Spiegelungen beschwert haben, oder aber weil es nicht mehr zeitgemäß ist, kann eigentlich egal sein. Nun fällt die Oberfläche am gesamten Monitor gleich aus und besteht aus einem lichtschluckenden Kunststoff, wie er bei vielen Monitoren verwendet wird.

Leider ist diese Textur sehr anfällig für Fingerabdrücke, die sich auch nur recht mühsam wieder entfernen lassen. Besser als eine Klavierlackoberfläche ist die Oberfläche aber allemal. Das TN-Panel wird durch einen 20 mm breiten Rahmen in Position gehalten und ist um etwa 6 mm nach innen versetzt. Oben links ist die Modellbezeichnung in einem hellen Grau aufgedruckt.

Modellbezeichnung und Herstellerlogo wirken unaufdringlich

Zwei Aufkleber mit der Information, dass es sich hier um ein FreeSync-Gerät handelt und es über eine Aktualisierungsrate von 144 Hz verfügt, finden am unteren Rahmen auf der linken Seite Ihren Platz. Glücklicherweise lassen sich die Sticker entfernen, da sie dort völlig deplatziert wirken.

Die Sticker wirken völlig deplatziert

Das Herstellerlogo in der Mitte und die Symbole für das OSD-Menü auf der rechten Seite sind wie bereits oben in einem mittleren Grau aufgedruckt. Die Rückseite ist wie die Front sehr dezent gehalten und verfügt über geschwungene Formen, die von den Außenseiten mit einer Tiefe von 20 mm zur Mitte hin Platz für die Elektronik im Inneren machen und das Display auf eine Tiefe von 60 mm anwachsen lassen.

Ganz oben mittig befindet sich das Herstellerlogo in großen Lettern. Der große Belüftungsschlitz mit einer Breite von 475 mm und einer Höhe von 30 mm ist eigentlich für einen Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung zu groß ausgefallen, da durch diese Technik im Grunde keine große Wärme mehr produziert wird.

Der große Belüftungsschlitz ist mit dem internen Netzteil begründet

Die Begründung liegt wohl im integrierten Netzteil, dessen zusätzliche Abwärme so problemlos nach außen geleitet werden kann. Fährt man mit der Hand die Rückwand ab, so wird auch in dem Bereich, wo sich das Netzteil befindet, mit 31 °C die größte Wärme produziert.

Das Display ist durch die VESA100-Aufnahme mit vier Schrauben über den Schlitten für die Liftfunktion am Tragarm befestigt und kann bei Bedarf auch an alternativen Haltesystemen betrieben werden.

VESA100-Aufnahme des Iiyama GB2788HS-B1

Der Tragarm führt runter bis zum Drehgelenk für die Swivel-Funktion. Etwa auf halbem Weg befindet sich ein Knopf für die Arretierung der Höhenverstellung. Gedacht ist diese Funktion als Transportsicherung und soll das Hochschnellen des Displays verhindern, wenn der Monitor nicht aufrecht transportiert wird. Darunter wird durch ein ovales Loch mit einfachen Mitteln das Kabelmanagement gelöst.

Loch für das Kabelmanagement und Arretierungsknopf für die Transportsicherung

Die Bodenplatte ist 300 mm breit und 230 mm tief. Auf der hinteren Seite ist sie abgerundet und verfügt über einen Metallkern, der dem Konstrukt eine gute Standfestigkeit verleiht.

Die Bodenplatte verfügt über einen Metallkern

Ergonomisch hat der Iiyama GB2788HS-B1 einiges zu bieten. So lässt sich die Neigefunktion um 17 Grad nach hinten kippen.

Neigungswinkel des Iiyama GB2788HS-B1

Der Swivel-Modus erlaubt die Drehung des Displays um 45 Grad zu beiden Seiten, und die Liftfunktion lässt sich über einen Weg von 130 mm einstellen.

Seitliche Drehung des Iiyama GB2788HS-B1

An der tiefsten Position befindet sich die Unterkante des Displays etwa 40 mm von der Tischoberfläche entfernt. Eine Pivot-Funktion bietet das Gerät nicht an.

Iiyama GB2788HS-B1 in der niedrigsten Stellung ...

... und in der höchsten Stellung

Schaut man sich das Gerät nun aufgebaut an, setzt Iiyama mit dem GB2788HS-B1 auf Understatement. Während andere Hersteller bei Gaming-Displays teilweise auf futuristisches Aussehen setzen, wirkt dieses Display schon fast langweilig wie ein herkömmlicher Büromonitor. Aber nichts bis auf einen kleinen Sticker weist darauf hin, welche Power in ihm steckt.

Die Verarbeitung ist auf einem ordentlichen Level. Sämtliche Spaltmaße stimmen überein und das Panel ist sauber eingepasst. Auch wirkt der Monitor nicht klapprig und verfügt über ein ordentliches Gewicht.

Iiyama setzt mit dem GB2788HS-B1 auf Understatement

1 2 3 4 5 > >>

Keine Kommentare vorhanden


Anzeigen
© 2002 - 2017 PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG | Alle Rechte vorbehalten! | Impressum | Datenschutzerklärung
Ausgewiesene Warenzeichen und Markennamen gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
PRAD übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten!
Hinweis: Unsere Internetseite wird mit aktiviertem Adblocker teilweise nicht korrekt angezeigt!